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ÜBERSICHT
CORONA – VIROLOGIE – Omikron-Subtyp BA.2 in 57 Ländern nachgewiesen – 2.2.2022
CORONA – FORSCHUNG – Human-Challenge-Trial: SARS-CoV-2 infiziert Menschen schneller als erwartet – 2.2.2022
CORONA – FORSCHUNG – Corona – Signatur für lang anhaltenden Immunschutz entdeckt – 2.2.2022
CORONA – FORSCHUNG – Gezielt Corona-infiziert: Erste Ergebnisse nach umstrittener Studie – Human-Challenge-Studien – 2.2.2022
CORONA – IRRATIONAL – COVID-19: Impfverweigerung korreliert mit Kindheitstrauma – 2.2.2022
CORONA – CYBERKRIMINALITÄT – Männer in Pandemie eher „Sextortion“-Opfer – Cyber-Epressung trifft laut Florida International University eher Minderheiten und queere Personen – 2.2.2022
CORONA – INTERNATIONAL – WHO warnt vor zu frühem Ende von Schutzmaßnahmen . 2.2.2022
INTERNATIONAL – Weitere Länder lockern Coronaregeln – 2.2.2022
CORONA – USA – FDA drängt Pfizer: In den USA könnten bald auch Kinder unter 5 Jahren geimpft werden – 2.2.2022
CORONA – TÜRKEI – Türkei meldet mehr als 100.000 Coronafälle unter ihren 84 Mio. Einwohnern – 2.2.2022
CORONA – ÖSTERREICH – Zwei Drittel der Österreicher gegen Omikron immun – Großteil der Infektionen unentdeckt – Revision: Modellrechnungen mit Unsicherheiten behaftet – Infektionswelle erhöhte Immunität – Jeder 14. ohne Immunschutz – 2.2.2022
CORONA – ÖSTERREICH – Vorläufiger Höhepunkt bei Corona-Fallzahlen wohl erreicht – 2.2.2022
CORONA – ÖSTERREICH – Gewerkschaft gegen 2G-Regelung an Unis – 2.2.2022
CORONA – CORONA – Meiste Schulregeln bleiben aufrecht – 2.2.2022
CORONA – ÖSTERREICH – Maske in Volksschulen fällt Mitte Februar – 2.2.2022
CORONA – ÖSTERREICH – PCR-Schultests: Razzia in Salzburger Labor – Beschwerden seit der ersten Woche – Neue Prüfung der Tauernkliniken – Gutachten: Kein Haftungsrisiko für Gesundheitseinrichtungen – 2.2.2022
CORONA – ÖSTERREICH – Neue Wiener Förderschienen wider Wissenschafts- und Demokratieskepsis – 2.2.2022
ÖSTERREICH – Tourismusanalyse 2021: Gästenächtigungen auf dem Niveau von 1970. Trotz rasant steigender COVID-19-Infektionszahlen positive Bilanz für Weihnachtstourismus 2021 – 2.2.2022
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KLIMAWANDEL – Grönländischer Eisschild verlor 4,7 Billionen Tonnen Eis – 2.2.2022
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INTERNATIONAL – Opec-Plus einigt sich auf Fördererhöhung im März – 2.2.2022
ZENTRALBANKEN – AUSTRALIEN – RBA-Gouverneur: Werden für niedrige, stabile Inflation tun was nötig ist – 2.2.2022
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – Höhere Inflation setzt EZB zusätzlich unter Druck – 2.2.2022
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – VP Bank: EZB bestätigt Kurs trotz höherer Inflation – Kerninflation ging auf 2.3 Prozent zurück – 2.2.2022
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – Coba: Lagarde schließt Zinsanhebung 2022 nicht mehr aus – 2.2.2022
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – KfW: EZB muss Zinswende im Blick behalten – 2.2.2022
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – DSGV-Präsident Schleweis: EZB muss Zinswende zügig vorbereiten – 2.2.2022
USA – EIA: US-Rohöllagerbestände wider Erwarten gesunken – 2.2.2022
USA – ADP: US-Privatsektor büßt wider Erwarten 301.000 Stellen ein – Stärkster Rückgang seit April 2020 – 2.2.2022
USA – Deutsche Bank: Jolts-Bericht deutet auf engen US-Arbeitsmarkt – 2.2.2022
NORDKOREA – USA – INTERNATIONAL – USA beantragen Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats wegen Nordkorea – 2.2.2022
RUSSLAND – UKRAINE – USA – USA schicken in Ukraine-Konflikt tausende Soldaten nach Deutschland und Osteuropa – 2.2.2022
RUSSLAND – UKRAINE – USA – USA schlagen Moskau „wechselseitigen“ Verzicht auf Kampftruppen in der Ukraine vor – Bericht – 2.2.2022
RUSSLAND – DEUTSCHLAND – Deutsche Medienaufsicht untersagt Ausstrahlung des Senders RT – Moskau empört – 2.2.2022
ISRAEL – Israel wird in einem Jahr ein Raketenabwehrsystem auf Laser-Basis haben – 2.2.2022
EUROPÄISCHE UNION – EU-Kommission stuft Atomkraft und Gas als nachhaltig ein – Ziel: mehr Kapital in Projekte und Aktivitäten leiten, die auf Nachhaltigkeit geprüft wurden, und „Greenwashing“ vermeiden – Vorschlag hat gute Chancen Gesetz zu werden – 2.2.2022
EUROZONE – Euroraum-Inflation steigt im Januar auf 5,1 Prozent – 2.2.2022
EUROZONE – Merck Finck: Ukraine-Konflikt treibt Nahrungsmittelpreise – Euroraum-Inflation wird nicht allein über Energiepreise gesteigert – 2.2.2022
EUROZONE – Nordea: Euroraum-Preisdruck verbreitert sich – 2.2.2022
EUROZONE – TABELLE/EU-Verbraucherpreise Januar nach Ländern der Eurozone (Vorabschätzung) – 2.2.2022
ITALIEN – Italien: Inflation steigt auf höchsten Stand seit Einführung des Euro – 2.2.2022
DEUTSCHLAND – INTERNET-GRUNDVERSORGUNG: Die Bundesnetzagentur sieht keine Chancen für höhere Bandbreiten in der Internet-Grundversorgung. – 2.2.2022
DEUTSCHLAND – INFLATION: Teure Energierechnungen, hohe Inflation – fast jeder zweite Verbraucher könnte sich bald in Verzicht üben müssen. – 2.2.2022
DEUTSCHLAND – Ifo: Lieferprobleme im Einzelhandel entspannen sich – 2.2.2022
DEUTSCHLAND – KfW: Nachfrage von mittleren Firmen nach Krediten verhalten – 2.2.2022
DEUTSCHLAND – IMMOBILIEN: Der Vorstandschef des weltweit tätigen Immobiliendienstleisters Jones Lang Lasalle (JLL), Christian Ulbrich, glaubt, dass der Immobilienmarkt in Deutschland erneut ein Jahr auf sehr hohem Niveau erreichen kann. – 2.2.2022
DEUTSCHLAND – GEWERKSCHAFTEN – Die acht Mitgliedsgewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) haben im vergangenen Jahr unter dem Strich knapp 130.000 Mitglieder verloren. – 2.2.2022
DEUTSCHLAND – Lindner ermahnt Ministerien „nachdrücklich“ zur Ausgabendisziplin – 2.2.2022
DEUTSCHLAND – FINANZHAUSHALT: Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) sieht sich in den laufenden Haushaltsverhandlungen mit hohen Forderungen nach Mehrausgaben seiner Kabinettskollegen konfrontiert. – 2.2.2022
DEUTSCHLAND – Bundesregierung bringt einmaligen Heizkostenzuschuss auf den Weg – 2.2.2022
DEUTSCHLAND – Lindner will Abschaffung der EEG-Umlage „spätestens bis zur Jahresmitte“ – 2.2.2022
Zur freundlichen Erinnerung:
CORONA – VIROLOGIE – Omikron-Subtyp BA.2 in 57 Ländern nachgewiesen – 2.2.2022
Genf – Ein Subtyp der Omikron-Variante des Coronavirus SARS-CoV-2 breitet sich weltweit rasch aus. Mittlerweile wurde die Untervariante BA.2 nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von gestern in 57 Ländern nachgewiesen.
In einigen Ländern mache die Untervariante inzwischen mehr als die Hälfte aller gesammelten Virusgensequenzen aus. Die WHO betonte, dass es bisher nur wenige Erkenntnisse gebe, wie genau sich BA.2 von den bislang dominanten Subtypen BA.1 und BA.1.1 unterscheidet.
Maria Van Kerkhove, eine der führenden COVID-Expertinnen der WHO, sagte, dass einige anfängliche Daten darauf hindeuteten, dass BA.2 „eine leicht erhöhte Wachstumsrate gegenüber BA.1“ habe.
Allerdings gebe es bisher „keine Anzeichen für eine Veränderung des Schweregrads“ bei BA.2. Sie betonte jedoch, dass COVID-19 unabhängig vom Stamm weiterhin eine gefährliche Krankheit sei und die Menschen eine Ansteckung vermeiden sollten.
Die hochansteckende Omikronvariante macht mittlerweile 93 Prozent aller gesammelten Coronavirusproben aus. Dies umfasst die Untervarianten BA.1, BA.1.1, BA.2 und BA.3. BA.1 und BA.1.1 – die ersten identifizierten Versionen – machen laut WHO immer noch mehr als 96 Prozent der Omikron-Befunde aus, die in die Datenbank der globalen Wissenschaftsinitiative GISAID hochgeladen wurden. © afp/aerzteblatt.de
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/131455/Omikron-Subtyp-BA-2-in-57-Laendern-nachgewiesen
CORONA – FORSCHUNG – Human-Challenge-Trial: SARS-CoV-2 infiziert Menschen schneller als erwartet – 2.2.2022
London – Eine minimale Dosis von SARS-CoV-2, wie sie bereits in einem Tröpfchen Nasensekret enthalten sein kann, hat in einer humanen Challenge-Studie ausgereicht, um die Hälfte der Probanden zu infizieren.
Die ersten Symptome traten nach dem Bericht in Nature Portfolio (2022; DOI: 10.21203/rs.3.rs-1121993/v1) bereits nach 42 Stunden auf und damit früher als bisher angenommen. Die Antigentests bildeten mit einer gewissen Verzögerung zu Beginn der Infektion die Virusausscheidung in der Regel besser ab als ein PCR-Test.
Das „Human Challenge Programm“ hatte schon vor seinem Beginn für Schlagzeilen gesorgt. Die Idee, Menschen absichtlich mit SARS-CoV-2 zu infizieren, um den Verlauf einer COVID-19 Erkrankung zu beobachten, wurde von Medizinethikern als höchst bedenklich eingestuft.
Dabei sind in der Vergangenheit bereits häufiger kontrollierte Infektionen durchgeführt worden, um die Pathogenese verschiedener Krankheiten zu untersuchen, vom gemeinen Schnupfen bis zur Malaria. So lange es sich um behandelbare Erkrankungen handelt, scheint dies zumindest in angelsächsischen Ländern Ethikkommissionen nicht zu stören.
Bei SARS-CoV-2 kann es zwar zu tödlichen Verläufen kommen. Diese waren allerdings bei den 36 Teilnehmern im Alter von 18 bis 29 Jahren nicht zu befürchten, da sie sich in einem guten Gesundheitszustand befanden und keine COVID-19-Risikofaktoren aufwiesen. Alle haben die kontrollierte Infektion nach Auskunft von Christopher Chiu vom Imperial College London und Mitarbeitern gut überstanden.
Vorsichtshalber hatten die Forscher eine niedrige Dosis von 10 TCID50 genommen. Eine TCID50 ist die mediane Virusmenge, mit der sich im Labor eine Zellkultur erfolgreich infizieren lässt. TCID steht für „Tissue Culture Infectious Dose“.
Die Infektion wurde im Royal Free Hospital in London in einem Raum mit negativem Luftdruck durchgeführt, damit die Viren nicht versehentlich an die Umwelt abgegeben werden. Die ersten 10 Teilnehmer erhielten nach dem ersten Auftreten von Symptomen vorsorglich eine Behandlung mit Remdesivir, dem damals einzigen wirksamen Virustatikum, das wie man inzwischen weiß, zu Beginn der Infektion die beste Wirkung erzielt.
Nachdem keiner der ersten 10 Patienten schwer erkrankte, wurde auf die Remdesivir-Infusionen verzichtet. Zu diesem Zeitpunkt stand auch ein erstes Antikörper-Präparat zur Verfügung, das bei einem schweren Verlauf eingesetzt werden sollte. Dies erwies sich allerdings als unnötig, da keiner der Probanden schwer erkrankte. Nur 7 der 36 Teilnehmer (39 %) entwickelten eine Temperatur von 37,8 °C oder höher, bei 5 kam es zu einem Anstieg des C-reaktiven Proteins auf über 5 mg/l.
Die kontrollierten Infektionen wurden vor dem Auftreten der Alpha-Variante durchgeführt. Infiziert wurde mit dem Wildtyp (mit D614G-Mutation). Die Ergebnisse sind deshalb streng genommen nicht auf die derzeitige Omikron-Variante übertragbar.
Bei 18 Teilnehmern (53 %) kam es zu einer Infektion, die sich schneller bemerkbar machte als erwartet. Die Virologen hatten die Inkubationszeit von SARS-CoV-2 beim Wildtyp bisher auf 5 bis 7 Tage geschätzt. Die ersten Viren wurden im Rachenabstrich bereits nach median 40 Stunden (1,67 Tage) mit der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) nachgewiesen.
Im Nasenabstrich wurden sie erst nach median 58 Stunden (2,4 Tage) gefunden. Die Viruslast erreichte im Rachen nach 112 Stunden (4,7 Tage) und in der Nase nach 148 Stunden (6,2 Tage) den Gipfel, sie war in der Nase jedoch höher als im Rachen (8,87 versus 7,65 log10/ml).
Die PCR-Tests blieben länger positiv als erwartet. Bei allen infizierten Teilnehmern waren nach 14 Tagen noch Virusgene nachweisbar. Die Quarantänezeit von 10 Tagen wurde um 5 Tage verlängert. Die Teilnehmer wurden entlassen, nachdem der Ct-Wert eine kritische Grenze von 33,5 erreicht hatte. Bei einer Nachuntersuchung nach 28 Tagen hatten immer noch 6 von 18 Teilnehmern im Nasenabstrich und 2 von 18 im Rachenabstrich einen positiven PCR-Test.
Im Antigentest („lateral flow test“) war die Dauer der Infektion überschaubarer. Die mittlere Dauer betrug 156 Stunden (6,5 Tage) in der Nase und 150 Stunden (6,25 Tage) im Rachen. Seit der Inokulation waren 244 Stunden (10,2 Tage) beziehungsweise 208 Stunden (8,7 Tage) vergangen.
Der Nachweis infektiöser Viren in Zellkulturen gelang aus einem Nasenabstrich zuletzt 12 Tage und aus einem Rachenabstrich zuletzt 11 Tage nach der Inokulation. Dies bedeutet, dass die Antigentests die Infektiosität der Probanden besser abbildeten als die PCR-Tests.
Der PCR-Test fiel allerdings 24 bis 48 Stunden früher positiv aus als der Antigentest. Gegenüber der Viruskultur betrug der Unterschied nur 24 Stunden. Dies bestätigt frühere Beobachtungen, nach denen der Antigentest die Infektion mit einer gewissen Verzögerung anzeigt. Das Ende der Infektion lässt sich aber besser erfassen als mit dem PCR-Test. Nach der letzten positiven Zellkultur blieb der Antigentest noch für 24 bis 72 Stunden positiv. Der PCR-Test kann noch über Tage bis Wochen Virusgene aufspüren.
Das Immunsystem der jungen gesunden Probanden reagierte schnell auf die Infektion. Nach 14 Tagen wurde ein Antikörper-Titer von median 425 erreicht. Nach 28 Tagen war er auf 863,5 angestiegen.
Die ersten Symptome traten 2 bis 4 Tage nach der Inokulation auf. Am häufigsten waren Symptome der oberen Atemwege wie eine verstopfte Nase, Rhinitis, Niesen oder Halsschmerzen. Zu den systemischen Symptomen gehörten Kopfschmerzen, Muskel-/Gelenkschmerzen, Unwohlsein und Fieber.
Den Höhepunkt erreichte die Erkrankung bei den jungen gesunden Erwachsenen nach 112 Stunden – also lange vor der Produktion der Antikörper. Offensichtlich kam das angeborene Immunsystem gut mit der Infektion zurecht.
Bei 12 Teilnehmern (67 %) kam es zu Geruchsstörungen, 9 (50 %) verloren ihren Geruchssinn vorübergehend vollständig. Die Störungen hielten über die Dauer der Infektion an. 1 Teilnehmer hatte nach 180 Tagen noch Geruchsstörungen, befand sich laut den Medizinern jedoch auf dem Weg der Besserung. © rme/aerzteblatt.de
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/131496/SARS-CoV-2-infiziert-Menschen-schneller-als-erwartet
CORONA – FORSCHUNG – Corona – Signatur für lang anhaltenden Immunschutz entdeckt – 2.2.2022
Zürcher Forschende berichten von einer molekularen Signatur, mit der sich der langfristige Immunschutz gegen das Coronavirus bereits während der akuten Infektionsphase abschätzen lässt. Im Fokus stehen sogenannte Gedächtnis-T-Zellen.
Antikörper machen nur einen Teil des Waffenarsenals des Immunsystems aus. Ebenso wichtig sind die T-Zellen: Sie bekämpfen nicht direkt das Virus, sondern erkennen infizierte Zellen und zerstören diese. Ist das Virus besiegt, sterben die allermeisten dieser sogenannten Killerzellen wieder ab. Nur die wenigsten überleben und reifen zu langlebigen Gedächtnis-T-Zellen heran. Bei einer erneuten Infektion können sie das Virus schnell und wirksam bekämpfen.
Forschenden um den Immunologen Onur Boyman, Direktor der Klinik für Immunologie am Universitätsspital Zürich, ist es nun gelungen, SARS-CoV-2-spezifische T-Zellen des Typs „CD8+“ von der akuten Covid-19-Infektion bis zu einem Jahr nach Genesung in Blutproben von 175 Personen zu untersuchen. Von den Ergebnissen berichten sie im Fachmagazin „Nature“.
*** Prognose von Länge des Schutzes könnte möglich werden
Demnach konnten sie eine eindeutige molekulare Signatur identifizieren, die es den T-Zellen erlauben, langlebige Gedächtniszellen zu werden und nicht nach Abklingen der akuten Infektion abzusterben. Die Signatur sei bereits während der akuten Infektion nachweisbar gewesen, teilte die Universität Zürich am Mittwoch mit.
Die Erkenntnisse der Studie könnten möglicherweise dazu dienen, gezielt einen lang anhaltenden Schutz nach Impfung oder Infektion vorauszusagen: „Falls sich die nun identifizierte molekulare Signatur während einer Infektion nicht feststellen lässt, könnte man nach Abklingen der Krankheit impfen“, erklärte Boyman gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Und falls die Signatur nach einer Impfung nicht auftrete, könnten etwa mehr Impfdosen verabreicht oder die Inhaltsstoffe der Vakzine angepasst werden – „bis wir die molekulare Signatur sehen“.
Anzunehmen sei auch, dass die Bildung dieser Gedächtnis-T-Zellen dafür verantwortlich sei, dass die derzeit verfügbaren Impfstoffe auch gegen Omikron einen hohen Schutz vor Hospitalisierung und Tod bieten. „Denn für CD8+-T-Zellen spielen einzelne Mutationen auf dem Spikeprotein des Coronavirus eine geringere Rolle als für Antikörper“, so der Immunologe.
Service: https://www.nature.com/articles/s41586-021-04280-x
https://science.apa.at/power-search/17044059711123747671
CORONA – FORSCHUNG – Gezielt Corona-infiziert: Erste Ergebnisse nach umstrittener Studie – Human-Challenge-Studien – 2.2.2022
Ein Jahr nach Beginn einer Studie, bei der Freiwillige mit dem Coronavirus infiziert worden sind, hat das Imperial College in London erste Ergebnisse vorgestellt. „Aus wissenschaftlicher Sicht bieten diese Studien einen Vorteil, da der Zeitpunkt der Ansteckung genau bekannt ist und daher Dinge wie das Intervall zwischen dem Kontakt und der Art der Viruslast genau beschrieben werden können“, sagte Jonathan Van-Tam, medizinischer Berater der britischen Regierung, am Mittwoch.
Die Regierung in London hatte die Forschung unterstützt. Unter Medizinethikern sind die sogenannten Human-Challenge-Studien jedoch extrem umstritten. Die britische Studie gilt als weltweit erste, die im Zusammenhang mit Covid-19 auf diese Weise geforscht hat.
Human Challenge Trials, bei denen gesunde Menschen einem Erreger ausgesetzt werden, kamen in der Vergangenheit zum Beispiel bei der Entwicklung von Grippe- und Malaria-Impfstoffen zum Einsatz. Allerdings wurde den Probanden dabei – anders als bei der britischen Studie – zunächst ein potenzieller Wirkstoff verabreicht.
Den ersten Ergebnissen des Imperial College London zufolge, die in dieser Woche als noch nicht von Experten begutachtete Preprint-Studie veröffentlicht wurden, soll die Inkubationsphase des Coronavirus kürzer sein als zuvor angenommen – im Schnitt traten schon zwei Tage nach der Ansteckung bei Probanden Symptome auf. Allerdings beziehen sich die Ergebnisse weder auf Omikron noch auf Delta, sondern auf früher verbreitete Varianten des Virus. Die Autoren sehen jedoch Potenzial für schnelle Erkenntnisse über weitere Varianten, den Ablauf der Ansteckung und Erkrankung sowie die Anpassung von Impfstoffen.
Service: Pre-Print-Studie: https://www.researchsquare.com/article/rs-1121993/v1
https://science.apa.at/power-search/16227809414193533576
CORONA – IRRATIONAL – COVID-19: Impfverweigerung korreliert mit Kindheitstrauma – 2.2.2022
Bangor/Wraxham – Menschen, die in ihrer Kindheit mindestens 4 Arten von Traumata erlebt haben, zögern 3 Mal so häufig, sich impfen zu lassen, als jene ohne Traumataerfahrungen. Diese Korrelation fanden Forschende in einer landesweiten repräsentativen Umfrage unter mehr als 2.200 Erwachsenen in Wales. Die Ergebnisse wurden in BMJ Open publiziert (2022; DOI: 10.1136/ bmjopen-2021-053915).
Einige Studien deuten darauf hin, dass Misshandlungen in der Kindheit das späteres Vertrauen untergraben können, auch in das Gesundheitswesen und andere öffentliche Dienste. Eine Telefonumfrage sollte Aufschluss darüber geben, ob Traumata mit dem aktuellen Vertrauen in das Gesundheitssystem, dem Einhalten von COVID-19-Beschränkungen und der Impfskepsis zusammenhängen.
Im Befragungszeitraum zwischen Dezember 2020 und März 2021 waren Beschränkungen zur Eindämmung der Ausbreitung der COVID-19-Infektion in Kraft gewesen.
Gut die Hälfte (52 %, n =1.185) der Befragten gab an, dass sie kein Kindheitstrauma erlebt hatten. Etwa jeder 5. hatte eine Art von Trauma erlebt, etwa jeder 6. hatte laut eigenen Aussagen 2 bis 3 verschiedene Arten von Traumata erlebt und jeder 10. Befragte (n = 235) berichtete von 4 oder mehr Traumata.
Befragte, die wenig oder gar kein Vertrauen in die COVID-19-Informationen des National Health Service (NHS) hatten und staatliche Einschränkungen als sehr ungerecht empfanden, sprachen sich eher für die sofortige Aufhebung der Vorschriften zur sozialen Distanzierung und zur obligatorischen Gesichtsbedeckung aus (etwa 4 % versus 30 %).
Zudem berichteten 42,11 % der Befragten, die ein geringes Vertrauen in die COVID-19-Informationen des NHS hatten, dass sie zögern würden, sich impfen zu lassen. Hingegen fanden sich unter den Impfbefürwortern nur knapp 6 %, die dieser Informationsquelle misstrauen. Außerdem gaben sie häufiger an, die Vorschriften gelegentlich missachtet zu haben als jene, die den NHS-Informationen vertrauten (42,11 % versus 24,86 %).
Ebenfalls 42,11 % derjenigen, die den NHS-COVID-19-Informationen nicht vertrauten, gaben zu, die Vorschriften gelegentlich zu missachten. Jene, die dem Gesundheitssystem vertrauten, hielten sich zu fast 25 % gelegentlich nicht an die Coronaregeln.
Je mehr Kindheitstraumata, je weniger Vertrauen
Einen Zusammenhang entdeckten die Forschenden auch bei zunehmenden Kindheitstraumata und einem geringen Vertrauen in die NHS-COVID-19-Informationen, dem Gefühl, dass die staatlichen Beschränkungen unfair sind, dass man sich diesen gelegentlich wiedersetze und dem Wunsch nach einer Abschaffung der obligatorischen Gesichtsbedeckung. Wer sich gegen eine obligatorische Gesichtsbedeckung positionierte gab in der Telefonumfrage auch 4 Mal häufiger an mindestens 4 Arten von Kindheitstraumata erlebt zu haben, im Vergleich zu jenen, die keine Traumataerfahrungen erlebt hatten (14,04 % versus 3,46 %).
Auch die Zahl der Impfgegner nahm mit Zunahme der verschiedenen Arten von Traumata zu: Unter denjenigen, die angaben, keine Kindheitstraumata erlebt zu haben, zögerten fast 5 % sich impfen zu lassen. Unter jenen mit einer Art von Traumata, waren es gute 7 %, bei 2 bis 3 Arten von Traumata gute 10 % und jene, die 4 oder gar mehr Arten von Traumata in ihrer Kindheit erlebt hatten, äußerten sich in 19,15 % der Fälle skeptisch gegenüber Impfungen. Die adjustierte Odds-Ratio für eine Impfskepsis bei mindestens 4 Kindheitstraumata im Vergleich zu keinen Traumata betrug 3,11 (Konfidenzintervall 2,00 – 4,82, p<0,001).
Das Alter war ebenfalls mit einer eher impfskeptischen Haltung verbunden. Die Forschenden schätzen, dass das Misstrauen in die COVID-19-Impfung von 3,42 % bei älteren Menschen (≥70 Jahre) ohne Traumataerfahrungen in der Kindheit reicht bis hin zu 38,06 % Impfskepsis bei jüngeren Befragten (18 bis 29 Jahre) mit 4 oder mehr Traumata.
Die Differenzen wurden unter Berücksichtigung soziodemografischer Faktoren, früherer COVID-19-Infektion oder Langzeiterkrankungen erhoben. Einschränkend geben die Autoren zu bedenken, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt und eine Ursache daher nicht eindeutig festgestellt werden könne.
Die Rücklaufquote lag vergleichbar mit anderen telefonischen Umfragen bei etwa 36 % und die Ergebnisse beruhten auf persönlichen Erinnerungen. Frauen waren überrepräsentiert, während Angehörige ethnischer Minderheiten unterrepräsentiert waren. © gie/aerzteblatt.de
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/131409/COVID-19-Impfverweigerung-korreliert-mit-Kindheitstrauma
CORONA – CYBERKRIMINALITÄT – Männer in Pandemie eher „Sextortion“-Opfer – Cyber-Epressung trifft laut Florida International University eher Minderheiten und queere Personen – 2.2.2022
Miami (pte004/02.02.2022/06:15) – Männer waren während der COVID-Pandemie doppelt so häufig Oper von „Sextortion“, einer Form der Epressung, bei der Kriminelle mit der Online-Veröffentlichung pikanter Fotos, Videos und persönlicher Daten drohen, wie Frauen. Das zeigt eine aktuelle US-Studie. Ebenfalls überhäufig betroffen waren laut Erstautorin Asia Eaton, Psychologin an der Florida International University http://fiu.edu , und ihren Kollegen junge Menschen, Minderheiten und Angehörige der LGBTQ-Community.
*** Mehr online, weniger wählerisch
Wütende Ex-Lover, Webcam-Hacker oder Dating-Scammer: Es gibt ein breites Spektrum an potenziellen Tätern, die mit der Veröffentlichung freizügiger Aufnahmen drohen können. Da sich im Pandemie-Lockdown das Leben verstärkt in die digitale Welt verlagert hat, ist das Risiko zusätzlich gestiegen. Seit Pandemie-Beginn waren laut der Studie mit über 2.000 Befragten 2,3 Prozent der Frauen und gar 4,5 Prozent der Männer von Sextortion betroffen. Der deutliche Unterschied zwischen den Geschlechtern mag Eaton zufolge an einer Reihe von Faktoren liegen.
„Jüngste Forschungsergebnisse haben geschlechtsspezifische Unterschiede bei unbezahlter Pflegearbeit und haushaltsbezogener Arbeit seit Beginn der Pandemie hervorgehoben“, sagt die Psychologin in einer Aussendung. Es scheint also plausibel, dass Männer in der Pandemie einfach mehr Zeit online verbracht haben und daher eher mit Erpressern in Berührung kommen konnten. Zudem seien Männer in Sachen Dating tendenziell „weniger wählerisch“, so Eaton, weshalb sie ganz allgemein eher Opfer von Online-Liebesbetrug werden. Eine Variante davon ist eben, das Ziel zum Teilen von Bildern oder Videos zu verleiten, die dann der Erpressung dienen.
*** Diverse Risikogruppen im Blick
Doch nicht nur Männer werden der Studie zufolge überhäufig Sextortion-Opfer. Unter den Frauen sind Schwarze und Ureinwohnerinnen siebenmal eher betroffen als Weiße. LGBTQ-Personen wiederum erwischt es dreimal so häufig wie Heterosexuelle. Auch zeigte sich, dass Menschen von 18 bis 29 Jahren öfter derart erpresst werden als Ältere. Dies könne damit zusammenhängen, dass diese eher mit neuer Technologie experimentieren. Zudem wurden Opfer realweltlicher sexueller Gewalt vor der Pandemie während der Pandemie eher auch noch Sextortion-Opfer.
Zur Studie „The Relationship between Sextortion during COVID-19 and Pre-pandemic Intimate Partner Violence: A Large, Study of Victimization among Diverse U.S Men and Women“: http://tandfonline.com/doi/full/10.1080/15564886.2021.2022057
https://www.pressetext.com/news/20220202004
CORONA – INTERNATIONAL – WHO warnt vor zu frühem Ende von Schutzmaßnahmen . 2.2.2022
Genf – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor dem verfrühten Ende von Coronaschutzmaßnahmen. Es sei voreilig, das Virus für besiegt zu halten, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus gestern in Genf.
Seit dem Auftauchen der Omikron-Variante vor etwa zehn Wochen seien fast 90 Millionen neue Infektionen gemeldet worden – mehr als im ganzen Jahr 2020. „Wir sehen jetzt einen sehr besorgniserregenden Anstieg der Todeszahlen in den meisten Weltregionen.“
Die WHO sei besorgt, dass manche Regierungen es nicht mehr für nötig hielten, das Infektionsrisiko weiter durch Vorschriften wie Maske tragen oder Abstand halten zu reduzieren.
Dies werde damit begründet, dass die Impfraten relativ hoch seien und Omikron sehr viele Menschen anstecke, aber wenig schwere Krankheitsverläufe verursache. Das sei völlig falsch, sagte Tedros. „Dieses Virus ist gefährlich, und es verändert sich weiter direkt vor unseren Augen.“
Länder mit hohen Impfraten und guten Gesundheitssystemen könnten sich allerdings bald dem Ende der akuten Phase der Pandemie nähern, sagte WHO-Notfallkoordinator Mike Ryan.
Doch müsse jede Regierung ihre Impfrate sowie die Immunität innerhalb der Bevölkerung nach durchgemachter Infektion und die Stärke des Gesundheitswesens in Betracht ziehen. Besonders gefährdete Menschen sollten weiter Masken tragen – auch, wenn dies nicht mehr vorgeschrieben sei. © dpa/aerzteblatt.de
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/131447/WHO-warnt-vor-zu-fruehem-Ende-von-Schutzmassnahmen
INTERNATIONAL – Weitere Länder lockern Coronaregeln – 2.2.2022
el Aviv/Oslo – Norwegen, Frankreich und Israel haben nach zuletzt Dänemark und Großbritannien den Wegfall großer Teile der Coronabeschränkungen angekündigt.
In Israel benötigen die Menschen im Land bald nur noch für sehr große Veranstaltungen mit hohem Ansteckungsrisiko den sogenannten „Grünen Pass“ für Geimpfte oder Genesene, wie das Coronakabinett gestern Abend beschloss. Zu diesen Events gehören etwa Feiern und Hochzeiten. Restaurants, Kinos und Hotels dürfen künftig aber auch wieder von Ungeimpften besucht werden.
Außerdem soll durch die Lockerungen, die ab dem kommenden Sonntag gelten sollen, die Testpflicht bei der Ausreise aus Israel wegfallen. Israels Infektionszahlen sind im Vergleich zur Vorwoche zwar leicht gesunken. Vorgestern wurden aber dennoch knapp 68.000 neue Coronafälle erfasst.
Vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen in Israel mit mehr als 85.000 einen Höhepunkt seit Beginn der Pandemie erreicht. Einige Experten gehen inzwischen aber davon aus, dass Israel den Höhepunkt der Omikron-Welle bereits hinter sich hat. Die Zahl der Coronaschwerkranken im Land steigt dennoch weiter an.
In Norwegen gab es von gestern Abend an unter anderem keine Begrenzungen für den Ausschank von alkoholischen Getränken mehr. Der Breitensport und andere Freizeitaktivitäten können nach Regierungsangaben ohne Einschränkungen wieder voll aufgenommen werden, Kinos, Theater und Kirchen können wieder voll besetzt sein. Teilnehmerbeschränkungen werden für Zusammenkünfte ebenso aufgehoben wie die Testpflicht für Einreisende.
Die Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und in anderen Situationen mit möglichem Gedränge bleibt dagegen bestehen, wie Ministerpräsident Jonas Gahr Støre gestern Abend sagte. Die generelle Ein-Meter-Abstandsregel bleibt ebenfalls bis auf Weiteres in Kraft. „Heute sind wir endlich dorthin gekommen, dass wir viele der Infektionsschutzmaßnahmen aufheben können, mit denen wir den Winter über gelebt haben“, sagte Støre.
Man wisse nun, dass die Krankheitslast durch die Omikron-Variante des Coronavirus geringer sei und die Impfstoffe sehr vielen Menschen in Norwegen einen guten Schutz lieferten. Deshalb könne man viele Maßnahmen aufheben, obwohl die Neuinfektionszahlen schnell steigen. Um die Kontrolle zu behalten, müssten jedoch einige Maßnahmen bleiben. Die norwegische Regierung strebt an, die letzten Beschränkungen bis zum 17. Februar aufzuheben – wenn sich die Lage wie erwartet weiter entwickelt.
Ungeachtet einer Inzidenz von knapp 3.500 hat Frankreich mehrere Auflagen gelockert. Seit heute ist die Maskenpflicht im Freien aufgehoben. Homeoffice – wo es möglich ist – ist nicht mehr vorgeschrieben, bleibt aber empfohlen. Bei Veranstaltungen gelten keine Teilnehmerobergrenzen mehr. Die Regierung hatte die Lockerungen Ende Januar mit dem Hinweis auf die geringere Gefährlichkeit der Omikron-Variante des Coronavirus angekündigt.
Präsident Emmanuel Macron mahnte dennoch zur Wachsamkeit. „Wir müssen vorsichtig bleiben, denn der Druck in den Krankenhäusern ist noch sehr hoch“, sagte er in einem veröffentlichten Interview mit der Zeitung La Voix du Nord. Es wäre falsch zu denken, dass wir die Epidemie hinter uns haben.“
Bei einer Sitzung des Coronakrisenstabs im Elysée sollen heute mögliche Lockerungen an Schulen nach den Winterferien besprochen werden. Bislang sind nur etwa vier Prozent der fünf- bis elf-Jährigen in Frankreich geimpft. In zwei Wochen sind bereits weitere Lockerungen vorgesehen. So sollen die seit dem 10. Dezember geschlossenen Diskotheken wieder öffnen. Konzertveranstalter dürfen Stehplätze anbieten und – in Frankreich besonders wichtig – Kaffeetrinken an der Theke wird wieder erlaubt.
Ab Mitte Februar verringert sich zudem die Frist für die Auffrischimpfung auf vier Monate. Ausgenommen von der Pflicht zur Boosterimpfung sind 16- und 17-Jährige. Ausnahmen sind vorgesehen, wenn jemand aus dringenden gesundheitlichen oder familiären Gründen reisen muss.
Seit etwa einer Woche sinken die Fallzahlen in Frankreich. Derzeit werden aber noch immer mehr als 300.000 Neuinfektionen täglich gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Intensivpatienten liegt stabil bei etwa 3.700. Die Omikron-Variante macht inzwischen knapp 99 Prozent aller Fälle aus. © dpa/aerzteblatt.de
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/131468/Weitere-Laender-lockern-Coronaregeln
CORONA – USA – FDA drängt Pfizer: In den USA könnten bald auch Kinder unter 5 Jahren geimpft werden – 2.2.2022
Silver Spring/Maryland – Der Hersteller Pfizer hat – offenbar auf ausdrücklichen Wunsch der US-Arzneimittelbehörde FDA – die Zulassung des mRNA-Impfstoffs Comirnaty (BNT162b2) für Kleinkinder im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren beantragt, obwohl die klinischen Studien nicht abgeschlossen sind und erste Ergebnisse die Wirksamkeit dem Vernehmen nach nicht sicher belegen.
Eine außerplanmäßige Gutachtertagung, auf der externe Experten ihr Votum abgeben sollen, ist auf den 15. Februar anberaumt. Die Impfkommission der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) könnte noch am gleichen Tag entscheiden. Die American Academy of Pediatrics (AAP) würde eine schnelle Zulassung begrüßen.
Die Zahl der Infektionen bei Kindern ist seit dem Beginn der Omikron-Welle auch in den USA stark gestiegen. Allein im Januar wurden 3,5 Millionen pädiatrische Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind damit 10,6 Millionen Kinder an COVID-19 erkrankt, mehr als 1,6 Millionen dieser Fälle sind bei Kindern unter 4 Jahren aufgetreten. Dabei handelt es sich nicht nur um leichte Fälle. Kinder unter 4 Jahren machten Mitte Januar 3,2 % aller Krankenhauseinweisungen aufgrund von COVID-19 aus.
Damit ist offenbar der politische Druck auf die FDA gestiegen, die Indikation von BNT162b2, der als 1. Impfstoff in den USA bei Kindern und Jugendlichen zugelassen wurde, zu erweitern. Bisher darf der Impfstoff erst ab einem Alter von 5 Jahren eingesetzt werden.
Normalerweise geht die Initiative für eine Zulassung vom Hersteller aus. Aus einem Twitter-Eintrag der FDA-Leiterin Janet Woodcock geht jedoch hervor, dass die Behörde die Firma gebeten habe, den geplanten Antrag auf eine erweiterte Zulassung vorzuziehen, auch wenn noch keine abschließenden Ergebnisse vorliegen.
Pfizer hatte im Rahmen der laufenden Zulassungsstudie begonnen, auch Kinder im Alter von 6 Monaten bis unter 5 Jahren zu impfen. Die Kinder hatten wie die älteren Teilnehmer 2 Dosen im Abstand von 21 Tagen erhalten, wenn auch in einer deutlich niedrigeren Dosierung von 3µg BNT162b2. Die Dosierung für 5- bis 11-Jährige beträgt 10µg, ab 12 Jahren werden 30 µg pro Dosis verimpft.
Die Studie ist noch nicht abgeschlossen. Doch eine Immunogenitätsanalyse in einer Untergruppe hatte im Dezember darauf hingedeutet, dass 2 Injektionen vermutlich keine ausreichende Immunität erzeugen. Der Hersteller kündigte am 17. Dezember in einer Pressemitteilung an, dass Kinder unter 5 Jahren in der Studie künftig eine 3. Dosis erhalten sollen. Sie soll im Abstand von mindestens 2 Monaten nach der 2. Dosis erfolgen.
Bisher wurden noch keine Daten zur Wirksamkeit oder Sicherheit von BNT162b2 in der jüngsten Altersgruppe publiziert. Die New York Times will jedoch erfahren haben, dass es bei Kindern im Alter von 2 bis 4 Jahren zu einer um 57 % niedrigeren Rate von Infektionen gekommen ist. In der Altersgruppe von 6 Monaten bis 2 Jahren soll die Impfstoffwirksamkeit 50 % betragen haben. Insgesamt sollen weniger als 100 Fälle aufgetreten sein (wohl in Impfstoffgruppe und Placeboarm zusammen) und die Ergebnisse seien deshalb statistisch nicht signifikant gewesen.
Sollte dies zutreffen, dann dürfte der Hersteller sich am 15. Februar auf der Tagung des „Vaccines and Related Biological Products Advisory Committee“ der FDA in erster Linie auf Daten zur Sicherheit stützen. Daten hierzu könnten vorliegen, da die Nebenwirkungen in den ersten Tagen nach der Impfung auftreten und deshalb schneller zu erfassen sind als die Wirksamkeit, die sich erst in den folgenden Wochen und Monaten durch eine geringere Zahl von Erkrankungen zeigt.
Die Pressemitteilung des Herstellers vermittelt den Eindruck, als würde sich Pfizer vor allem auf die guten Erfahrungen in den anderen Altersgruppen stützen wollen. Die bereits Anfang November vorgestellten Ergebnisse zu Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren haben eine gute Verträglichkeit bei Kindern belegt. Ernsthafte Sicherheitsprobleme sind nicht aufgetreten.
Zum Risiko von Myokarditiden dürfte es noch keine Daten geben. Die Nebenwirkung ist so selten, dass sie in klinischen Studien in der Regel nicht beobachtet wird. In der Datenbank VAERS von FDA und CDC ist es nach den ersten 8,7 Millionen Impfungen von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren nur zu 11 bestätigten Meldungen einer Myokarditis gekommen. Auch dies spricht für die Sicherheit des Impfstoffs bei Kindern.
Daten zur Wirksamkeit der 3. Dosis werden erst für die kommenden Monate erwartet. Der Hersteller kündigte an, nur die Zulassung der ersten beiden Dosen zu beantragen. Zur 3. Dosis soll später ein weiterer Antrag gestellt werden.
Die American Academy of Pediatrics begrüßte den Plan von FDA und CDC. Die Kinderärzte im Land hätten in den letzten Wochen aus erster Hand erfahren, wie sehr die Familien kleiner Kinder auf einen Impfstoff warten.
Die Impfbereitschaft hat sich in den USA allerdings bisher in Grenzen gehalten. Nach CDC-Angaben sind in der Altersgruppe der 5 bis 11-Jährigen nur etwa 22 % vollständig geimpft. © rme/aerzteblatt.de
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/131483/FDA-draengt-Pfizer-In-den-USA-koennten-bald-auch-Kinder-unter-5-Jahren-geimpft-werden
CORONA – TÜRKEI – Türkei meldet mehr als 100.000 Coronafälle unter ihren 84 Mio. Einwohnern – 2.2.2022
Istanbul – Die Türkei hat zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie die Marke von 100.000 neuen Coronafällen an einem Tag überschritten. Das Gesundheitsministerium in Ankara meldete gestern Abend zudem 198 Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 in 24 Stunden.
Die Türkei hat mit rund 84 Millionen Einwohnern eine ähnlich große Bevölkerung wie Deutschland. Beschränkungen im öffentlichen Leben bestehen zurzeit kaum. Dem Gesundheitsministerium zufolge sind rund 84 Prozent der über 18-Jährigen mindestens zweimal geimpft.
Das Land setzt den chinesischen Impfstoff Sinovac, den von Biontech/Pfizer sowie das selbst entwickelte Präparat Turkovac ein.
Die Türkische Ärztevereinigung TTB kritisiert, dass zu wenige Daten zu dem einheimischen Impfstoff veröffentlicht worden seien. Wie in vielen anderen Ländern ist auch in der Türkei die hoch ansteckende Omikron-Variante dominierend. © dpa/aerzteblatt.de
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/131469/Tuerkei-meldet-mehr-als-100-000-Coronafaelle
CORONA – ÖSTERREICH – Zwei Drittel der Österreicher gegen Omikron immun – Großteil der Infektionen unentdeckt – Revision: Modellrechnungen mit Unsicherheiten behaftet – Infektionswelle erhöhte Immunität – Jeder 14. ohne Immunschutz – 2.2.2022
Gut zwei Drittel der Menschen in Österreich dürften bereits gegen die Omikron-Variante des Coronavirus immun sein. Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Modellrechnung des Teams um Niki Popper. Ausschlaggebend dafür sind vor allem die zahlreichen Neuinfektionen der vergangenen Wochen. Damit dürfte der Höhepunkt der aktuellen Infektionswelle nun überschritten sein. Allerdings verweist Popper gegenüber der APA auf die Unsicherheit durch die neue Omikron-Variante BA.2.
Der Modellrechnung zufolge sind aktuell 67 Prozent der Menschen in Österreich gegen eine Infektion mit dem Omikron-Virus geschützt. Das sind um gut 20 Prozentpunkte mehr als noch vor einem Monat. Etwa ein Fünftel der Bevölkerung (19 Prozent) profitiert demnach von der Impfung, ein knappes Drittel (32 Prozent) hat seinen Immunschutz sowohl durch die Impfung als auch durch eine Infektion erhalten. Weitere 16 Prozent sind ungeimpft, haben aber eine Infektion hinter sich und dadurch Omikron-spezifische Antikörper aufgebaut.
*** Großteil der Infektionen unentdeckt
Die Modellrechnung geht davon aus, dass der Großteil der Infektionen nicht entdeckt wird. Demnach sind aktuell etwas mehr als 890.000 mit dem Omikron-Virus infiziert, wovon nur etwas mehr als ein Drittel (328.000 Fälle) in der offiziellen Infektionsstatistik aufscheint. Die Zahl der aktiven Infektionen mit der Omikron-Variante BA.2 schätzt Popper auf knapp 124.000, davon sogar 85 Prozent unentdeckt (105.000 Fälle).
*** Revision: Modellrechnungen mit Unsicherheiten behaftet
Allerdings betont Popper, dass die Modellrechnung bezüglich der neuen Variante noch mit zahlreichen Unsicherheiten behaftet ist. Daher sei derzeit noch unklar, ob der neue Subtyp eine Verlängerung der aktuellen Infektionswelle oder eine neue Welle auslösen könne.
Wie schwer neue Virusvarianten für die Modellrechner einzuschätzen sind, zeigt auch der Rückblick auf die letzte Modellrechnung vom 1. Jänner. Damals kam Popper auf Basis britischer und dänischer Daten nämlich zum Ergebnis, dass bereits 55 Prozent der österreichischen Bevölkerung gegen das damals neue Omikron-Virus geschützt waren. Tatsächlich stellte sich nun durch Einberechnung der seither gemessenen österreichischen Daten heraus, dass es nur 45 Prozent waren.
*** Infektionswelle erhöhte Immunität
Durch die hohe Infektionswelle ist der Immunschutz gegen Omikron seither auf 67 Prozent angewachsen. Deutlich stärker ist der Immunschutz gegen die (mittlerweile allerdings von Omikron verdrängte) Delta-Variante: gegen sie sind 86 Prozent der Bevölkerung immunisiert.
*** Jeder 14. ohne Immunschutz
Was die Modellrechnung ebenfalls zeigt: Aktuell gibt es nur noch sieben Prozent der Bevölkerung, die keinerlei Immunschutz gegen das Coronavirus aufgebaut haben. Der Rest habe – sei es durch eine Impfung oder eine vergangene Infektion – in irgendeiner Form „Immunkompetenz“ aufgebaut, sagte Popper. „Das ist der Grund, warum die Krankenhauszahlen im Moment so niedrig sind“, betonte der Modellrechner des Unternehmens dwh, einem Spin-off der Technischen Universität (TU) Wien.
https://science.apa.at/power-search/305846973670132274
CORONA – ÖSTERREICH – Vorläufiger Höhepunkt bei Corona-Fallzahlen wohl erreicht – 2.2.2022
Das Covid-Prognosekonsortium geht davon aus, dass in der laufenden Woche der vorläufige Höhepunkt in der Omikron-Welle erreicht wird. Die täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus dürften sich den Berechnungen zufolge bis zum Wochenende bei rund 33.000 einpendeln und bis Mitte kommender Woche auf diesem Niveau bleiben. Als Punktschätzer wird von den Experten für den 9. Februar ein Wert von 32.875 mit einer Schwankungsbreite zwischen 26.350 und 43.379 angenommen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner, Anm.) sollte am kommenden Mittwoch zwischen 2.100 und 3.400 zu liegen kommen. Der Mittelwert – 2.600 – läge sogar eine Spur unter der aktuellen Sieben-Tage-Inzidenz, die am Mittwoch 2.645,1 betrug. Die – an sich erfreuliche – Prognose ist allerdings mit einer Unsicherheit behaftet. „Schuld“ daran ist der Omikron-Subtyp BA.2, der hierzulande zusehends das Infektionsgeschehen prägt.
„Durch den Einfluss des ansteckenderen und immunevasiveren (möglicherweise impfresistenter, Anm.) Omikron Subtyps BA.2 kann ein neuerlicher, durch diese Variante getriebener Fallanstieg innerhalb der nächsten Wochen nicht ausgeschlossen werden“, heißt es in der Prognose. Und weiter: „Genauere Informationen zur aktuellen BA.2 Prävalenz in Österreich sind notwendig, um modellieren zu können, inwiefern es in den nächsten Wochen zu Rückgängen oder neuerlichen Anstiegen im Infektionsgeschehen kommen wird.“
*** Plateaubildung bei Covid-Patienten in Spitälern
Auf Basis der aktuellen Prognose ist jedenfalls auch in den Spitälern mit einer „Plateaubildung“ bei den Covid-19-Patientinnen und -Patienten zu rechnen. Am kommenden Mittwoch erwarten die Experten – jeweils als berechneten Punktschätzer – 209 Schwerkranke auf Intensivstationen (Schwankungsbreite: 181 bis 241) und 1.560 Patientinnen und Patienten auf Normalstationen (Schwankungsbreite: 1.400 bis 1.800). Diese Zahlen dürften laut Prognosekonsortium in der darauf folgenden Woche auf annähernd demselben Niveau bleiben. Zum Vergleich: am heutigen Mittwoch sind bei 39.410 behördlich bestätigten Neuinfektionen binnen 24 Stunden und einem Sieben-Tages-Schnitt von 33.753 Fällen 185 Covid-Kranke auf Intensivstationen und 1.512 auf Normalstationen behandelt worden.
Was die Infektionszahlen in den einzelnen Bundesländer anlangt, dürfte Tirol mit einer erwarteten Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 2.800 und 4.600 in der kommenden Woche ganz vorne liegen. Nicht viel besser wird sich die Entwicklung in Vorarlberg gestalten, wo die Inzidenz zwischen 2.600 und 4.300 aufschlagen wird. In der Bundeshauptstadt, wo mit 3.181,2 am Mittwoch die höchste Inzidenz verzeichnet wurde, ist laut Prognosekonsortium dagegen mit Sicherheit mit keinem weiteren Anstieg zu rechnen. Am kommenden Mittwoch wird für Wien eine Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 1.940 und 3.200 vorhergesagt, womit man sogar unter dem Österreich-Schnitt liegt. Die geringste Inzidenz aller Bundesländer wird in Niederösterreich erwartet – sie sollte zwischen 1.700 und 2.800 ausmachen. Gute Chancen, unter der 3.000-er-Marke zu bleiben, hat mit einer Schwankungsbreite zwischen 1.900 und 3.100 auch Kärnten.
Das Konsortium betont in seiner Vorschau, dass es neben den Unklarheiten bezüglich des Omikron-Subtyps BA.2 weitere Unwägbarkeiten bei der Erstellung der Rechenmodellen gibt. Die Effekte der geplanten bzw. beschlossenen Öffnungsschritte lassen sich schwer einschätzen, insofern waren sie für die aktuelle Prognose „noch nicht maßgeblich“.
https://science.apa.at/power-search/1527872100798288322
CORONA – ÖSTERREICH – Gewerkschaft gegen 2G-Regelung an Unis – 2.2.2022
Die Universitätengewerkschaft spricht sich gegen die Einführung einer 2G-Regel an den Unis aus. Der Gesetzgeber habe im allgemeinen Bereich Arbeitsplätze vom Geltungsbereich der Impfpflicht bewusst ausgenommen, heißt es in einer Aussendung. Zwar könnten die Universitäten ihre Vorgaben autonom regeln – eine 2G-Regel sei aber abgesehen von Medizin-Unis und „vulnerablen Fachbereichen der Kunst“ wie Gesang, Blasinstrumente und Schauspiel unverhältnismäßig.
Die Bundesvertretung des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals an den Unis in der GÖD unterstützt zwar Impfungen „als Akt der Solidarität, des Schutzes von Vulnerablen und des Selbstschutzes“. Man appelliere aber „an den Sachverstand der Universitätsleitungen bei Überlegungen zur betrieblichen 2G-Regelung“.
Trotz Möglichkeit zur autonomen Regelung müssten die Unis ihre Vorkehrungen unter dem Aspekt der Verhinderung der Verbreitung von Covid-19 faktenbasiert sachlich begründen können, argumentieren die Gewerkschafter. Tatsächlich liege aber die durchschnittliche Durchimpfungsrate der Universitätsangehörigen um deutlich mehr als zehn Prozentpunkte höher als jene in der Gesamtbevölkerung. Eine sachliche Begründung zur Verschärfung der 3G-Regel am Arbeitsplatz werde daher abgesehen von Medizin und Kunst meist nicht vorliegen. Im Klagsfall könnten daher Regressansprüchen von Studierenden sowie „arbeitsrechtlich kostspielige Konsequenzen“ drohen.
Eine 2G-Regel gibt es derzeit nur an der Universität Klagenfurt, an der Wirtschaftsuniversität (WU) soll eine solche im Sommersemester in Kraft treten. Am Donnerstag berät die Universitätenkonferenz (uniko) über das Thema.
https://science.apa.at/power-search/9935545505405938459
CORONA – CORONA – Meiste Schulregeln bleiben aufrecht – 2.2.2022
Trotz der ersten Lockerungen bei den Schulmaßnahmen bleiben die meisten Corona-Regeln in diesem Bereich aufrecht. Lediglich die Maskenpflicht für Volksschüler am Sitzplatz fällt ab 14. Februar weg, bereits ab 7. Februar muss in allen Schulstufen beim Turnunterricht im Schulgebäude keine Maske mehr getragen werden (im Freien ist das schon jetzt nicht der Fall).
Bis 28. Februar (Montag nach Ende der letzten Semesterferien-Staffel) gilt noch die sogenannte Sicherheitsphase: Unter anderem müssen also alle Schülerinnen und Schüler unabhängig vom Impfstatus weiter dreimal pro Woche testen, mindestens einmal mittels eines PCR-Tests (ab 7. Februar bzw. in Wien schon jetzt zweimal). Außerdem ist die Präsenzpflicht ausgesetzt – Eltern können ihre Kinder also auch ohne ärztliches Attest entschuldigen.
Schüler ab der AHS-Unterstufe bzw. Mittelschule müssen weiterhin im gesamten Schulhaus und auch im Unterricht eine Maske (ab der Oberstufe FFP2) tragen. In der Volksschule kann diese ab 14. Februar am Sitzplatz abgenommen werden.
Weiter untersagt sind beim Turnen jene Übungen, bei denen Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum in direktem Kontakt stehen. Außerdem soll der Turnunterricht nach Möglichkeit weiter im Freien stattfinden.
*** Weiterhin keine Schulveranstaltungen
Nach wie vor sind Schulveranstaltungen wie Skikurse, Wandertage etc. verboten. Außerdem dürfen externe Personen nur eingeschränkt an die Schulen – Sportangebote mit Vereinen sind etwa (außer an Schulen für Leistungssport) untersagt, gleiches gilt für Musikangebote. Elternsprechtage und Tage der offenen Türe dürfen nur digital stattfinden.
Bei einem einzigen Corona-Fall in der Klasse geht der Präsenzunterricht (ohne den betroffenen Schüler) weiter. Allerdings müssen die übrigen Kinder dann fünf Tage lang täglich getestet werden. Tritt innerhalb von drei Tagen ein weiterer Corona-Fall in dieser Klasse auf, wird auf Distance Learning umgestellt.
Durch das Wegfallen der durchgängigen Maskenpflicht an den Volksschulen ergeben sich laut Gesundheitsministerium für diese Gruppe übrigens keine Änderungen bei den Quarantäneregelungen. Bis zur vierten Schulstufe gelten nämlich ohnehin Ausnahmeregeln. Auch hier müssen Klassen also erst ab zwei infizierten Kindern innerhalb von fünf Tagen bzw. bei einem infizierten Erwachsenen in den Fernunterricht, hieß es auf APA-Anfrage.
https://science.apa.at/power-search/9219015370475685212
CORONA – ÖSTERREICH – Maske in Volksschulen fällt Mitte Februar – 2.2.2022
Trotz anhaltend hoher Infektionszahlen lockert die Regierung weiter. Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) verkündete am Mittwoch nach dem Ministerrat, dass schon ab 14. Februar die Maskenpflicht am Sitzplatz in Volksschulen fällt. Schon eine Woche davor muss an allen Schulen beim Sportunterricht auch im Turnsaal keine Maske mehr angelegt werden. Allerdings empfiehlt Polaschek, Sport möglichst im Freien und mit Abstand durchzuführen.
Es sei ihm bewusst, dass das Maskentragen in der Schule nicht einfach sei, deshalb sei es das Ziel, „schrittweise zurück zur Normalität“ zu kommen, und zwar in Abstimmung mit Experten, betonte Polaschek im Pressefoyer. Die Sicherheit der Schüler und Lehrer habe Priorität, deshalb gelte die „Sicherheitsphase“ an den Schulen weiterhin bis Ende Februar. Schülerinnen und Schüler müssen sich aktuell unabhängig vom Impfstatus dreimal pro Woche testen – ab nächster Woche, wie jetzt schon in Wien, zwei Mal davon mit PCR-Tests.
Am Freitag starten gestaffelt und beginnend mit Wien und Niederösterreich die Semesterferien. Für die Ferien bekommen die Schüler auch zwei Antigentests mit.
*** Erster Schritt
Auf die aktuell hohen Infektionszahlen angesprochen, argumentierte Polaschek, dass die Regierung eben generell Lockerungsschritte in Aussicht gestellt habe und die Omikron-Welle laut Experten „allmählich am Brechen“ sei.
Bei den am Mittwoch verkündeten Lockerungen handelt es sich um einen ersten Schritt: Man werde die Lage weiterhin laufend „sehr genau beobachten“, versicherte der Minister. Mit Ende Februar werde von den Experten überprüft, wie die Maskenpflicht auch weiter schrittweise fallen könne. Schulveranstaltungen bleiben bis auf weiteres untersagt.
Bundesschulsprecherin Susanna Öllinger meinte gegenüber der APA, dass die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler weiterhin Priorität Nummer Eins sein müsse. „Sofern Lockerungen aus epidemiologischer Sicht möglich sind, sind wir als Schüler:innenvertretung auch der Meinung, bei den Jüngsten zu beginnen, da diese am meisten unter den Maßnahmen leiden.“ Es sei nun aber wichtiger denn je, Maßnahmen und Lockerungen gut überlegt zu treffen.
*** Forderung nach weiteren Lockerungen
NEOS und FPÖ gehen die Lockerungen nicht weit genug: NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre reagierte in einer Aussendung „verärgert“, dass ältere Schüler weiter Maske tragen müssen: „Diese sind zu einem viel höheren Anteil geimpft und werden regelmäßig getestet.“ Auch unverständlich ist für sie, dass Schüler weiter auf Ausflüge verzichten müssen: „Die Kinder haben in dieser Krise genug gelitten.“
„Vernünftige Schritte zur gewohnten Normalität im Schulbetrieb sehen anders aus“, meinte auch FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückl. „Das einzig Erkennbare an dem Stufenplan ist, dass diese Corona-Maßnahmen von ÖVP und Grünen auch in den Schulen noch länger munter weitergehen werden – und das kann es wohl nicht sein.“
https://science.apa.at/power-search/12877147602615493208
CORONA – ÖSTERREICH – PCR-Schultests: Razzia in Salzburger Labor – Beschwerden seit der ersten Woche – Neue Prüfung der Tauernkliniken – Gutachten: Kein Haftungsrisiko für Gesundheitseinrichtungen – 2.2.2022
Die seit Jahresbeginn mit den PCR-Tests in den Schulen von acht Bundesländern beauftragte ARGE für molekulare Diagnostik kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nach heftiger Kritik an der Auswertung – offenbar war die Zahl der positiven Ergebnisse zu niedrig – steht das Konsortium nun auch unter dem Verdacht der Schwarzarbeit. Bei einer Razzia in einem Labor im Bundesland Salzburg vor rund zwei Wochen sollen falsch oder gar nicht angemeldete Mitarbeiter angetroffen worden sein.
Unter Berufung auf „Ermittlerkreise“ berichten die „Salzburger Nachrichten“ in der Mittwochausgabe, dass bei der Überprüfung durch Polizei und Finanzpolizei in der von der ARGE angemieteten Halle im Gewerbegebiet von Siezenheim (Gemeinde Wals-Siezenheim) sowohl falsch angemeldete als auch gar nicht angemeldete Mitarbeiter erwischt worden seien. Die Kontrolle sei nach Hinweisen an die Polizei erfolgt. Ermittelt werde wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit, Lohndumping und auf Sozialleistungsbetrug. Die Polizei hat den Einsatz in Siezenheim bestätigt.
*** Beschwerden seit der ersten Woche
Auch Franz Öller, Geschäftsführer des an der ARGE beteiligten Tauernklinikums, bestätigte Kontrollen. Es habe sich wohl um eine routinemäßige Überprüfung gehandelt, seines Wissens habe es keine Beanstandungen gegeben. „Wenn es Schwierigkeiten gegeben hätte, dann wüsste ich das“, wird er zitiert.
Mit den Schultests für alle Bundesländer außer Wien hat die ARGE nach den Weihnachtsferien begonnen. Schon in der ersten Woche gab es Beschwerden. Laut Bildungsministerium seien die Leistungsanforderungen nicht erfüllt worden. Dem Ministerium sei „eine nicht nachvollziehbar niedrige Zahl von positiven Fällen“ gemeldet und den Schulen seien Daten „zu spät, fehlerhaft und unvollständig“ übermittelt worden. Dieses Problem dauert offenbar noch an. Denn nach Angaben der Salzburger Bildungslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) waren diesen Montag von 41.000 Schülern und 4.900 Personen des Schulpersonals lediglich 216 positiv. Die gleichzeitig durchgeführten Schnelltests entdeckten hingegen mehr als 700 Fälle.
Das Ministerium hat bereits eine Qualitätsprüfung sowie die Prüfung rechtlicher Schritte gegen die Bietergemeinschaft angekündigt. Zum Bericht über die Razzia meinte Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) am Rande des Ministerrats, es sei schwer einzuschätzen, inwieweit das mögliche Auswirkungen habe, aber es handle sich um eine „interne Angelegenheit der Bietergemeinschaft“. Man gehe davon aus, dass diese in der Lage sei, ihr Angebot vertragsgemäß zu leisten. Weitere Diskussionen stellten sich derzeit nicht.
*** Neue Prüfung der Tauernkliniken
Der Salzburger Finanzreferent LHStv. Christian Stöckl (ÖVP) kündigte eine neuerliche Prüfung der Tauernkliniken GmbH durch den Landesrechnungshof (LRH) an. Erst vor zwei Monaten war ein mit harscher Kritik gefüllter Prüfbericht des LRH über die „Holding Gesundheit Innergebirg“ (mit 13 Tochterunternehmen, darunter die Tauernkliniken GmbH) veröffentlicht worden. Unter anderem wurden Querfinanzierungen zwischen öffentlich-gemeinnützigen und privaten Unternehmenstöchtern und die Multifunktionen des Geschäftsführers beanstandet, was dazu führte, „dass Kontroll- und Schutzmechanismen auf Ebene der Tochtergesellschaften außer Kraft gesetzt waren“.
Anlass der neuerlichen Prüfung sind die aktuellen Entwicklungen und „die Sorge um massive wirtschaftliche Folgen und Risiken, insbesondere Haftungen, durch die privatwirtschaftlichen Aktivitäten der Beteiligungsgesellschaften“, begründete Stöckl in einer Aussendung. Geprüft werden sollen auch Folgewirkungen und Risiken für die Stadtgemeinde Zell am See als Alleingesellschafterin der Holding bzw. deren 100-Prozent-Tochter Tauernkliniken.
*** Gutachten: Kein Haftungsrisiko für Gesundheitseinrichtungen
Der Zeller Bürgermeister Andreas Wimmreuter (SPÖ), auch Aufsichtsratvorsitzender der Tauernkliniken, betonte gegenüber dem ORF Salzburg, dass man die Auftragsvergabe im Aufsichtsrat besprochen und beschlossen habe. „Uns war aber ganz wichtig, dass der Vertrag so erstellt wird, dass keinerlei Haftungsrisiko für die Tauernkliniken und in weiterer Folge keinerlei Haftungsrisiko für die Stadtgemeinde Zell am See aus dieser Vertragserstellung hervorgeht. Das war uns von Haus aus sehr wichtig.“
Wegen der Probleme bei den Tests sei eine Rechtsanwaltskanzlei mit einem Gutachten beauftragt worden. Dieses komme zu dem Ergebnis, dass kein Haftungsrisiko für die Gesundheitseinrichtungen bestehe, so Wimmreuter. Genaueres werde die rechtliche Prüfung zeigen.
https://science.apa.at/power-search/14611832774270071648
CORONA – ÖSTERREICH – Neue Wiener Förderschienen wider Wissenschafts- und Demokratieskepsis – 2.2.2022
Mit zwei neuen Förderschienen will die Stadt Wien Projekte fördern, die der im Zuge der Pandemie sichtbarer gewordenen Wissenschafts- und Demokratieskepsis entgegenwirken. Im Zuge des „Vom Wissen der Vielen“-Calls fließen in zwei Jahren 1,1 Mio. Euro in neue Ideen zur Forschungsvermittlung, die etwa auch auf Stadtgebiete zielen, wo mehr wissenschaftsferne Personen leben. 600.000 Euro investiere man in die einjährige Förderschiene „democracy in progress“, hieß es am Mittwoch.
Mit der Wissenschaftsvermittlungsförderung wolle man „schnell und unkompliziert jungen Teams ermöglichen, tätig zu werden“, so die Wiener Stadträtin für Kultur und Wissenschaft, Veronica Kaup-Hasler (SPÖ), bei der Präsentation der ab Mitte des Monats für Einreichungen offenen Initiative. Corona und Co hätten eindrücklich gezeigt, dass „gerade in Österreich doch große Skepsis“ gegenüber der Wissenschaft herrsche. In anderen Ländern gebe es teils deutlich mehr Vermittlungstätigkeit schon ab dem Kleinkindalter. Vielfach sei man hierzulande aber „weit abgeschlagen“, dem wolle man nun ein Stück weit entgegenwirken, so Kaup-Hasler: „Mögen andere folgen.“
*** Bestimmte Bevölkerungsgruppen „nicht abgeholt“
In einer Studie hat die Wissenschaftsforscherin Ulrike Felt von der Universität Wien erhoben, wie es um derartige Angebote in der Stadt bestellt ist. Zwar gebe es bereits einiges, das meiste jedoch in jenen Stadtteilen, in denen tendenziell mehr wissenschaftsaffine Menschen leben, so eine Erkenntnis aus der Untersuchung mit dem Titel „Die Stadt als Wissensraum“. Bestimmte Gruppen in der Bevölkerung seien „bisher nicht abgeholt worden“, so Felt – darunter viele Jugendliche, Senioren oder junge Erwachsene. Wolle man jedoch die gesellschaftlichen Herausforderungen gemeinsam angehen, müsse man möglichst alle Bevölkerungsgruppen mitnehmen und eine „niederschwellige Nahversorgung sicherzustellen“.
„Der Call wird das Problem der Wissenschaftsskepsis natürlich nicht lösen“, könne aber ein Schritt dorthin sein, sagte der Komplexitätsforscher Peter Klimek vom Complexity Science Hub (CSH) Vienna und der Medizinischen Universität Wien. Man sehe einmal mehr, dass Wissenschaftskommunikation auch Förderung braucht. Denn auch in der Forschungsgemeinde war das Verständnis dafür nicht immer stark ausgeprägt, sei aber nun stärker im Entstehen. Letztlich gehe es nicht darum, sozusagen „nur“ Wissen zu vermitteln, man müsse vielmehr auch erklären, wie Wissenschaft funktioniert und wie sich der Kenntnisstand verändert. Es gelte, „mehr daran zu arbeiten, den Prozess begreifbar zu machen“, so Felt und Klimek.
*** Weiterhin Diskussionen
Diskussionen über das Impfen, die Covid-19-Maßnahmen oder die Klimakrise „werden uns weiter begleiten“. Die Wissenschaft grabe sich hier laut Klimek „nicht ideologisch ein“, sondern wolle helfen, gesellschaftliche Gräben zu überwinden. Das sei aber ohne gute Einbindung der breiten Öffentlichkeit und aufgeschlossene politische Entscheidungsträger unmöglich. Die Pandemie habe hier schon einiges ins Rollen gebracht, was etwa das Standing von daten- und evidenzgetriebener Politik angehe, betonte der Komplexitätsforscher.
Für Kaup-Hasler, deren Wissenschaftsetat sich aktuell auf knapp 26 Mio. Euro belaufe, soll auch der Call mit den Titel „democracy in progress – Beiträge zur Stärkung des Vertrauens in demokratische Institutionen“ liefern und gesellschaftlich etwas bewegen, wenn es etwa um die Teilhabe der Bevölkerung an demokratischen Prozessen und das Vertrauen in Institutionen geht. Hier hätten auch die politischen Enthüllungen der vergangenen Jahre und Monate gezeigt, dass Österreich noch einen längeren Weg zu beschreiten habe.
Service: Informationen zu den Calls: https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/foerderungen/#calls; Die Studie „Die Stadt als Wissensraum“ online: http://go.apa.at/6v7XNoyu)
https://science.apa.at/power-search/17107701087256123947
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KLIMAWANDEL – Grönländischer Eisschild verlor 4,7 Billionen Tonnen Eis – 2.2.2022
Der Grönländische Eisschild hat in den vergangenen 20 Jahren 4,7 Billionen Tonnen Eis verloren und damit den Meeresspiegel um 1,2 Zentimeter ansteigen lassen. Seit Beginn der Messungen im April 2002 habe der Eisschild 4.700 Kubikkilometer Schmelzwasser verloren, teilte Polar Portal, die Dachorganisation dänischer Arktisforschungsinstitute, diese Woche mit. Damit ließe sich die gesamte Fläche der USA einen halben Meter unter Wasser setzen.
Besonders stark schmelze der Eisschild an den Küsten des dänischen Selbstverwaltungsgebiets Grönland, heißt es in der Studie, die auf Daten des amerikanisch-deutschen Satellitenprogramms „Grace“ basiert. Insbesondere die Westküste Grönlands sei betroffen.
Eine Ende Jänner von der US-Raumfahrtbehörde NASA veröffentlichte Studie führt die beschleunigte Eisschmelze in Küstennähe auf die Erwärmung des Arktischen Ozeans zurück. In der Arktis ist die Erderwärmung besonders alarmierend. In den vergangenen Jahrzehnten schritt sie dort laut den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen drei bis vier Mal so schnell voran wie im weltweiten Durchschnitt.
Laut der NASA-Studie ziehen sich die grönländischen Gletscher mittlerweile sechs bis sieben Mal schneller zurück als noch vor 25 Jahren. Die Eisschmelze in Grönland ist derzeit der Hauptfaktor für den Anstieg der Ozeane. Klimaforschern zufolge enthält der Grönländische Eisschild genug gefrorenes Wasser, um die Pegel der Ozeane um mehr als sieben Meter ansteigen zu lassen.
https://science.apa.at/power-search/3839834951457048790
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INTERNATIONAL – Opec-Plus einigt sich auf Fördererhöhung im März – 2.2.2022
Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und eine von Russland angeführte Koalition von Erdölproduzenten haben sich darauf geeinigt, ihre gemeinsame Produktion im März um weitere 400.000 Barrel pro Tag zu erhöhen, sagten Delegierte. Damit setzt das Opec-Plus genannte Kartell seinen Kurs fort.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55139869-ueberblick-am-abend-konjunktur-zentralbanken-politik-015.htm
ZENTRALBANKEN – AUSTRALIEN – RBA-Gouverneur: Werden für niedrige, stabile Inflation tun was nötig ist – 2.2.2022
The Reserve Bank of Australia (RBA) wird laut Gouverneur Philip Lowe „alles Notwendige tun“, um die Inflation im Laufe der Zeit innerhalb ihres Ziels von 2 bis 3 Prozent zu halten. Diese Aussage deutet darauf hin, dass sich eine gewisse Falkenhaftigkeit in die Zinsaussagen der Zentralbank einschleichen könnte. In einer Rede vor dem Nationalen Presseclub gab Lowe jedoch keinen Hinweis darauf, dass eine Zinserhöhung unmittelbar bevorsteht. Die RBA habe Zeit, die Trends bei Angebot und Nachfrage in der Wirtschaft zu sichten, und warte auf ein stärkeres Lohnwachstum.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55132696-ueberblick-am-morgen-konjunktur-zentralbanken-politik-015.htm
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – Höhere Inflation setzt EZB zusätzlich unter Druck – 2.2.2022
Der Inflationsdruck im Euroraum hat im Januar entgegen den Erwartungen nicht ab-, sondern zugenommen. Laut Mitteilung von Eurostat stiegen die Verbraucherpreise mit einer Jahresrate von 5,1 (Dezember: 5,0) Prozent. Volkswirte hatten zuletzt zwar nicht mehr an den ursprünglich prognostizierten Rückgang auf 4,3 Prozent geglaubt, aber mit einer höheren Inflation hatte wohl kaum jemand gerechnet. Die Kerninflation ging auf 2,3 (2,6) Prozent zurück, erwartet worden waren 1,9 Prozent. Die Inflation ist damit ein weiteres Mal höher ausgefallen als von Analysten – auch denen der Euroraum-Zentralbanken – erwartet.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55136186-ueberblick-am-mittag-konjunktur-zentralbanken-politik-015.htm
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – VP Bank: EZB bestätigt Kurs trotz höherer Inflation – Kerninflation ging auf 2.3 Prozent zurück – 2.2.2022
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wird seinen geldpolitischen Kurs aus Sicht von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der liechtensteinischen VP Bank, trotz einer gestiegenen Inflationsrate bestätigen. Zwar dürfte EZB-Präsidentin Christine Lagarde die höhere Inflation nicht gefallen, doch sollte der Rückgang der Kerninflation auf 2,3 Prozent einen gewissen Trost spenden, schreibt Gitzel in einem Kommentar. „Dies wird EZB-Chefin Christine Lagarde nach der EZB-Notenbanksitzung besonders betonen – der geldpolitische Kurs dürfte deshalb bestätigt werden“, meint Gitzel.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55136186-ueberblick-am-mittag-konjunktur-zentralbanken-politik-015.htm
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – Coba: Lagarde schließt Zinsanhebung 2022 nicht mehr aus – 2.2.2022
Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, dürfte nach dem unerwarteten Inflationsanstieg im Januar nach Meinung von Commerzbank-Volkswirt Christoph Weil am Donnerstag die Datenabhängigkeit der Geldpolitik betonen und konkrete Aussagen zum Zinsausblick vermeiden. „Beispielsweise könnte sie wie bereits Ende Januar betonen, dass die EZB offen für jede Änderung beim Inflationsausblick sein müsse und es keine Frage sei, dass die Notenbank reagieren werde, wenn die in der Forward Guidance festgelegten Bedingungen erfüllt seien“, urteilt Weil zu den Verbraucherpreisdaten.
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ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – KfW: EZB muss Zinswende im Blick behalten – 2.2.2022
Die Europäische Zentralbank (EZB) muss nach Aussage von KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib die Zinswende im Blick behalten, diese „verlässlich kommunizieren“ und unter Berücksichtigung der weiteren Inflationsentwicklung „konsequent verfolgen“. Gleichwohl und trotz des unerwarteten Inflationsanstiegs im Januar geht Köhl-Geib davon aus, dass der EZB-Rat bei seinem ersten Treffen in diesem Jahr keine neuen Entscheidungen treffen wird. „Dies liegt vor allem in der mit der Omikron-Variante verbundenen konjunkturellen Unsicherheit sowie den geopolitischen Spannungen mit Russland begründet“, schreibt die Ökonomin in ihrem Ausblick.
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ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – DSGV-Präsident Schleweis: EZB muss Zinswende zügig vorbereiten – 2.2.2022
Von Andreas Kißler
BERLIN (Dow Jones)–Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat bei der Vorlage neuer Prognosen zur Konjunktur- und Inflationsentwicklung die schnelle Vorbereitung einer Zinswende durch die Europäische Zentralbank (EZB) gefordert. Der deutschen Wirtschaft sagte der Verband für 2022 ein Wachstum von 3,5 Prozent voraus. Die Inflation in Deutschland und im Euroraum dürfte noch für längere Zeit über der Zielmarke der EZB von 2 Prozent liegen, zeige die Konjunkturprognose der Sparkassen-Finanzgruppe. Für das Jahr 2022 erwarteten ihre Chefvolkswirte mit 3,2 Prozent in Deutschland und 3,0 Prozent im Euroraum Teuerungsraten deutlich jenseits dessen, was die EZB als Preisstabilität ansehen dürfe.
„Die EZB muss angesichts der hohen Inflationsraten zügig Änderungen ihres geldpolitischen Kurses vorbereiten“, forderte DSGV-Präsident Helmut Schleweis. Je früher die EZB ihren Willen und ihre Fähigkeit zu angemessenem Handeln darlege, desto abgewogener könne sie vorgehen. „Wenn die EZB der Preissteigerung zu lange freien Lauf lässt, muss sie später nur umso heftiger eingreifen“, warnte Schleweis bei der Vorstellung der Konjunkturprognose in Berlin. Ein überhartes Bremsen wiederum gefährde die konjunkturelle Erholung, die sich nach den massiven Rückschlägen durch die Corona-Pandemie gerade abzeichne.
Mit den erwarteten 3,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr wäre damit das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nominell im Laufe des Jahres wieder auf das Niveau vor der Corona-Krise gestiegen, so die Chefökonomen. Für das Jahr 2023 erwarteten sie ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent. Im Euroraum dürfte der Zuwachs mit 3,9 Prozent im Jahr 2022 und 2,7 Prozent im Jahr 2023 noch etwas stärker ausfallen. „Die deutsche Wirtschaft wächst ein wenig langsamer als der Euroraum insgesamt, weil sie neben Corona auch strukturelle Veränderungen verkraften muss“, konstatierte der Chefvolkswirt der Berliner Sparkasse, Uwe Dürkop.
Mit ihrem hohen Industrieanteil stehe die deutsche Wirtschaft im ökologischen Umbau vor massiven Investitionen, müsse nun aber zunächst mit Materialengpässen und hohen Energiekosten fertig werden. Wesentlicher Treiber der konjunkturellen Entwicklung sei laut den Chefökonomen zunächst der private Konsum. Das Investitionsgeschehen nehme ins Jahr 2023 hinein Fahrt auf. „Die Konjunktur in Deutschland und Europa springt an, wenn auch in den ersten Monaten des Jahres 2022 durch die Omikron-Variante noch stotternd“, sagte Schleweis. Im Großen und Ganzen entwickle sich die Wirtschaftsleistung aber zunehmend unabhängig von Infektionszahlen und Corona-Maßnahmen.“
Die Menschen in Deutschland und Europa kauften wieder, die Unternehmen begännen zu investieren. „Was wir jetzt nicht brauchen, sind explodierende Preise und Hemmschuhe bei der Finanzierung von Investitionen“, warnte der DSGV-Präsident. Mit seinen Äußerungen wandte sich Schleweis laut dem Verband auch gegen den antizyklischen Kapitalpuffer, den Deutschlands Finanzaufseher aktivieren wollen. Damit würde die Fähigkeit von Banken und Sparkassen zur Vergabe von Krediten deutlich eingeschränkt. Jedoch würden für das Wiederanfahren der Wirtschaft und den ökologischen Umbau erhebliche Finanzmittel benötigt, gab er zu bedenken.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55134166-dsgv-praesident-schleweis-ezb-muss-zinswende-zuegig-vorbereiten-015.htm
USA – EIA: US-Rohöllagerbestände wider Erwarten gesunken – 2.2.2022
WASHINGTON (Dow Jones)–Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 28. Januar verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 1,047 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten dagegen einen Anstieg um 1,1 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 2,377 Millionen Barrel erhöht. Bei den bereits am Vortag veröffentlichten Daten des privaten American Petroleum Institute (API) war mit 1,6 Millionen Barrel ebenfalls eine Abnahme registriert worden.
Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 2,119 Millionen Barrel zu. Analysten hatten ein Plus von 1,7 Millionen Barrel erwartet, nachdem die Vorräte in der vorangegangenen Woche um 1,297 Millionen gestiegen waren. Die API-Daten hatten einen Anstieg von 5,8 Millionen Barrel angezeigt.
Die Ölproduktion in den USA war in der Woche mit 11,5 Millionen Barrel pro Tag um 0,1 Millionen niedriger als in der Vorwoche. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergab sich ein Zuwachs von 0,6 Millionen Barrel.
Webseite: http://www.eia.gov/petroleum/supply/weekly/
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55138614-us-rohoellagerbestaende-wider-erwarten-gesunken-015.htm
USA – ADP: US-Privatsektor büßt wider Erwarten 301.000 Stellen ein – Stärkster Rückgang seit April 2020 – 2.2.2022
WASHINGTON (Dow Jones)–Die US-Privatwirtschaft hat im Januar völlig überraschend Stellen in einem großen Ausmaß eingebüßt. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, gingen im Vergleich zum Vormonat 301.000 Stellen verloren. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten dagegen einen Zuwachs um 200.000 Jobs vorausgesagt. Im Dezember waren unter dem Strich 776.000 Arbeitsplätze hinzugekommen, und damit 31.000 weniger als ursprünglich gemeldet.
„Die Erholung des Arbeitsmarktes hat Anfang 2022 einen Rückschlag erlitten, was auf die Auswirkungen der Omikron-Variante zurückgeht und deren erhebliche, wenn auch wahrscheinlich vorübergehende Auswirkungen auf das Jobwachstum“, sagte Nela Richardson, Chefvolkswirtin bei ADP. „Die Mehrheit der Industriesektoren verzeichnete Verluste. Das Freizeit- und Gastgewerbe verzeichnete den größten Rückschlag, nach den substanziellen Zuwächsen im vierten Quartal.
Der ADP-Bericht stützt sich auf rund 460.000 US-Unternehmen mit etwa 26 Millionen Beschäftigten und gilt als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht, der am Freitag vorgelegt wird. Der ADP-Bericht umfasst nur die Beschäftigung in der Privatwirtschaft, während der offizielle Bericht auch den Staatsbereich einschließt.
Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen rechnen damit, dass im Januar auf der Basis des offiziellen Jobreports 150.000 Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft dazugekommen sind. Die Arbeitslosenquote sehen sie stabil bei 3,9 Prozent.
&&& dpa AFX: … Es ist der stärkste Rückgang seit April 2020. Damals wurde der Arbeitsmarkt stark durch die erste Welle der Corona-Pandemie belastet.
Die Ausbreitung der Omikron-Variante des Corona-Virus dürfte den Arbeitsmarkt zu Jahresbeginn belastet haben. So wurden erneut Geschäfte geschlossen, Verbraucher schränkten ihre Aktivitäten ein. Zudem wird der Aufbau von Beschäftigung durch einen Mangel an Arbeitskräften erschwert./jsl/bgf/stk
Webseite: http://www.adpemploymentreport.com/
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55136946-adp-us-privatsektor-buesst-wider-erwarten-301-000-stellen-ein-015.htm
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55136921-usa-beschaeftigung-im-privatsektor-ueberraschend-gefallen-adp-bericht-016.htm
USA – Deutsche Bank: Jolts-Bericht deutet auf engen US-Arbeitsmarkt – 2.2.2022
Die Zahlen des Dezember-Jolts-Berichts des US-Arbeitsministeriums deuten nach Aussage von Deutsche-Bank-Analyst Jim Reid darauf hin, dass der Arbeitsmarkt weiterhin sehr eng ist. „Die Gesamtzahl der offenen Stellen stieg im Dezember unerwartet auf 10,925 Millionen gegenüber 10,3 Millionen erwarteten, während die Quote der freiwilligen Kündigungen bei 2,9 Prozent lag“, schreibt Reid in seinem Morgenkommentar. Das sei knapp weniger als der im September und November verzeichnete Rekordwert von 3,0 Prozent, aber im historischen Vergleich immer noch sehr hoch.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55132696-ueberblick-am-morgen-konjunktur-zentralbanken-politik-015.htm
NORDKOREA – USA – INTERNATIONAL – USA beantragen Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats wegen Nordkorea – 2.2.2022
Die USA haben laut Diplomaten-Kreisen für Donnerstag eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zu Nordkoreas jüngsten Raketentests beantragt. „Wir hoffen wirklich, dass der Rat in der Lage sein wird, mit einer Stimme zu sprechen“, sagte ein Diplomat. Es wird erwartet, dass die Sitzung hinter verschlossenen Türen stattfinden wird. Es liegt an Russland, das im Februar den Vorsitz im Sicherheitsrat innehat, den Termin zu bestätigen.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55132696-ueberblick-am-morgen-konjunktur-zentralbanken-politik-015.htm
RUSSLAND – UKRAINE – USA – USA schicken in Ukraine-Konflikt tausende Soldaten nach Deutschland und Osteuropa – 2.2.2022
Die USA schicken wegen der angespannten Lage in der Ukraine-Krise militärische Verstärkung nach Deutschland und Osteuropa. Wie das Pentagon am Mittwoch mitteilte, sollen 2.000 Soldaten vom Stützpunkt Fort Bragg im Bundesstaat North Carolina nach Deutschland und Polen verlegt werden, 1.000 derzeit im bayerischen Vilseck stationierte US-Soldaten werden demnach nach Rumänien entsandt. Während westliche Regierungsvertreter der Ukraine erneut Unterstützung zusicherten, stellte sich China nach Kreml-Angaben hinter Russland.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55139869-ueberblick-am-abend-konjunktur-zentralbanken-politik-015.htm
RUSSLAND – UKRAINE – USA – USA schlagen Moskau „wechselseitigen“ Verzicht auf Kampftruppen in der Ukraine vor – Bericht – 2.2.2022
Im Konflikt mit Russland haben die USA laut einem Medienbericht angeboten, auf eine permanente Stationierung von Kampftruppen sowie landgestützten Offensiv-Raketensystemen in der Ukraine zu verzichten – wenn sich Russland zu demselben Schritt bereiterklärt. Die spanische Zeitung El País veröffentlichte Dokumente, bei denen es sich um Auszüge aus den schriftlichen Antworten Washingtons und der Nato auf einen weitreichenden russischen Forderungskatalog handeln soll. Weder die Nato noch Russland dementierten die Echtheit der Dokumente.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55139869-ueberblick-am-abend-konjunktur-zentralbanken-politik-015.htm
RUSSLAND – DEUTSCHLAND – Deutsche Medienaufsicht untersagt Ausstrahlung des Senders RT – Moskau empört – 2.2.2022
Der Streit zwischen Deutschland und Russland um die Ausstrahlung des russischen Senders RT DE hat sich massiv verschärft. Das russische Außenministerium kündigte am Mittwoch „Vergeltungsmaßnahmen“ gegen deutsche Medien in Russland an. Kurz zuvor hatte die deutsche Medienaufsicht die Verbreitung des Senders in Deutschland vollständig untersagt – RT DE darf nun auch nicht mehr im Internet oder über Apps senden.
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ISRAEL – Israel wird in einem Jahr ein Raketenabwehrsystem auf Laser-Basis haben – 2.2.2022
Israel wird nach Angaben von Ministerpräsident Naftali Bennett in einem Jahr über ein Raketenabwehrsystem auf Laser-Basis verfügen. Bennett kündigte den Zeitplan zu Beginn der Jahreskonferenz des Zentrums für Forschung zur nationalen Sicherheit (INSS) an. Mittelfristig werde es mit dem Laser-System möglich sein, Israel vor Raketen, Drohnen und anderen Bedrohungen zu schützen, fügte Bennett hinzu.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55136186-ueberblick-am-mittag-konjunktur-zentralbanken-politik-015.htm
EUROPÄISCHE UNION – EU-Kommission stuft Atomkraft und Gas als nachhaltig ein – Ziel: mehr Kapital in Projekte und Aktivitäten leiten, die auf Nachhaltigkeit geprüft wurden, und „Greenwashing“ vermeiden – Vorschlag hat gute Chancen Gesetz zu werden – 2.2.2022
Von Kim Mackrael und Daniel Michaels
BRÜSSEL (Dow Jones)–Die EU-Kommission treibt ungeachtet der Vorwürfe eines „Greenwashing“ ihren Plan voran, bestimmte Investitionen in Kernenergie und Erdgas als nachhaltig zu bezeichnen – trotz des heftigen Widerstands einiger Mitgliedsstaaten, Umweltgruppen und Investoren. Der Vorschlag zur Ausweitung dessen, was als nachhaltige Energiequelle gelten kann, hat tiefe Gräben zwischen Ländern aufgedeckt, die auf unterschiedliche Technologien angewiesen sind, und kommt inmitten steigender Strompreise.
Kernenergie und Erdgas sind nur zwei hochkarätige Komponenten eines Plans, der sich auf eine Reihe von Branchen auswirken wird – von der Forstwirtschaft über die verarbeitende Industrie bis hin zum Transportwesen – und der die Art und Weise verändern soll, wie Unternehmen und Investmentfonds nachhaltige Investitionen angehen.
Die EU-Kommission hat jetzt eine überarbeitete Version ihres Vorschlags veröffentlicht, der Änderungen an den Kriterien für die Kennzeichnung von Kernenergie und Erdgas als nachhaltig enthält. Der Vorschlag, der sich mit Atomkraft und Erdgas befasst ist Teil der „grünen Taxonomie“ der EU, einer detaillierten Aufschlüsselung dessen, was nach Ansicht der Regulierungsbehörden als nachhaltige Investition gelten sollte.
Ziel ist es, mehr Kapital in Projekte und Aktivitäten zu leiten, die auf ihre Nachhaltigkeit geprüft wurden, und „Greenwashing“ zu vermeiden, bei dem Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsleistungen übertreiben. „Die Menschen brauchen einen Maßstab, an dem sie sich orientieren können, und da kommt die Taxonomie ins Spiel“, sagte Shashank Krishna, Partner bei der Anwaltskanzlei Baker Botts und Spezialist für nachhaltige Energieinvestitionen. „Je nachdem, wie diese ganze Debatte über Gas und Atomkraft ausgeht, könnte dies tatsächlich standardmäßig zur globalen Benchmark werden.“
*** Vorschlag hat gute Chancen
Der von der EU-Kommission jetzt angenommene Vorschlag hat gute Chancen, Gesetz zu werden. Die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament haben bis zu sechs Monate Zeit, um den Plan zu prüfen und in dieser Zeit gegen ihn zu stimmen, aber die Hürde für eine Blockade ist hoch.
Österreich und Luxemburg haben kürzlich damit gedroht, die Kommission zu verklagen, wenn der Plan in seiner Entwurfsform angenommen wird. Ob es zu einer solchen Klage kommen wird, ist unklar. Der EU-Rahmen wirkt sich nicht direkt auf Energieinvestitionen insgesamt aus, sondern nur darauf, ob sie als „grün“ bezeichnet werden können.
Klimaaktivisten und einige Investoren sind jedoch der Meinung, dass die Einstufung von Atomkraft- und Erdgasprojekten als potenziell umweltfreundlich dazu führen könnte, dass Gelder von weniger umweltschädlichen Investitionen in nachhaltige erneuerbare Energien abgezogen werden.
Die Aufnahme von Atomkraft und Erdgas wurde von Umweltschützern und einigen Investoren angefochten, die davor warnten, dass die Entscheidung die Integrität und Nützlichkeit der Taxonomie untergraben könnte. Die Platform on Sustainable Finance, eine beratende Gruppe der Kommission, sagte, der von der EU-Kommission am 31. Dezember vorgeschlagene Plan sei „für die Finanzmärkte ungeeignet“.
Die Institutional Investors Group on Climate Change, deren Mitglieder etwa 50 Billionen Euro an Vermögenswerten verwalten, was etwa 56 Billionen Dollar entspricht, forderte Anfang des Monats, Erdgas von der Liste der nachhaltigen Investitionen zu streichen. Sie sagte, dass die derzeitigen Kriterien „die Fähigkeit unserer Mitglieder behindern, ihre Portfolios auf Netto-Null-Emissionen auszurichten“ und den Zweck der Taxonomie untergraben.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55136295-eu-kommission-stuft-atomkraft-und-gas-als-nachhaltig-ein-015.htm
EUROZONE – Euroraum-Inflation steigt im Januar auf 5,1 Prozent – 2.2.2022
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)–Der Inflationsdruck im Euroraum hat im Januar entgegen den Erwartungen zugenommen. Laut Mitteilung von Eurostat stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent und lagen um 5,1 (Dezember: 5,0) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das war der höchste Stand in der bis 1997 zurückreichenden Datenreihe. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen monatlichen Preisrückgang von 0,5 Prozent und 4,3 Prozent Jahresteuerung prognostiziert. Allerdings war nach der Veröffentlichung von Preisdaten aus Deutschland, Frankreich und Spanien schon klar gewesen, dass die Inflation höher als erwartet ausfallen würde.
Die Kernverbraucherpreise (ohne die Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak) sanken um 0,8 Prozent auf Monatssicht und lagen um 2,3 (2,6) Prozent über Vorjahresniveau. Volkswirte hatten einen monatlichen Preisrückgang von 0,9 Prozent und eine Jahresrate von 1,9 Prozent prognostiziert. Energie verteuerte sich mit einer Jahresrate von 28,6 (25,9) Prozent, Lebensmittel, Alkohol und Tabak kosteten 3,6 (3,2) Prozent mehr als im Januar 2021 und unverarbeitete Lebensmittel 5,2 (4,7) Prozent. Die Teuerung bei Industriegütern ohne Energie sank auf 2,3 (2,9) Prozent, während die bei Dienstleistungen unverändert 2,4 Prozent betrug.
Die Daten setzen den Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) zusätzlich unter Druck, seine Annahme zu überprüfen, dass die Inflation in den nächsten beiden Jahren wieder unter 2 Prozent liegen wird. In dem Gremium, das am Donnerstag seine aktuellen geldpolitischen Entscheidungen veröffentlicht, herrscht keine einheitliche Meinung über den Inflationsausblick. Allerdings sind auch viele Volkswirte – zum Beispiel die von Dow Jones Newswires befragte – der Ansicht, dass die Inflation 2023 deutlich unter 2 Prozent liegen wird.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat bis zuletzt betont, dass sie die am Geldmarkt eingepreiste Erwartung einer Anhebung des Einlagenzinses in diesem Jahr um 20 Basispunkte für unrealistisch hält. Ihrer Pressekonferenz am Donnerstag wird die besondere Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer und Analysten gelten.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55134167-euroraum-inflation-steigt-im-januar-auf-5-1-prozent-015.htm
EUROZONE – Merck Finck: Ukraine-Konflikt treibt Nahrungsmittelpreise – Euroraum-Inflation wird nicht allein über Energiepreise gesteigert – 2.2.2022
Merck-Finck-Chefstratege Robert Greil weist darauf hin, dass der Anstieg der Euroraum-Inflation nicht nur über die Energiepreise vom Ukraine-Konflikt beeinflusst worden ist. „Das Land steht für 6,5 Prozent des globalen Weizenhandels und sogar ein Fünftel des global gehandelten Volumens bei Mais. Die heftigen Preisschwankungen der beiden Rohstoffe finden sich zumindest zum Teil auch in den Inflationsraten Europas wieder“, schreibt Greil in einem Kommentar.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55136186-ueberblick-am-mittag-konjunktur-zentralbanken-politik-015.htm
EUROZONE – Nordea: Euroraum-Preisdruck verbreitert sich – 2.2.2022
Nordea sieht nach Veröffentlichung der Verbraucherpreisdaten für Januar eine Verbreiterung des Preisdrucks im Euroraum. „Obwohl die Inflation bei Industriegütern ohne Energie einige Anzeichen einer Abkühlung zeigte, blieben die monatlichen Veränderungen der Dienstleistungspreise weiterhin stark“, schreiben die Analysten in einem Kommentar. In Frankreich beispielsweise deute die durchschnittliche monatliche Veränderung der Dienstleistungspreise in den vergangenen drei Monaten auf höhere Jahreswerte hin, und in Deutschland habe sich der monatliche Preisauftrieb bei Dienstleistungen wohl weiter beschleunigt.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55136186-ueberblick-am-mittag-konjunktur-zentralbanken-politik-015.htm
EUROZONE – TABELLE/EU-Verbraucherpreise Januar nach Ländern der Eurozone (Vorabschätzung) – 2.2.2022
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55134168-tabelle-eu-verbraucherpreise-januar-nach-laendern-vorabschaetzung-015.htm
ITALIEN – Italien: Inflation steigt auf höchsten Stand seit Einführung des Euro – 2.2.2022
ROM (dpa-AFX) – Die Inflation in Italien ist zu Jahresbeginn überraschend und deutlich gestiegen. Im Januar legten die Verbraucherpreise laut europäischer Berechnung (HVPI) zum Vorjahresmonat um 5,3 Prozent zu, wie das Statistikamt Istat am Mittwoch nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im Dezember hatte die Rate noch bei 4,2 Prozent gelegen. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang der Rate auf 4,0 Prozent erwartet.
Die italienische HVPI-Rate erreichte so den höchsten Stand seit Einführung des Euro. Die nach nationaler Methode erhobene Inflationsrate stieg auf 4,8 Prozent. Dies ist die höchste Rate seit dem Jahr 1996.
Stärkster Preistreiber bleiben die Kosten für Energie. Aber auch die Lebensmittelpreise stiegen deutlich. Die Inflationsrate in Italien liegt damit noch etwas höher als in der Eurozone insgesamt, wo die Inflationsrate im Januar auf einen Rekordwert von 5,1 Prozent gestiegen ist.
Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt auf mittlere Sicht lediglich eine Rate von zwei Prozent an. Eine Zinserhöhung hat sie bisher nicht signalisiert. Sie verweist auf coronabedingte Faktoren, die vorübergehend seien. An den Finanzmärkten wird hingegen schon auf zumindest eine Leitzinserhöhung in diesem Jahr spekuliert./jsl/bgf/eas
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55134592-italien-inflation-steigt-auf-hoechsten-stand-seit-einfuehrung-des-euro-016.htm
DEUTSCHLAND – INTERNET-GRUNDVERSORGUNG: Die Bundesnetzagentur sieht keine Chancen für höhere Bandbreiten in der Internet-Grundversorgung. „Es gibt eine klare Vorgabe im Gesetz, wie diese Mindestleistung zu ermitteln ist. Das ist eine reine Rechenaufgabe“, sagte der scheidende Präsident Jochen Homann. Die Netzagentur hält zehn Megabit für ausreichend, um die Nutzung „wesentlicher Internetdienste“ zu ermöglichen. Homanns designierter Nachfolger Klaus Müller setzt sich als Vorsitzender des Verbraucherzentrale Bundesverbandes dafür ein, diesen Wert mindestens zu verdreifachen. (FAZ) – 2.2.2022
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55131290-pressespiegel-zinsen-konjunktur-kapitalmaerkte-branchen-015.htm
DEUTSCHLAND – INFLATION: Teure Energierechnungen, hohe Inflation – fast jeder zweite Verbraucher könnte sich bald in Verzicht üben müssen. So haben 44 Prozent der Deutschen nach eigenen Angaben nicht den finanziellen Spielraum, um bei steigenden Preisen ihren bisherigen Lebensstandard halten zu können. Das hat eine Erhebung im Auftrag der Wirtschaftsauskunftei Schufa ergeben, deren Ergebnisse Welt exklusiv vorliegen. (Welt) – 2.2.2022
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55131290-pressespiegel-zinsen-konjunktur-kapitalmaerkte-branchen-015.htm
DEUTSCHLAND – Ifo: Lieferprobleme im Einzelhandel entspannen sich – 2.2.2022
FRANKFURT (Dow Jones)–Die Lieferprobleme im Einzelhandel haben sich nach Aussage des Ifo-Instituts merklich entspannt. Laut Ifo berichteten 57,1 Prozent der Einzelhändler im Januar, dass nicht alle bestellten Waren geliefert werden können. Im Dezember waren es noch 81,6 Prozent gewesen. „Nach dem Ende des Weihnachtsgeschäfts ist etwas weniger Druck auf dem Kessel“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Trotzdem erfüllen viele Einzelhändler nicht jeden Kundenwunsch, weil ihnen immer noch Ware fehlt.“ Das Statistische Bundesamt hatte am Dienstag einen unerwartet deutlichen Rückgang der Einzelhandelsumsätze im Dezember gemeldet.
Besonders problematisch bleibt die Situation laut Ifo für die Baumärkte, wo immer noch knapp 94 Prozent der Unternehmen von Lieferengpässen berichten. Ähnliches gilt für die Autohändler: 84 Prozent können die Wünsche ihrer Kunden nicht erfüllen – oder bei elektronischen Haushaltsgeräten, wo 80 Prozent der Händler über leere Regale klagen. Merklich lockerer geworden ist die Lage in den Supermärkten. Dort berichten nur noch rund 18,4 Prozent von Lieferengpässen, nach 64,4 Prozent im Dezember.
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DEUTSCHLAND – KfW: Nachfrage von mittleren Firmen nach Krediten verhalten – 2.2.2022
Kleine und mittelständische Unternehmen haben im vierten Quartal 2021 nach fünf Rückgängen in Folge wieder mehr Kredite bei Banken und Sparkassen nachgefragt. Allerdings bleibe die Nachfrage verhalten, weil Lieferengpässe und Omikron den wirtschaftlichen Aufschwung bremsten, teilte die Förderbank KfW mit.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55139869-ueberblick-am-abend-konjunktur-zentralbanken-politik-015.htm
DEUTSCHLAND – IMMOBILIEN: Der Vorstandschef des weltweit tätigen Immobiliendienstleisters Jones Lang Lasalle (JLL), Christian Ulbrich, glaubt, dass der Immobilienmarkt in Deutschland erneut ein Jahr auf sehr hohem Niveau erreichen kann. „Ob wir abermals Rekorde sehen, wird vom Verlauf der Pandemie abhängen. Wenn Corona einmal besiegt sein sollte, werden wir auch Nachholeffekte bei internationalen Investoren sehen“, sagte der Manager. (Handelsblatt) – 2.2.2022
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DEUTSCHLAND – GEWERKSCHAFTEN: Die acht Mitgliedsgewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) haben im vergangenen Jahr unter dem Strich knapp 130.000 Mitglieder verloren. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Gewerkschaftskreisen. Demnach gehörten Ende 2021 nur noch gut 5,7 Millionen Menschen einer DGB-Gewerkschaft an. Von 2019 auf 2020 hatten die acht Einzelgewerkschaften zusammen netto knapp 85.000 Mitglieder verloren. (Handelsblatt) – 2.2.2022
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55131290-pressespiegel-zinsen-konjunktur-kapitalmaerkte-branchen-015.htm
DEUTSCHLAND – Lindner ermahnt Ministerien „nachdrücklich“ zur Ausgabendisziplin – 2.2.2022
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat die Ampel-Koalition vor den Haushaltsverhandlungen für 2022 zur Ausgabendisziplin aufgerufen. „Gerade in Zeiten tendenziell steigender Zinsen muss die Politik Prioritäten setzen“, sagte Lindner der Rheinischen Post. „Im Hinblick auf solide Staatsfinanzen hat die Bundesregierung im Koalitionsvertrag vereinbart, im kommenden Jahr zur Schuldenbremse zurückzukehren“, betonte der FDP-Vorsitzende. „Bereits in diesem Jahr allerdings rate ich nachdrücklich zu Ausgabendisziplin.“ Der Staat dürfe das Geld nicht schneller ausgeben, als die Bürgerinnen und Bürger in der Lage seien, es zu erwirtschaften.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55136186-ueberblick-am-mittag-konjunktur-zentralbanken-politik-015.htm
DEUTSCHLAND – FINANZHAUSHALT: Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) sieht sich in den laufenden Haushaltsverhandlungen mit hohen Forderungen nach Mehrausgaben seiner Kabinettskollegen konfrontiert. Nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungs- und Koalitionskreisen sind in den Haushaltsverhandlungen Mehrausgaben-Wünsche im Bundesfinanzministerium von fast 400 Milliarden Euro gegenüber der geltenden Finanzplanung eingegangen. Allein für dieses Jahr belaufen sich die Mehrforderungen der Ressorts auf rund 70 Milliarden Euro. (Handelsblatt) – 2.2.2022
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55131290-pressespiegel-zinsen-konjunktur-kapitalmaerkte-branchen-015.htm
DEUTSCHLAND – Bundesregierung bringt einmaligen Heizkostenzuschuss auf den Weg – 2.2.2022
Die Bundesregierung hat angesichts deutlich gestiegener Energiepreise einen einmaligen Heizkostenzuschuss für Bedürftige auf den Weg gebracht. Das Geld solle im Sommer unbürokratisch an die Berechtigten ausbezahlt werden, sagte Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) nach einer Kabinettssitzung in Berlin. Profitieren sollen etwa 2,1 Millionen Menschen. Union und Linke kritisierten den Zuschuss als völlig unzureichend.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55139869-ueberblick-am-abend-konjunktur-zentralbanken-politik-015.htm
DEUTSCHLAND – Lindner will Abschaffung der EEG-Umlage „spätestens bis zur Jahresmitte“ – 2.2.2022
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat den Willen zu einer schnellen Abschaffung der EEG-Umlage als Reaktion auf die hohen Energiepreise bekräftigt. Als spätesten Zeitpunkt dafür nannte er Mitte 2022. „Wir können schnellstmöglich, spätestens bis zur Jahresmitte, auf die EEG-Umlage verzichten, die verteuert den Strompreis“, sagte Lindner in einem von seinem Ministerium verbreiteten Statement. „Wir haben sehr stark steigende Energiepreise.“ Das belaste Familien und Wirtschaft. „Wir können reagieren“, hob er hervor.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-02/55136186-ueberblick-am-mittag-konjunktur-zentralbanken-politik-015.htm
ÖSTERREICH – Tourismusanalyse 2021: Gästenächtigungen auf dem Niveau von 1970. Trotz rasant steigender COVID-19-Infektionszahlen positive Bilanz für Weihnachtstourismus 2021 – 2.2.2022
Nach einer Atempause für den österreichischen Tourismus im Sommerhalbjahr 2021 mit knapp einem Viertel mehr Nächtigungen als in der ersten krisengeprägten Sommersaison 2020 und einem Rückstand von nur rund 16% gegenüber Sommer 2019, war der Start in die Wintersaison neuerlich von einem Lockdown im November und Dezember 2021 geprägt. Im Vergleich zur Saison 2018/19 beläuft sich der Aufholbedarf im ersten Winterdrittel demnach auf Basis von Nächtigungen auf gut 40%, gemessen an den nominellen Umsätzen auf knapp zwei Fünftel. Im gesamten Kalenderjahr ging die Nachfrage nach massiven Verlusten 2020 (Nächtigungen –35,9%) 2021 insbesondere infolge des Lockdown von Jahresbeginn bis Mitte Mai neuerlich spürbar zurück (–18,7%) und erreichte damit das Vorkrisenniveau von 2019 nur in etwa zur Hälfte.
https://wifo.at/publikationen/publikationssuche?detail-view=yes&publikation_id=69333
7-Seiten-PDF: https://wifo.at/jart/prj3/wifo/resources/person_dokument/person_dokument.jart?publikationsid=69333&mime_type=application/pdf