bookmark_borderN+C – Montagsblick KW 39/40

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UPDATE 4.10.2021: in der Rubrik “INTERNATIONALES” wurde die von SENTIX nachgereichte Meldung zum neuerlich verdüsterten Konjunkturausblick in der Form einer Reuters-Meldung eingefügt und im Abschnitt “FÜR DEN EILIGEN LESER” eingeflochten.

Die zurückliegende Woche war einmal mehr mit reichlichen Meldungen, gleichsam mit einem Meldungsschwall gesegnet – Lesestoff für eine ganze Woche sozusagen. Lesestoff für die ganze Woche: es geht um die Rezeption, die Behirnung, das inhaltliche Verstehen des Berichteten. Hier die geraffte Übersicht.

FÜR DEN EILIGEN LESER wiederholt sich das wöchentliche Mantra, denn summa summarum gibt es nur zu vermerken, das es der Wirtschaft rund um den Erdball noch – noch! – immer “supertoll” geht. Geschuldet ist das – blickt man auf die prozentuellen Anstiege – dem Basiseffekt. Und der macht sich nicht nur im Rückblick auf 2020, sondern auch im Rückblick auf 2019 bemerkbar: Boom im Einzelhandel, bei Investitionen, Boom in einzelnen Branchen, in anderen allerdings nicht: fragmentierte Wirtschaft, fragmentierte Gesellschaft hieß es letzte Woche etwas plakativ. Doch der Grundtenor dieser Sicht dürfte wohl stimmen.

Die Molltöne werden im Vergleich zur Vorwoche nun lauter, blickt man auf die diversen Konjunkturberichte und Meldungen zu den Lieferkettenproblemen. Die Erwartungen der Anlegerschaft haben sich laut SENTIX neuerlich in wiederholter Folge verdüstert. Was die Wirtschaftsaussichten betrifft, so sollen die freundlichen Arbeitsmarktdaten nicht täuschen, den Arbeitsmärkte laufen Wirtschaftsentwicklungen in aller Regel hinterher und nicht vorneweg. Auch macht ein großer Wirtschaftsplayer der Welt gerade keine gute Figur: China ist negativ ins Gerede gekommen. Hingegen machen Japan und die Schweiz momentan positive Schlagzeilen.

Was die Lieferketten betrifft: die Nachfrage nach Halbfabrikaten und Endprodukten ist hoch, doch die erwünschten Güter stecken in Häfen und nicht entladenen Container-Frachtschiffen, die sich in Häfen stauen, fest. Wann wird sich dieser Knopf lösen? Je länger er bestehen bleibt, um so düsterer werden die wirtschaftlichen Aussichten werden. Von einer beginnenden, je nach Sektor und Branche unterschiedlich ausgeprägten Flaschenhals- oder Sanduhr-Rezession und Mangelwirtschaft war letztens hier die Rede.

Es geht aber nicht nur um gestörte Lieferketten, sondern auch um die sich – vornehm gesagt – andeutenden Energieknappheiten. Nicht von ungefähr kümmert sich Österreich darum, was im Falle eines Zusammenbruches des Energienetzes nottut. Es geht dabei nicht allein um das Stromnetz, sondern – in Ansehung der Verflochtenheit der Energieträger miteinander – um eben weit mehr. Energieknappheit auf den Weltmärkten bedeutet steigende Energiepreise. Und die stiegen schon in den letzten Monaten in ungeahnter Stärke, machte einen bedeutenden Anteil der Inflation aus.

Der Anstieg der Inflation in den industrialisierten Ländern dominierte einmal mehr Schlagzeilen und sorgte für wahrnehmbarere Unruhe in Regierungs- und höheren Zentralbanketagen. Aus letzteren ertönte abermals die Botschaft, die Inflation sei vorübergehend. Mag sein. Die Zukunft wird es zeigen. Je länger die Geldentwertung andauern wird, umso größer wird die Gefahr, dass sich eine Stagflation herausbildet.

Die Börsen sehen solche Entwicklungen naturgemäß anders: ist die Stimmung jubelnd, wird verkauft; sinkt die Stimmung, hält man sich handelnd zurück; ist die Stimmung dann parterre, so kauft man ein. Nur: wann ist sie am Tiefpunkt? Wie auch immer: zumindest ein Zwischenhoch steht zu erwarten – dank saisonaler Tendenzen, die in den nächsten Wochen stärker werden werden: Zeit fürs Window dressing der vielen Fonds. Für steigende Kurse dürften die Zeichen also gut stehen.

Die langfristigen Probleme freilich bleiben bestehen: wie gehen wir mit dem Klimawandel um? Lässt sich die Erwärmung der Erde stoppen? Und wie? Das Potpourri der hier versammelten erschreckenden Klimanachrichten zeigt die Dringlichkeit des Problems.

Österreich macht sich – auf dem Hintergrund einer sich auch künftig gleichsam automatisch [!] stabilisierenden Finanzgebarung – auf, dem Klimawandel auf seine Weise Bremsblöcke in den Weg zu legen: eine ökosoziale Steuerreform wurde soeben vorgestellt. Was die Stabilisierung des Finanzhaushaltes betrifft, hat Österreich viele früher versäumte Hausaufgaben dank struktureller Verbesserungen nachgeholt. Was es mit der ökosozialen Steuerreform auf sich haben wird, wird sich erst zeigen. Allzu schlecht sieht die Reform aber auf den ersten Blick nicht aus.

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bookmark_borderN+C – Montagsblick KW 38/39

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Die zurückliegende Woche war einmal mehr mit reichlichen Meldungen gesegnet – Lesestoff für eine ganze Woche sozusagen. Hier die geraffte Übersicht.

FÜR DEN EILIGEN LESER wiederholt sich das wöchtentliche Mantra, denn summa summarum gibt es nur zu vermerken, das es der Wirtschaft rund um den Erdball noch – noch! – immer “supertoll” geht. Aber die Molltöne werden etwas lauter, blickt man auf die diversen Konjunkturberichte. Wermutstropfen fallen in die Wirtschaftsaussichten und Geschäftsstimmungen der USA, von Asien, Großbritannien, der Schweiz, der Europäischen Union, Spanien, Italien, Belgien und Deutschland. Die Konsument*innen sehen das da und dort anders: ihre Stimmung hellt auf. Doch was wirtschaftsmäßig 2021 nicht ganz so bringen wird, wie vor einigen Monaten noch verkündet, das bringt nun 2022 – dank der „ausgehungerten“ und durch Sparen „reich“ gewordenen Verbraucher. So der neue Glaube an ein kräftiges Wirtschaftswachstum: es hat sich ja bloß verschoben.

Doch Zentralbanken und Analysten sehen noch schärfer hin als zuvor: ist die jüngst unüblich stark angeschwollene Inflation ein vorüberziehendes Mentekel – und somit eigentlich gar keines. Oder bleibt sie für längere Zeit bestehen. Indiz für die Inflations-bedingte Unruhe in den Chefetagen der Zentralbanken bietet die Menge an Aussendungen und das zurückhaltende, aber denn doch Drehen an der Zinsschraube. Die Notenbanken von Brasilien und Norwegen erhöhen, die Türkei senkt mit dem Hinweis und möglicherweise mit Schielen auf Herrn Erdogan, sie habe die Zinsschraube etwas überdreht. Und die EZB-Chefin verkündet wieder einmal: die Inflation wird kein Dauergast sein.

Andernorts mehren sich noch etwas lauter als zuletzt jene Stimmen, die ein anderes Menetekel heraufdämmern sehen: das der Stagflation. Hintergrund dafür liefern die anhaltenden Störungen in den Lieferketten. Deren Auswirkungen rieseln wie feine Sandkörnchen langsam, langsam in das Getriebe der Weltwirtschaft. Sandkörnchen? Nun ja, wenige wiegen nicht viel. Sehr viele rieselnde Sandkörnchen können mit der Zeit einen Sandberg aufschütten. Wir kennen das woanders her: die Sanduhr produziert, die Zeitspanne abmessend, im Rieselnlassen der Sandkörnchen auch einen Sandhaufen. Wie groß ist die Zeitspanne der gerade dahinrieselnden „Sanduhr Lieferkettenstörung“? Wie groß wird der Sandhaufen im unteren Teil dieser Sanduhr werden?

Ob Flaschenhals- oder Sanduhr-Rezession: die Auswirkungen bei unerwartet langem Andauern der Lieferkettenstörungen wären fatal, und das doppelt, denn gegen Lieferhemmnisse helfen auch keine aufgedrehten Geldhähne. Also müssen andere in die Bresche springen: die Staaten und ihre Subventionen. Das ändert aber nichts am Marktmechanismus: knappe, stark nachgefragte Ware verteuert sich, der Geldtauschwert schwindet. Und dann? Noch weiter zurück im Staatsinterventionismus, zur Planwirtschaft gar?
Wie aber geht man um mit Mangelwirtschaft? Ein Blick zurück lehrt: der Öl-Mangel der 1970er Jahre bescherte eine rund zehnjährige Phase der Stagflation, der relative Mangel an Gütern und Nahrungsmitteln im 16. Jahrhundert bedingte die damalige Preisrevolution für Jahrzehnte. Und heute: wie wird das mit feineren, digital aufmunitionierten, wissenschaftlich-evidenzbasierten geld- und anderen politischen Instrumenten sein? Welch‘ kluges, mit guten Absichten planvolles Handeln wird zu welchen ungeplanten Ergebnissen führen? Und inwieweit führte bereits und führt weiterhin das zu Verzerrungen innerhalb der einzelnen Volkswirtschaften? Die einen darben, die anderen reüssieren. Ganz unterschiedlich und bisweilen in extremer Weise entgegengesetzt entwickeln sich Branchen und Wirtschaftssektoren. Wirtschaftliche Verzerrungen aber bedeuten letztlich gesellschaftliche Verzerrungen.

Das es neben Wirtschafts-Ach und Weh, dem Stöhnen unter der Stagflation noch ein Drittes gibt, das pfeifen inzwischen die Spatzen vom Dach: die Klimakrise. Während sich die Pandemie langsam, langsam über die Häuser hauen wird, wird uns die Frage der Eindämmung des Klimawandels noch lange, sehr lange beschäftigen.
Da aber kommen sich die wirtschaftspolitischen Ziele ins Gehege: Stützen und Befeuern der Wirtschaft mit Blick auf niedrige Arbeitslosenzahlen und damit auch politischer Stabilität lässt sich mit den so notwendigen konsumeindämmenden Maßnahmen nur schwer in Einklang bringen. Auch das lässt erwarten, dass die zentrifugalen Kräfte innerhalb der Gesellschaft sicher nicht schwächer werden werden. Wird nicht da ein erstarkender Staat mit Macht den Deckel auf den brodelnden Topf drücken?

Die Zeiten sind unruhig. Sie werden es wohl noch mehr werden.

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bookmark_borderN+C – Montagsblick KW 37/38

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Die zurückliegende Woche war einmal mehr mit reichlichen Meldungen gesegnet – Lesestoff für eine ganze Woche sozusagen. Hier die geraffte Übersicht.

FÜR DEN EILIGEN LESER gibt es so etwas wie ein déja vue Erlebnis, denn summa summarum gibt es nur zu vermerken, das es der Wirtschaft rund um den Erdball noch immer “supertoll” geht.
Doch das Bild bleibt gemischt: während staatsnahe und offizöse Stellen glänzende Wirtschaftsaussichten für 2022 herannahen sehen und die derzeit anschwellenden Inflation als vorübergehendes Ereignis einstufen, unken andere, die Geldentwertung werde bleiben und im Verein mit anhaltenden Störungen der Lieferketten zu wirtschaftlichen Verwerfungen führen. Sogar innerhalb der Europäischen Zentralbank ist man sich mit Blick auf die Inflation nicht einig. Die Diskussion wogt hin und her, und die Zukunft wird zeigen, welche Partei Recht behalten wird.
China leidet an mehreren Umständen: die grassierende Pandemie, gestörte Lieferketten und behinderte Containerhäfen sowie ein wankender Immobilienriese kratzen am chinesischen und somit am weltweiten Wirtschaftsaufschwung.
Davon war vergangene Woche in den USA noch nichts zu spüren: die Industriererwartungen besserten sich und der Einzelhandel lief besser als erwartet.
Auch Europa meldet gute Industriezahlen – für Juli; doch was ist mit August, was wird im September sein? Analysten erwarten für europäische Unternehmen allerdings deutlich verminderte Gewinne.
Von europäischer Bedeutung ist der Ausgang der Bundestagswahl in Deutschland: wird ein linkes Bündnis die deutsche Wirtschaftspolitik negativ beeinflussen? Pandemie und harzende Wirtschaft der Lieferprobleme wegen sorgen für Zukunftsangst bei deutschen Jungerwachsenen und für Demokratiemüdigkeit in der Gesellschaft: eine Entwicklung, die Sorgenfalten auf die Stirne zaubert. Jedenfalls haben einzelne Wirtschaftsinstitute ihre Wirtschaftsprognosen für Deutschland etwas zurückgenommen.
In Österreich suchten 2020/2021 Jugendliche den Schutz vor Arbeitslosigkeit – so könnte man es sehen – bei den Universitäten: die Studierendenzahl nahm im zurückliegenden Wintersemester zu, allerdings nach Rückgängen in den Vorjahren und nicht zuletzt dank nach Österreich strömenden bundesdeutschen Studierenden. Auch in Österreich trüben sich Wirtschaftslage und Wirtschaftserwartungen etwas ein.
FAZIT: brummende Wirtschaft mit schwarzen Einsprengseln in Gestalt von Pandemie, Lieferkettenproblemen und weiter ansteigender Inflation in vielen Ländern. Kommt es zu einer Stagflation, wie manche glauben?

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bookmark_borderN+C – Montagsblick KW 36/37

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Die zurückliegende Woche war einmal mehr mit reichlichen Meldungen gesegnet – Lesestoff für eine ganze Woche sozusagen. Hier die geraffte Übersicht.

FÜR DEN EILIGEN LESER gibt es – ganz ähnlich wie in den letzten Wochen hier bald mehr als nur oft festgehalten: – summa summarum nur zu vermerken, das es der Wirtschaft rund um den Erdball noch immer “supertoll” geht – Dieses Noch gewinnt mit Blick auf die Meldungslage der vergangenen Woche abermals weiter an Schärfe: neben den optimistischen Tönen staatsnaher Beobachter gibt es weiter Zeichen der Eintrübung vor allem in den USA, auch in China, der jüngste Inflationsanstieg wird zum wiederholten Male von offiziellen Stellen als vorübergehend aufgefasst. Doch treten Stimmen hinzu, die die Gefahr einer kommenden Stagflation an die Wand malen. Dennoch: An den Börsen keimt Optimismus auf. Zwischen Scilla und Charybdis: schwierges Herunterfahren des NIRP- und ZIRP-Gebarens der Europäischen Zentralbank. Erlahmende Impffreudigkeit allüberall.
FAZIT: Leichtes Wirtschaftsjammern auf hohem Niveau; Inflations- und Stagflationsängste (noch) im Hintergrund; aufkeimender Börsenoptimismus; grassierende Impfmüdigkeit.

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bookmark_borderN+C – Montagsblick KW 35/36

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UPDATE 6.9.2021: in der Rubrik „INTERNATIONALES“ wurde die von SENTIX nachgereichte Meldung zum verdüsterten Konjunkturausblick eingefügt und im Abschnitt „FÜR DEN EILIGEN LESER“ eingeflochten.

Die zurückliegende Woche war einmal mehr mit reichlichen Meldungen gesegnet – Lesestoff für eine ganze Woche sozusagen. Hier die geraffte Übersicht.

FÜR DEN EILIGEN LESER gibt es – ganz ähnlich wie in den letzten Wochen hier bald mehr als nur oft festgehalten: – summa summarum nur zu vermerken, das es der Wirtschaft rund um den Erdball noch immer “supertoll” geht – Dieses Noch gewinnt mit Blick auf die Meldungslage der vergangenen Woche weiter an Schärfe: in die optimistischen Töne staatsnaher Beobachter gibt es noch stärkere Zeichen der Eintrübung als in der vorvergangenen Woche vor allem in den USA, der jüngste Inflationsanstieg wird zum wiederholten Male von offiziellen Stellen als vorübergehend aufgefasst. Doch treten Stimmen hinzu, die die Gefahr einer kommenden Stagflation an die Wand malen (=> COMMENT und KOMMENTARE AUS FREMDER FEDER). Der Konjunkturausblick hat sich zudem bereits zum vierten Mal verdüstert, so der SENTIX Konjunkturindex. Auch die Corona-Pandemie spielt weiterhin eine Rolle. Die Gefahr in Form des Delta-Virus ist weiterhin bedeutungsvoll (=> COVID-19 Dashboard der Johns Hopkins University). Wie aufgeregte Debatten um Maßnahmen und Impfmanagement zeigen, herrscht eine irrlichternde Besorgnis weiterhin bei Gesundheitsexperten und in der Politik.
Aus den Sonderthemen ragen die Frage um die afghanischen Flüchtlinge und der Dauerbrenner Vermögens- und Erbschaftssteuern hervor. Afghanistans benachbarte Turkstaaten fürchten den Import islamistischer Vorstellungen in ihre Länder und schotten sich ab. Auch Österreichs Bundesregierung sagt Nein zur Aufnahme dieser Flüchtlinge und möchte gemeinsam mit der Europäischen Union die Turkstaaten zur Flüchtlingsaufnahme bewegen; indessen ruft EU-Kommissar Asselborn zur Front gegen Österreichs ablehnender Haltung und den derzeitigen EU-Vorsitz von Slowenien auf, das ebenfalls gegen die Flüchtlingsaufnahme votiert. Interessante Hintergrundinformationen zum Problem stellen die Beiträge “Afghanistan: Ein zerklüftetes Land” (Mit offenen Karten Reupload, ARTE, 2017) und “Die geographische Verbreitung des Islam und Islamismus” (Mit offenen Karten, ARTE, 2020) dar. Zur Vermögens- und Erbschaftssteuern melden sich wirtschaftsnahe Stimmen ablehnend, umverteilungsaffine Stimmen dagegen zustimmend zu Wort. Eine neue Studie, päsentiert zur Tagung der Zentralbanken in Jackson Hole, sieht als Ursache der „savings glut“, dem Überhang an Sparguthaben, die Bündelung von „Geld“ bei Reichen. Daraus, so schlussfolgern die Studienautoren, erhellt sich, dass die Reichen Verursacher des Niedrigzins seien. Für weitere kontroverse Diskussionen ist Stoff gegeben.
FAZIT: Neben optimistischen Ausblicken auf weiteres Wirtschaftswachstum gibt es zunehmend Zeichen einer harzenden Wirtschaft; noch handelt es ich um eine Art Jammern auf hohem Niveau; möglicherweise entwickelt sich aus der Inflation eine länger währende Stagflation (=> COMMENT und KOMMENTAR AUS FREMDEN FEDERN). Bremsend wirkt sich abermals die Pandemie mit steigenden Neuinfektionszahlen und ansteigenden Hospitalisierungen COVID-19-Erkrankter aus. Doch die Hoffnung stirbt bekanntnlich zuletzt: der Chef der deutschen Kassenärzte wähnt die Pandemie im Frühjahr 2022 beendet. Zündstoff für weitere Diskussionen liefern das Problem um afghanische Flüchtlinge und der Dauerbrenner Vermögens- und Erbschaftssteuern, denen sich die These um Reiche als angebliche Verursacher des Niedrigzins hinzugesellt.

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bookmark_borderKronengift – Die Coronapandemie im Blick KW 35

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UPDATE 3.9.2021: für den 1.9.2021 wurde in der Rubrik ÖSTERREICH die Meldung „Interaktive Karte zeigt alle Impfangebote für Jugendliche“, für den 30.8.2021 wurde in der Rubrik ÖSTERREICH die Meldung „Unterschiedliche Impf-Regelungen für Medizin-Studenten …“ ergänzt.

SONDERTHEMEN

  • PATHOLOGIE
  • Österreichs Pathologen – Weder „Aufschneider“ noch „CSI“
    ANTIBIOTIKA-RESISTENTE BAKTERIEN
  • Neue Antibiotika­kombination: Direkt resistente Bakterien gefunden
    HUMANES IMMUNDEFIZIENZ-VIRUS (HIV, Human Immunodeficiency Virus)
  • Rückschlag bei Suche nach Impfstoff gegen HIV/Aids – Aktuelle Moderna-Forschung sucht mRNA-Impfstoff gegen HIV (Ärzteblatt)
  • Rückschlag bei Suche nach Impfstoff gegen HIV/Aids – Aktuelle Moderna-Forschung sucht mRNA-Impfstoff gegen HIV (APA)
    CANDIDA AURIS
  • Panresistente Candida auris in den USA aufgetreten
    EBOLA-VIRUS
  • WHO und Regierung geben Ebola-Entwarnung für Elfenbeinküste

ÜBERSICHT – VON TAG ZU TAG

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bookmark_borderN+C – Montagsblick KW 34/35

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UPDATE 31.8.2021: In den Zusammenfassungen und Kommentaren wurden Unklarheiten beseitigt und Weniges – darunter ein COMMENT zur Vermögensentwicklung – ergänzt, in den Schlagzeilen wurden einzelne Fehler ausgebessert.

Die zurückliegende Woche war einmal mehr mit reichlichen Meldungen gesegnet – Lesestoff für eine ganze Woche sozusagen. Hier die geraffte Übersicht.

FÜR DEN EILIGEN LESER gibt es – ganz ähnlich wie in den letzten Wochen hier sehr oft festgehalten: – summa summarum nur zu vermerken, das es der Wirtschaft rund um den Erdball noch immer “supertoll” geht – allerdings ist dieses Noch mit Sicht auf die Nachrichtenlage der vergangenen Woche wieder etwas stärker prononciert: neben jubilierenden Tönen staatsnaher Beobachter gibt es vermehrt Zeichen der Eintrübung vor allem in den USA, der jüngste Inflationsanstieg wird abermals von offiziellen Stellen verstärkt als vorübergehend gesehen, die Corona-Pandemie spielt in den hier versammelten Meldungen nun wieder eine stärkere Rolle als in der vorvergangenen Woche. Die Gefahr in Form des Delta-Virus hat also momentan wieder mehr Gewicht erhalten (=> COVID-19 Dashboard der Johns Hopkins University): unruhige Besorgnis herrscht also weiterhin bei Gesundheitsexperten und in der Politik, wie die Impfdiskussionen in Deutschland und – verhaltener – in Österreich zeigen.
Aus den Sonderthemen ist jenes zu Vermögenssteuern & Co hervorzuheben: die Europäische Union plant eine Studie zur Auswirkung eines europaweiten Vermögensregisters (=> COMMENT).
Interessant auch der Dissenz zwischen Deutschland und dem Flüchtlingskommissar der EU, Asselborn, zur Frage, ob man afghanische Flüchtlinge mir nichts dir nichts aufnehmen solle: Sicherheitsprobleme sehen die Deutschen, Österreich lehnt am striktesten eine Zuwanderung ab, andere EU-Staaten sind ebenfalls „not amused“; siehe dazu die Hintergrundinformationen „Afghanistan: Ein zerklüftetes Land“ (Mit offenen Karten Reupload, ARTE, 2017) und „Die geographische Verbreitung des Islam und Islamismus“ (Mit offenen Karten, ARTE, 2020).
FAZIT: positive Wirtschaftserwartungen offizieller Stellen neben stärker hervortretenden Zeichen der Eintrübung speziell in den USA ergeben ein gemischtes Bild; steigende Inflationsraten ohne Schrecken, da nur als vorübergehend begriffen; dem weiter anschwellende Pandemie-Geschehen wird wieder erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt, dem steigende Impfraten weltweit gegenüberstehen; in den Diskurs schieben sich neu die akute menschliche Frage um afghanische Flüchtlinge angesichts des USA-NATO-Desasters in dem Hindukusch-Land und ein EU-Auftrag für eine Studie zur europaweiten Vermögenserfassung.

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bookmark_borderN+C – Montagsblick KW 32/33

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UPDATE 20.8.2021: Meldung unter „CHINA“: China verliert Interesse an deutschen Firmen – Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung offenbart stark rückläufigen Trend bei Übernahmen

Die zurückliegende Woche war einmal mehr mit reichlichen Meldungen gesegnet – Lesestoff für eine ganze Woche sozusagen. Hier die geraffte Übersicht.

FÜR DEN EILIGEN LESER gibt es – ganz ähnlich wie in den letzten Wochen hier festgehalten: – summa summarum nur zu vermerken, das es der Wirtschaft rund um den Erdball noch immer “supertoll” geht – allerdings ist dieses Noch ein zunehmend schwergewichtiges und erhielt Nahrung von sich eintrübenden Wirtschaftsaussichten in Deutschland, in den USA und weltweit: neben kurzfristigen und nach Bundesbankpräsidend Weidmann auch auf längere Sicht zunehmenden Inflationsgefahren dämmert seit einigen Wochen mit weiter wachsender Zudringlichkeit eine andere, in ihrem Ausmaß immer deutlicher werdende Gefahr in Form des Delta-Virus herauf (=> COVID-19 Dashboard der Johns Hopkins University): weiter deutlich wachsende Unruhe herrscht deshalb nicht nur bei Gesundheitsexperten, sondern sie nimmt auch bei Finanzanlegern, Unternehmen und vor allem in der Politik zu: ihre Stimmen werden zunehmend lauter, ihre Mahnungen eindringlicher.
Da nimmt es nicht Wunder, dass die Debatte um die Einführung einer Impfpflicht weiter im Fokus steht.
FAZIT: schwächelnde Wirtschaftsdaten – aber Panik ist keineswegs angesagt; steigende Inflationsraten – aber nur vorübergehend; anschwellendes Pandemie-Geschehen – aber auch: steigende Impfraten.

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