bookmark_borderN+C – Zeitenblick KW 50/51 – Teil 2

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Zu Teil 1: https://www.news-and-comment.at/2021/12/20/nc-zeitenblick-kw-50-51-teil-1/

Zur freundlichen Erinnerung:

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KOMMENTAR WIE IN TEIL 1: Nicht ein, gleich mehrere Hoffnungsschimmer glimmen, besser: leuchten auf, folgt man den Aussagen der Wirtschaftsinstitute Deutschlands und Österreichs. Motto: die Hoffnung stirbt zuletzt. Der Wirtschaftsrückgang der letzten Wochen wird nicht übersehen, aber “weggesteckt”, dafür glänzen die Äuglein der Forscher, geht es um Voraussagen in 2022 und insbesondere 2023. Gerade auch Österreichs Institute tun sich hervor, speziell das WIFO, vertreten durch Herrn Felbermayer. Und dieser ist – richtig! – geborener Österreicher.

Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

Ist sie wirklich hoffnungslos?

Nein, das zuletzt eingebremste Wirtschaftswachstum bremst sich – Basiseffekt hin oder her – auf relativ hohem Niveau ein. Das macht die hoffnungsvollen Prognosen, auch wenn ein paar Stirnfalten im Gesicht aufziehen, letztlich nachvollziehbar.

Das Damoklesschwert, das über all diesen Prognosen schwebt, hat einen Namen: Omikron. Und wie fest das Seil oder der Faden ist, an dem dieses Schwert hängt, lässt sich noch nicht ausmachen.

Das zweite Damoklesschwert, das schon länger über unseren Köpfen schwebt, trägt den Namen Inflation – und da gibt es auch in der zurückliegenden Wochen einige Meldungen, die von einem Anschwellen der Teuerung ebenso berichten wie von Zentralbanken, die den Pfad der Tauben zu verlassen beginnen, allen voran die Federal Reserve Bank der Vereinigten Staaten von Amerika.

Anderes zaubert aber eher Sorgenfalten auf die Stirn: die zunehmende Fragmentierung der Gesellschaften Österreichs und Deutschlands und überhaupt in den europäischen Staaten, ja, in vielen Staaten der Welt. Der Demokratiemonitor des Sora-Instituts liefert dafür ein beredtes Beispiel.

Hier könnte sich ein Aggressionspotential aufbauen, dass über gehässige und untergriffige Worte handgreiflich hinausgeht.

Dazu kommen aus den weltpolitischen Gegenden nicht gerade Glückswallungen hervorrufende Meldungen, wie im Zeitenblickt KW 49/50 summarisch aufgezählt.

Angst und Unsicherheit – ein geniales Geschwisterpaar – lassen nach dem starken Staat rufen, der in seiner so erwünschten Totalität endlich einmal “aufräumt” – den Augiasstall nämlich, wie Jörg Haider einst meinte. Auch ein gewisser Herr A.H. versprach in martialischem Tonfall aufzuräumen und auszumisten.

Angst und Unsicherheit könnte sich auch an den Börsen ausbreiten. Betrifft das nun nur jene, die als Professionelle oder Private an den Börsen handeln?

Mitnichten. Börsen sind feine, seismographisch empfindliche Gradmesser mit der Neigung, stark nach oben oder unten auszuschlagen. Sie zu beobachten, dazu muss man an Börsen nicht aktiv sein. Aber sehen, was dort vorgeht, ist lehrreich und lässt besser abschätzen, wohin die Reise geht.

Um es klarer auszudrücken: der Gang der Börsen betrifft den Wirtschaftsgang mit all seinen internationalen Verflechtungen und damit die Gesellschaft mit all ihren Interdependenzen mit anderen Gesellschaften rund um die Welt auf das Nachhaltigste. Börsenspekulant oder Börsenspekulantin braucht man wirklich nicht zu sein, um den Sturm, der von den Finanzmärkten ausgeht – sei es vorwärts oder zurück, gen Norden oder Süden – wahrnehmen zu können.

Börsen und Warenterminmärkte abschaffen? Kein Problem. Besagter Herr A.H. schloss die Bremer Kaffeebörse. Fortan tranken die deutschen Volksgenossen Blümchenkaffee. So teuer wurde der Kaffee, dass sein dünner Sud die Blümchen am Grunde der sonntäglichen Kaffeetassen sichtbar werden ließ.

Aus der Corona-Welt kommen Meldungen, die eher apokalyptischen Charakter tragen – Gradmesser der kakophonischen Hysterie, die sich inzwischen landauf, landab meldungsüberreich breit macht. Omikron, oh Omikron, dich haben wir zu unserem Glück noch gebraucht. Wie war das doch mit der Hoffnung: diese stürbe zuletzt? Womit ich meinen hoffnungsvollen Schlusspunkt setze.

…oooOOOooo…

Die Parlamentswochen vom 20. Dezember 2021 bis 7. Jänner 2022
Bundesrat, BR-EU-Ausschuss, Hauptausschuss, Jahresbilanz-Pressekonferenz
https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2021/PK1485/index.shtml

Inflationsmonitor des IHS
https://www.myinflationtool.com/
Thema Inflation – Sebastian Koch vom IHS erklärt die Teuerung – 5:53-min-Video
https://www.youtube.com/watch?v=w4NNuwGVbGw&t=129s

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ÜBERSICHT – Teil 2: Donnerstag, 16.12., bis Sonntag, 19.12.2021

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bookmark_borderN+C – Zeitenblick KW 47/48

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Zur freundlichen Erinnerung:

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Oh Omikron! 

Die Woche fing für Österreich mit sinkenden Inzidenzen recht gut an. Dann aber kam Mittwoch die Omikron-Meldung der WHO – und schon war ein medialer Hype um etwas entstanden, das man in seinen Folgen noch nicht abschätzen kann; dies offenbart die Meldungsübersicht. Panik ist keinesfalls angesagt. Aber üblicherweise gilt: Ungewissheit macht Angst.

Die Finanzmärkte reagierten rasch deutlich nach unten. Vermutlich werden sie sich bald fangen. Ist die Zeit für eine nachhaltige Korrektur schon reif? M.E. nein.

Von der „normalen“ Corona-Front machen sich die medizinischen Meldungen eher rar, dafür gibt es Berichte über sehr merkwürdige Verhaltensweisen: ein Theologe impft, ein Arzt verimpft selbstentwickelten Imfpstoff, gefälschte Corona-Impfpässe u.a.m. Vor allem „erschrecken“ die kakophonischen Meldungen aus Europa zur Pandemie: Impflicht, 2G, 3G, PCR-Tests – ja oder nein? All dies angesichts sich füllender Intensivstationen mit Covid-Erkrankten: die Triage stünde bevor, zumindest tönt es so vernehmlich aus Deutschland, andernorts ist sie schon verwirklicht.

Erschütternd auch die Zunahme an Selbstötungsabsichten insbesondere unter Jugendlichen: “ Depressionen und Essstörungen sind gestiegen. Und Suizidversuche haben sich laut AKH Wien im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Im ersten halben Jahr sind dort 110 Fälle behandelt worden.“ So heißt es lapidar in einer APA-Meldung.

In Österreich stehen die Schulen im Mittelpunkt der Corona-Diskussionen: auf oder zu? Und wie?

Zentralbanken streiten intern um die Position zur Inflation – das hatten wir schon in deutlicherer Manier vorletzte Woche, nun köcheln die Streitereien weiter: bleibt die Inflation, gar Stagflation, oder ist sie nur eine vorübergehende Erscheinung. Manche Zentralbanken erhöhen indessen die Leitzinsen.

Ominöses ist auch von chinesischen Küsten zu hören: die Frachtschiffe sind nicht erfaßbar – ein Datenloch oder ein tatsächliches? Auswirkungen auf die Lieferketten könnte es allemal haben.

Für die weltwirtschaftliche Entwicklung wäre das kein gutes Omen. Tatsächlich schwächen sich Erwartungen für die Zukunft eher weiter ab.

Unangenehme Meldungen zum Klimawandel bleiben im Hintergrund, zu sehr beherrscht das Tagesgeschehen die neue Omikron-Variante. Im Hintergrund bleiben medial auch die Bestrebungen der Europäischen Union, privaten Nachrichtenverkehr zu überwachen – ein seit Monaten kontrovers diskutiertes Thema. Ein Dauerbrenner bleiben die cyberkriminellen Risiken, die im Homeoffice anscheinend in Vergessenheit geraten. Ein weiteres gut bekanntes Thema sind sterotype Einstellungen in Hinsicht auf die Berufswahl: MINT-Fächer Studieren für Frauen? Warum, bitte, nicht? Glänzende Mathematikerinnen, Physikerinnen und Informatikerinnen gibt es allemal.

Weltpolitisch bleibt die Lage fragil: Ukraine, Weißrussland, China und das chinesische Meer; Russland, China und die USA im Zusammen- oder besser Gegeneinanderspiel. Auch innerhalb Europas knistert es: Frankreich und Großbritannien streiten, Polen will eigene Wege gehen u.a.m. Die österreichischen innenpolitischen Untiefen sind bekannt.

Positives tut sich an der Front klimaschonender Technikinnovationen: von nützlichen Bakterien und Ressourcensparen ist u.a. die Rede.

Gibt es katastrophale Entwicklungen nur heute? Ein Blick zurück verrät: der Contergan-Skandal brachte viel Leid für Familien und die betroffenen Kindern; davon handelt eine Bilderstrecke, auch davon, wie mit allen Rechtsmitteln ein Unternehmen sich aus der Affäre zu ziehen versucht.

Neues aus Virologie und Bakteriologie – HIV, Influenza (Grippe) und Antibiotikaresistenzen im Blickpunkt.

Fertig ist das Potpourri, das Welttheater hält uns auf Trab, womit ich meinen gar nicht panischen Schlusspunkt setze.

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bookmark_borderN+C – Zeitenblick KW 46/47

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Zur freundlichen Erinnerung:

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Oh Corona! Die vergangene Woche dominierte die Pandemie meine Informationsquellen auf gewohnt kakophonische Weise, Wirtschaftsmeldungen gerieten geradezu in den Hintergrund.
Impfpflicht, Impfzwang, Sanktionen bei Zuwiderhandeln: ein demokratiepolitisches Problem tut sich auf. Wenn es brennt, dann werden nicht komplizierte und langwierige basisdemokratische Vorgangsweisen in Gang gesetzt; allenfalls berät ein ausgesuchtes und erfahrenes Expertenteam – die Elite! – wie der Feuersbrunst zu begegnen sei. So geschehen bei der Löschung des Brandes von Notre Dame in Paris: mit gutem Erfolg – Rettung in letzter Minute.

Was epidemiologisch-medizinisch relativ einfach zu beantworten ist, ist es in Hinsicht auf die Impfpflicht nicht so ohne Weiteres. Wie ist das mit dem Tuberkulose-Gesetz? Siehe dazu §§ 14 bis 20 des österreichischen Tuberkulosegesetzes i.d.g.F., insbesondere den §18 dieses Gesetzes, sowie die §§ 7 und 7a des österreichischen Epidemiegesetzes i.d.g.F. Aber diese Paragraphen betreffen Krankheitsverdachtsfälle und diagnostisch gesicherte Krankheitsfälle.

Demokratie – eine Schönwetter-Regierungsform?

Vorsicht! Das frugen auch Hermann Heller und Carl Schmitt, wie auf diesen Seiten bereits andernorts ausgeführt: macchiavellisch aus Staatsräson die Verfassung beugen, zur Rettung der Demokratie? Angelehnt an Schmitt: Der Souverän jener, der den Ausnahmezustand beherrscht? Souverän gar der, der den Bürgerkrieg verhindert?
Heller und vor allem Schmitt öffneten mit ihrem Demokratierettungsdenken die Büchse der Pandora. Ihr entstieg das Ungeheuer des Nationalsozialismus. Wehret den Anfängen der Auflösung verfassungsbasierter Demokratie. Wann liegt ein Notstand vor, wann darf ein demokratischer Staat über Notstandsgesetze verfügen? Wie ging man 1968 in der Bundesrepublik Deutschland mit der Frage der Notstandsgesetzgebung um? Welche Folgen hatte dies 1968? Ging man da nicht auch auf die Straße, brannten da nicht Autos, wurden da nicht Schaufenster eingeschlagen? Kam es da nicht zur Rebellion?

Aber Halt! Kann man die 1968er Jahre mit heutigen Anti-Corona-Demonstrationen legitimer Weise vergleichen?

Wir dürfen gespannt sein, ob und wie man in Österreich die Corona-Impfpflicht verfassungsgemäß verankern wird. Die Zukunft wird es zeigen. Österreichische Juristen und Verfassungsjuristen zeigen sich diesbezüglich schon jetzt optimistisch.

Nach zurückhaltender Diskussion im Sommer (pars pro toto hier; 25.7.2021) meldeten sich neben anderen einige prononcierte Stimmen in jüngerer und jüngster Zeit zu Wort, so der Verfassungsjurist Heinz Mayer hier (23.8.2021), hier (7.9.2021) und speziell hier (20.11.2021: Zwangsisolierung), hier (21.11.2021: Zwangsisolierung) und hier (21.11.2021: hohe Geldstrafen) sowie der steirische Star-Jurist Hubert Niedermayr hier (2.11.2021), der vor Kurzem über seine beruflichen Füße stolperte (hier; 10.11.2021).

Ist die Regierung unfähig, die Pandemie zu meistern? Und falls sie sich erst jetzt zu sachnotwendigen Maßnahmen aufschwang: warum erst jetzt, warum nicht schon früher?

Wie mir zugetragen wird aus regierungsfernen und im politischen Apparat tätigen Personen: seit den Zeiten sachlich über Parteigrenzen hinweg zusammenarbeitender Sozialpartnerschaft noch bis in die 1980er Jahre dominierten – so meine Zuträger*innen – zunehmend Unfähigkeit und mangelnde Kommunikation zwischen den einzelnen Einrichtungen unserer schönen Republik, vor allem: zwischen ihnen und der Regierung. Stattdessen gebe es einen der Sache nach nicht dienlichen Hang zu Glanz und Glamour, zu Schönredereien und so etwas wie Fake News.

Doch zurück: mehr oder weniger eng stehen demokratiepolitische Bedenken, mehr aber noch covidiotische Bestrebungen hinter Krawall-begleiteten Demonstrationen nicht nur in Österreich. Dabei bedienen sich aufwiegelnder Weise rechtsextreme, nationalistische und antisemitische Kräfte der Instrumentalisierung geistesarmer Covidioten. Hier liegen mehr oder weniger gute Anknüpfungspunkte zur 1968er-Bewegung in Deutschland.

Die Masse ist verführbar, das wissen die der Massenpsychologie nicht unbaren Propagandisten und Indoktrinierer. Es empfiehlt sich für das nähere Verständnis eine Lektüre, die aus der Frankfurter Schule Horkheimer’scher und Adorno’scher Prägung hervorgegangen ist, nämlich die der „Studien über Autorität und Familie“ und dort ab Seite 77 die des „Sozialpsychologische[n] Teil[s]“, verfasst von Erich Fromm (1936) (Text hier). Ein Licht wird aufgehen! Die erleuchtende Sonne gibt hier die Psychoanalyse Fromm’scher Prägung – gut verständlich und lesenswert! In einer Art gekürzter Version auch hörenswert!

Was brachte die vergangene Woche noch an Meldungen?

Die Geldentwertung schreitet in mehreren europäischen Ländern und in den USA fort, die Kaufkraft sinkt entsprechend. Diese Erscheinung geht nach monetaristischer Theorie mit einer Erhöhung, einem „Aufblasen“ (inflare, lat.; aufblasen) der umlaufenden Geldmenge einher, eine Sicht, die neuere Geldtheorien ablehnen. Inflationär im engen Sinn ist die Entwicklung nicht, will man diesen neuen Geldtheorien glauben. Was aber die Preise treibt und damit die Kaufkraft erniedrigt, das ist die Warenknappheit in Folge der Lieferengpässe einerseits und die nach längeren Lockdown-Entbehrungen hinaufschnellende Nachfrage nach allerlei Waren – vom Rohstoff über Halbfabrikate und Investitionsgütern bis hin zu Dingen des täglichen und des Luxusbedarfs. Der zurückgedrängten Kaufmöglichkeiten halber haben sich die Ersparnisse in den privaten und Unternehmenshaushalten erhöht, vermehrt ströme Nachfrager-Geld in den Markt. So die verbreitete Sicht der Ökonomen. Also dreht doch ein Geldmengen-Überhang an der Preisschraube, aber eben nicht über die Druckerpresse der Zentralbanken – so die Modern Monetary Theory. Nun ja.

Abermals steht im Raum die Furcht vor einer Stagflation. Entsprechend reichlich die teils sehr widersprüchlichen Äußerungen der Zentralbanken zur Inflationsfrage: sie sei vorübergehend, so die einen; sie könne durchaus bleiben so die anderen.

Unter den Zentralbank-Aussagen stechen jene zu den Risiken hervor: Blasenentwicklungen auf den Immobilien- und Finanzmärkten werden nur stärker als je thematisiert – allen voran mit erfrischender Deutlichkeit von der US-amerikanischen Notenbank in ihrem jüngsten Finanzstabilitätsbericht vom heurigen November; die europäische Zentralbank äußert sich verhaltener: langfristig könnten Risiken entstehen. Wie letzte Woche schon ist es das Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel, das zur verstärkten Inflationsbeobachtung rät. Zaghaft stimmt Generallissima Lagarde ein, um wenige Tage danach rasch zu beschwichtigen: nicht zu schnell brauche man die Inflation bekämpfen, die Geldpolitik straffen; aber vielleicht 2023.

Doch Blasenentwicklungen bedürfen eines, um im Absturz zu enden: Kreditaufnahmen auf Aktienbeständen und Immobilien. Geht die Wirtschaft schlecht, steigt die Zinserhöhungs-gebietende Inflation, dann ist’s Oha mit der Aktien- und Immobilienparty. Baissen auf beiden Märkten sind angesagt, die sich gegenseitig verstärken – schon ist ein eindrücklicher Immobilien- und Aktienkrach im Gange. Was sagen uns diesbezügliche Margin-Debt-Statistiken? Nichts Gutes. Wenn ich richtig höre, so höre ich ein Knistern im Gebälk hoch hinaufgepreister Immobilien und Unternehmensanteile. Das hören auch die Damen und Herren in den Notenbanken – daher u.a. die Unruhe dort.

Wer zahlt dann die Misere? Alle, allen voran die kleine Frau, der kleine Mann auf der Straße.

Die bösen Börsenspekulanten*innen aber auch, weg mit ihnen!

Ok, nehmt sie an die Kandare, schon versiegt die vornehmste und wichtigste Aufgabe von Börsen und Märkten, nämlich die, Informationen und Transparenz zu ernötigen. In den Hinterzimmern staatlicher Zentralplanung wird dann wieder intransparent „interveniert“ und auf der Vorderbühne Pseudo-Parlamentarismus zelebriert werden. Wohin das führte, das konnte die Welt in allen Staaten zentralplanerischen Wirtschaftens erleben.

Davon war nicht nur die historisch gewordenen UdSSR betroffen, sondern auch die ach so marktaffinen Vereinigten Staaten von Amerika. Finanzkrisenauslösend waren politische Wünsche Reagans und Clintons, allen US-Amerikaner*innen den Erwerb von Grund und Boden zu ermöglichen, den amerikanischen Traum zu verwirklichen. Schließlich wollten beide Herren wiedergewählt werden, Greenspan erwies sich als willkommener Begünstiger solcher Träume. Aber um welchen Preis? Nun, der ist inzwischen bekannt.

Doch zurück zu den Blasen: was bringt sie zum Platzen? Oftmals Kleinigkeiten. Die weltpolitische Lage hält allerdings schon eher Großigkeiten denn Kleinigkeiten parat, wie die weiter unten versammelten Meldungen erzählen.

Eine davon ist diese: Blähung, Aufblasen auch von Staatsschulden, und dies nicht erst seit der Coronakrise. Nun ist es in den USA wieder einmal so weit: Mitte Dezember ist die mächtige USA zahlungsunfähig, wenn nicht, tja, wenn nicht die US-Verschuldungsgrenze angehoben werden wird. Wozu kann eine Theorie, vor allem eine ökonomische, dienen? Um zu begründen, was politisch gewollt ist. Staatsschulden sind wurscht, also hinauf mit der Verschuldensgrenze, das ist gut für die Wirtschaft.

Noch nicht ganz in den Gehirnen der Entscheidungsträger angekommen ist aber dies: geht’s der Wirtschaft gut, geht’s dem Klima mies.

Womit wir beim dilemmatösen Zustand sind, in den sich die Welt seit Jahren, nein: seit Jahrzehnten interventionistisch schuldentreibend und ungleichheitsfördernd aktiv hineinbemüht hat: Wirtschaft rauf, Lebensqualität auf der Erde infolge fortschreitenden Klimawandels runter. Oder: Konsum- und Energieeinschränkung rauf, Wirtschaft runter. Schon stehen die Arbeitslosen auf den Straßen. Sie werden aber kaum Freudenlieder anstimmen, sondern ihre Fäuste schwingen – und dreinschlagen. An Stelle einer Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der üblichen Defintion bedarf es einer ökologisch-ökonomisch ausgerichteten Gesamtrechnung. In dieser bekäme das Sparen im Sinne einer Ressourcenschonung anderen „Klang“, anderes Gewicht. Diese Art der Gesamtrechnung aber ist noch nicht Allgemeingut in den Volkswirtschaftslehrbüchern geworden.

Dilemmata aller Arten fördern Unsicherheiten und Ängste, ein großes Dilemma wie das geschilderte große Unsicherheiten und Ängste. Diese wiederum fördern – je größer, umso mehr – Aggressionen und Faschismus, und zwar bei allen Beteiligten.

Sehr hoffe ich, dass meine Sichtweise viel, viel zu schwarz ist. Und glücklicherweise: ich könnte mich ja irren.

Und ja: … die vornehmste und wichtigste Aufgabe von Börsen und Märkten, nämlich die, Informationen und Transparenz zu ernötigen. Eine blauäugige Sicht?

Ist es diese auch: Straßen werden gebaut, um geordneten Waren- und Personenverkehr zu ermöglichen – und dies spätestens und in gekonnter Weise seit römischen Zeiten? Werden Straßen gebaut, damit sich dort Verkehrsrowdys auf asoziale Weise austoben können? Nach langem historischen Prozess: Sind Börsen und Märkte eingerichtet, damit gierig-schmierige Spekulanten*innen sich dort auf asoziale Weise bereichern können?

Hier wie dort bedarf es Regelungen, um die soziale Funktion von Verkehrswegen und Märkten sicherzustellen. Im Falle der Wirtschaft gewährleistet dieses meines Erachtens noch am ehesten der Ordoliberalismus, die Soziale Marktwirtschaft, womit ich meinen (ordo)liberalen Schlusspunkt setze.

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bookmark_borderN+C – Montagsblick KW 41/42

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Die zurückliegende Woche ging neuerlich mit einer großen Menge an Meldungen einher – Lesestoff für eine ganze Woche – in der Tat: es geht um die Rezeption, die Behirnung, das inhaltliche Verstehen des Berichteten. Schon das Lesen der Schlagzeilen in der ÜBERSICHT hält auf dem Laufenden und die kleinen, grauen Hirnzellen in Schwung.
Mit Hilfe der Suchfunktion lassen sich einzelne Artikel rasch auffinden; dazu dient z.B. auf der MICROSOFT-Arbeitsoberfläche „WINDOWS“ die simultane Tastenkombination CTRL bzw. STRG (Control, Steuerung) und F (Find, Finde) zur Suche.

FÜR DEN EILIGEN LESER wiederholt sich – es ist schon fast langweilig! Wo ist der News-Wert? – das wöchentliche Mantra, denn summa summarum gibt es weiterhin nur zu vermerken, das es der Wirtschaft rund um den Erdball noch – noch! – immer “supertoll” geht.

Ganz so „supertoll“ geht es freilich nicht mehr zu, aber noch „toll“ genug. Doch die steckengebliebenen Containerfrachtschiffe, die fehlenden Lastkraftwagenfahrer, die mangelnden Chips für die Elektronikteile, die die Autoindustrie – und nicht nur diese – so dringend benötigt, fehlen. Meldungen dazu gab es in der zurückliegenden Woche in vielfacher Form. Genug Sand im Getriebe, um Preise steigen zu lassen und gleichzeitig die Wirtschaftsaktivitäten einzubremsen. Stagflationäre Warnleuchten glimmen auf.

Tatsächlich fordern Gewerkschaften kräftige Lohnerhöhungen – zumindest jene in Deutschland. Ein Startschuss für die von Zentralbanken gefürchteten und eine Geldentwertung befestigenden Zweitrundeneffekte?

Geöffnete Geldschleusen tun ein Übriges, wie die Empfehlung des Internationalen Währungsfonds (IWF) sie nahelegt. Doch Zentralbanker und Wirtschaftsforscher sind sich einig: die Inflation bleibt kein Dauergast, 2022 wird sie schon Geschichte sein. Auch der neue WIFO-Chef Felbermayr äußert sich mit Blick auf Österreich im gleichen Sinn. Nur wenige Experten sehen dies anders.

Reihum fielen die Wirtschaftsprognosen gedämpfter aus, vom IWF und der OECD über den New Yorker Konjunkturindex, von den stockenden Autoverkäufen in China und in der Eurozone zu den pessimistischer eingestellten Wirtschaftsprognostikern in Deutschland und Österreich gibt es eines zu hören: leichtes Jammern auf hohem Niveau. Auf Mittelfrist wird wohl der Rebound-getriebene Wirtschaftsboom enden und zu schwachen Wachstumsraten der Vorjahre zurückkehren, so Felbermayr vom österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitut. Damit dürfte er nicht nur allein die österreichische Wirtschaftssituation der Jahre nach 2022, 2023 skizziert haben, sondern auch die von Europa. Doch zuvor werden die derzeit fragmentierten Wirtschaftsdynamiken der einzelnen Branchen wieder gekittet sein: Jubel in der produzierenden Industrie, banges Warten auf Umsätze bei den Dienstleistern, allen voran dem Tourismus- und Beherbergungsgewerbe. Tu felix Austria aber bewirte Deine ausländischen Gäste zahlreich – so könnte es, kommt nichts seitens der Pandemie dazwischen, Ende dieses Jahres heißen.

Einer Gratwanderung gleich scheinen die Bemühungen um die Eindämmung des CO2-Ausstoßes, welche wirtschaftlich sowohl dämpfend als auch antreibend, unterm Strich vermutlich positiv wirken. Grundproblem bleibt hier: wie lassen sich Konsumwünsche der seit langem in der westlichen Welt verwöhnten Nachfrager in Einklang mit einer wirkungsvollen Klimapolitik bringen? Kritische Stimmen meinen, dass dies nahezu unmöglich sei: die vorherrschenden sozial treibenden Kräfte stünden dem entgegen. Für die jüngeren und jüngsten Generationen ist das kein gutes Omen.

Wie gerne schaut man da Richtung Innovation: die Weiterentwicklung des Menschen zum technoiden Mensch, die digitale Anthropologie als Hoffnungsgebiet. Aber nicht nur: Digitalisierung und Kriminalität haben schon längst Hochzeit gehalten. Und soziale Medien sowie Digitalisierung erweisen sich nicht nur als segensreich, sondern für viele heimlich, still und leise als digitale Stasi, als digitalisiertes stählernes Gehäuse der Bürokratie und Quelle für Überlastung, als Ursache für Negativstress und Burnout; nicht zuletzt als gesellschaftsspaltender Keil: immer schneller, immer schneller, wer – atemlos geworden – nicht mithalten kann oder will, was dann?

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bookmark_borderN+C – Montagsblick KW 40/41

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UPDATE 12.10.2021: In der Rubrik DOSSIERS – ÖSTERREICHISCHE REGIERUNGSKRISE UND KANZLERROCHADE wurde Quellenmaterial zur „Anordnung der Durchsuchung und der Sicherstellung“ und der einschlägige Profil-Artikel dazu ergänzt. Zudem wurde das Quellenmaterial zum „Vernehmungsprotokoll Sebastian Kurz vom 5.9.2021“ dem zugehörigen Profilartikel vorangestellt und somit von diesem klar abgesetzt.

Die zurückliegende Woche ging mit einem Schwall an Meldungen einher – Lesestoff für eine ganze Woche sozusagen. Lesestoff in der Tat für die ganze Woche: es geht um die Rezeption, die Behirnung, das inhaltliche Verstehen des Berichteten. Hier die geraffte Übersicht. Schon das Lesen der Schlagzeilen dort hält auf dem Laufenden und die kleinen, grauen Hirnzellen in Schwung.

FÜR DEN EILIGEN LESER wiederholt sich das wöchentliche Mantra, denn summa summarum gibt es weiterhin nur zu vermerken, das es der Wirtschaft rund um den Erdball noch – noch! – immer “supertoll” geht.

Als Wermutstropfen erweist sich einmal mehr die langsam wachsende Angst vor einer bleibenden hohen Inflation oder gar Stagflation. Doch der Internationale Währungsfonds und die Europäische Zentralbank (EZB) bleiben dabei: die Inflation sei vorübergehend. Dabei gibt es hinter den Kulissen der EZB Auffassungsunterschiede. Auch die Federal Reserve äußert sich kryptisch: es könnte sein, dass die Inflation länger als zunächst angenommen währen könnte. Die Preise für Energie, aber auch für Lebensmittel steigen weiter. Auf besorgniserregende Unsicherheiten in der Lebensmittelversorgung weist die United Nations (UN) – Unsicherheiten in der Lebensmittelproduktion bedeuten anziehende Preise und vor allem menschliches Leid; dies wohl auch für längere Zeit.

Entspannung könnte auf den preislich weit vorgelaufenen Öl-Märkten eintreten: die OPEC und ihre Assoziierten denken an eine Erhöhung der Fördermenge. Zudem sind die Öllagerbeständen in den USA in der letzten Zeit unerwartet gestiegen. Obendrein will Putin die Gashähne aufdrehen und so die Gaspreissituation in Europa lindern. Entspannung signalisieren auch Meldungen, dass die weltweiten Lieferkettenprobleme ihren Zenit überschritten haben könnten.

Bis das der Fall ist, stehen zumindest Anleger eher auf der Verkäuferseite deutscher Bundesanleihen. Ob von dort Gefahr für die Aktienpreise droht? Man wird sehen. Mit den IPOS, den öffentlichen Börsengängen hoffnungsfroher Unternehmen, schaut es derzeit gar nicht gut aus. Und das bedeutet zumeist eher nichts Gutes für die weitere Kursentwicklung.

Anders schaut es in China und Japan aus, auch in den USA erwartet SENTIX eine Besserung der Börsenlage. Freilich sei Geduld angesagt, aber für das vierte Quartal ergäben sich Chancen. So in etwa stand es auch letzte Woche hier zu lesen.

Ungemach in Deutschland erzeugte die Meldung eines unerwartet starken Rückgangs der Aufträge für die deutsche Industrie. Auch der Export ließ zuletzt zu wünschen übrig, die Autoindustrie meldete Verkaufsrückgänge. Wie gut, dass der Euro im Verhältnis zum US-Dollar jüngst billiger geworden ist: es winken neue Exportchancen. Bis diese eingetreten sind verwundert es nicht, das Wirtschaftsprognosen für Deutschland nach unten korrigiert wurden. Angesichts der Preissteigerungen werden die Gewerkschaften verständlicherweise kecker mit Blick auf ihre Lohnforderungen: Streiks liegen in der Luft. Die von Mme. Lagarde gefürchteten Zweitrundeneffekte könnten z.B. in Deutschland ihren Anfang nehmen.

Die österreichische Wirtschaft wächst mit Raten, die man dank Basiseffekt seit Jahren nicht mehr sah. Doch die Pandemie erweist sich abermals als Hemmschuh der Wirtschaftserholung in 2021 und 2022. Auch die CO2-Steuer wird eher nicht die Wirtschaft beflügeln, obwohl der Preis je CO2-Tonne recht niedrig angesetzt ist, so jedenfalls sehen es Umweltschützer und Klimaexperten. Schaut man sich klimabezogene Meldungen an, dann kann man deren Sorgen wohl verstehen.

Kein Chaos erzeugte auf den ersten Blick die jüngst aufgebrochene Regierungskrise dank Kanzlerrochade; Näheres dazu ist unten im Dossier nachzulesen. Ein völliges Abgleiten in bananenrepublikanisch-orbaneske Zustände wurde vorerst verhindert. Ein Bundespräsident, der sich für mehr als spitzbübische Eskapaden entschuldigte, ließ aufhorchen.

Weltweit jammern Anleger über die internationale Konjunktur, und dies in wiederholter Folge, wie die SENTIX-Konjunkturumfrage ergab.

Wachsamkeit bei den internationalen Regulierern mit Blick auf elektronische Zahlungsmittel und – seitens der EZB – auf die „Big Tech“ Unternehmen. Neuer Wind auch bei der BAFIN, dessen neuinstallierter Chef umrührt.

Unter den „Big Tech“ sorgte Facebook und Töchter für Schlagzeilen: sechsstündiger Ausfall des sozialen Netzwerkes sind eines, die Anschuldigungen der Whistleblowerin Frances Haugen aber ein anderes: Facebook als Hassschleuder aus Profitgier, als Erzeuger von psychischem Leid bei Kindern und Jugendlichen – und dies wider besseren Wissens; Frucht der Versäumnis von kartellrechtlichen Regulierungen. Näheres dazu im Dossier unten.

Kein Chaos einstweilen auch in den USA: die Schuldenbremse trat vorerst nicht in Kraft. Doch streiten Demokraten und Republikaner weiter über eine Anhebung der Schuldengrenze Anfang Dezember. Der Streit wird wohl gut enden: die USA werden sich nicht selber international aus dem Spiel nehmen wollen. Freundliche Nasenlöcher machen die USA den Chinesen gegenüber: man will miteinander reden, Handelshemmnisse und Streitpunkte zumindest abmildern.

Gut so, die Kriegsgefahr ist weltweit sowieso in den letzten Jahren gewachsen. Es kriselt nicht nur im südpazifischen Raum. Und die Europäische Union bietet leider keinen absoluten Schutz vor innereuropäischen Konflikten.

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bookmark_borderN+C – Montagsblick KW 39/40

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UPDATE 4.10.2021: in der Rubrik “INTERNATIONALES” wurde die von SENTIX nachgereichte Meldung zum neuerlich verdüsterten Konjunkturausblick in der Form einer Reuters-Meldung eingefügt und im Abschnitt “FÜR DEN EILIGEN LESER” eingeflochten.

Die zurückliegende Woche war einmal mehr mit reichlichen Meldungen, gleichsam mit einem Meldungsschwall gesegnet – Lesestoff für eine ganze Woche sozusagen. Lesestoff für die ganze Woche: es geht um die Rezeption, die Behirnung, das inhaltliche Verstehen des Berichteten. Hier die geraffte Übersicht.

FÜR DEN EILIGEN LESER wiederholt sich das wöchentliche Mantra, denn summa summarum gibt es nur zu vermerken, das es der Wirtschaft rund um den Erdball noch – noch! – immer “supertoll” geht. Geschuldet ist das – blickt man auf die prozentuellen Anstiege – dem Basiseffekt. Und der macht sich nicht nur im Rückblick auf 2020, sondern auch im Rückblick auf 2019 bemerkbar: Boom im Einzelhandel, bei Investitionen, Boom in einzelnen Branchen, in anderen allerdings nicht: fragmentierte Wirtschaft, fragmentierte Gesellschaft hieß es letzte Woche etwas plakativ. Doch der Grundtenor dieser Sicht dürfte wohl stimmen.

Die Molltöne werden im Vergleich zur Vorwoche nun lauter, blickt man auf die diversen Konjunkturberichte und Meldungen zu den Lieferkettenproblemen. Die Erwartungen der Anlegerschaft haben sich laut SENTIX neuerlich in wiederholter Folge verdüstert. Was die Wirtschaftsaussichten betrifft, so sollen die freundlichen Arbeitsmarktdaten nicht täuschen, den Arbeitsmärkte laufen Wirtschaftsentwicklungen in aller Regel hinterher und nicht vorneweg. Auch macht ein großer Wirtschaftsplayer der Welt gerade keine gute Figur: China ist negativ ins Gerede gekommen. Hingegen machen Japan und die Schweiz momentan positive Schlagzeilen.

Was die Lieferketten betrifft: die Nachfrage nach Halbfabrikaten und Endprodukten ist hoch, doch die erwünschten Güter stecken in Häfen und nicht entladenen Container-Frachtschiffen, die sich in Häfen stauen, fest. Wann wird sich dieser Knopf lösen? Je länger er bestehen bleibt, um so düsterer werden die wirtschaftlichen Aussichten werden. Von einer beginnenden, je nach Sektor und Branche unterschiedlich ausgeprägten Flaschenhals- oder Sanduhr-Rezession und Mangelwirtschaft war letztens hier die Rede.

Es geht aber nicht nur um gestörte Lieferketten, sondern auch um die sich – vornehm gesagt – andeutenden Energieknappheiten. Nicht von ungefähr kümmert sich Österreich darum, was im Falle eines Zusammenbruches des Energienetzes nottut. Es geht dabei nicht allein um das Stromnetz, sondern – in Ansehung der Verflochtenheit der Energieträger miteinander – um eben weit mehr. Energieknappheit auf den Weltmärkten bedeutet steigende Energiepreise. Und die stiegen schon in den letzten Monaten in ungeahnter Stärke, machte einen bedeutenden Anteil der Inflation aus.

Der Anstieg der Inflation in den industrialisierten Ländern dominierte einmal mehr Schlagzeilen und sorgte für wahrnehmbarere Unruhe in Regierungs- und höheren Zentralbanketagen. Aus letzteren ertönte abermals die Botschaft, die Inflation sei vorübergehend. Mag sein. Die Zukunft wird es zeigen. Je länger die Geldentwertung andauern wird, umso größer wird die Gefahr, dass sich eine Stagflation herausbildet.

Die Börsen sehen solche Entwicklungen naturgemäß anders: ist die Stimmung jubelnd, wird verkauft; sinkt die Stimmung, hält man sich handelnd zurück; ist die Stimmung dann parterre, so kauft man ein. Nur: wann ist sie am Tiefpunkt? Wie auch immer: zumindest ein Zwischenhoch steht zu erwarten – dank saisonaler Tendenzen, die in den nächsten Wochen stärker werden werden: Zeit fürs Window dressing der vielen Fonds. Für steigende Kurse dürften die Zeichen also gut stehen.

Die langfristigen Probleme freilich bleiben bestehen: wie gehen wir mit dem Klimawandel um? Lässt sich die Erwärmung der Erde stoppen? Und wie? Das Potpourri der hier versammelten erschreckenden Klimanachrichten zeigt die Dringlichkeit des Problems.

Österreich macht sich – auf dem Hintergrund einer sich auch künftig gleichsam automatisch [!] stabilisierenden Finanzgebarung – auf, dem Klimawandel auf seine Weise Bremsblöcke in den Weg zu legen: eine ökosoziale Steuerreform wurde soeben vorgestellt. Was die Stabilisierung des Finanzhaushaltes betrifft, hat Österreich viele früher versäumte Hausaufgaben dank struktureller Verbesserungen nachgeholt. Was es mit der ökosozialen Steuerreform auf sich haben wird, wird sich erst zeigen. Allzu schlecht sieht die Reform aber auf den ersten Blick nicht aus.

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    MASERN-VIRUS u.a.m. – MASSENIMPFUNGEN
  • Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken für Tausende Afghanen auf US-Stützpunkt Ramstein

ÜBERSICHT – VON TAG ZU TAG

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Die zurückliegende Woche war einmal mehr mit reichlichen Meldungen gesegnet – Lesestoff für eine ganze Woche sozusagen. Hier die geraffte Übersicht.

FÜR DEN EILIGEN LESER gibt es – ganz ähnlich wie in den letzten Wochen hier bald mehr als nur oft festgehalten: – summa summarum nur zu vermerken, das es der Wirtschaft rund um den Erdball noch immer “supertoll” geht – Dieses Noch gewinnt mit Blick auf die Meldungslage der vergangenen Woche abermals weiter an Schärfe: neben den optimistischen Tönen staatsnaher Beobachter gibt es weiter Zeichen der Eintrübung vor allem in den USA, auch in China, der jüngste Inflationsanstieg wird zum wiederholten Male von offiziellen Stellen als vorübergehend aufgefasst. Doch treten Stimmen hinzu, die die Gefahr einer kommenden Stagflation an die Wand malen. Dennoch: An den Börsen keimt Optimismus auf. Zwischen Scilla und Charybdis: schwierges Herunterfahren des NIRP- und ZIRP-Gebarens der Europäischen Zentralbank. Erlahmende Impffreudigkeit allüberall.
FAZIT: Leichtes Wirtschaftsjammern auf hohem Niveau; Inflations- und Stagflationsängste (noch) im Hintergrund; aufkeimender Börsenoptimismus; grassierende Impfmüdigkeit.

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