bookmark_borderTagesblick 7.2.2022, Montag

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CORONA – IMMUNOLOGIE – Genesen oder geimpft: Schutz vor Reinfektionen zeitlich begrenzt
CORONA – MASKEN – FFP2-Masken als bester Corona-Alltagsschutz neben Impfung – Selbst Stoffmasken helfen, wenn auch schlechter – In Österreich vorgeschriebene Schutzmasken mit hoher Schutzwirkung – 7.2.2022
CORONA – INTERNATIONAL – WHO: Projekt patentfreier Coronaimpfstoff erfolgreich gestartet – 7.2.2022
CORONA – USA – USA verzeichnen mehr als 900.000 Coronatote – Rezenter Rückgang der Coronainfektionen – 7.2.2022
CORONA – CHINA – Peking meldet weitere Coronafälle bei Winterspielen – 7.2.2022
CORONA – UNGARN – Ungarn schränkt Berichterstattung über Corona ein – Einschränkung der Pressefreiheit ruft Widerstand hervor – Orban wird wegen seiner Medienpolitik international kritisiert – 7.2.2022
CORONA – ÖSTERREICH – Impfpflicht in Österreich in Kraft, Lotterie verschoben – Impfpflicht-Ausnahmen für Schwangere und gesundheitsgefährdete Menschen – Geldstrafen bis 3.600 Euro – Zuletzt Stabilisierung der Inzidenzen – 7.2.2022
……………………..

PANDEMIE-PROPHYLAXE – Wie Forscher zukünftige Pandemien verhindern wollen – 28 zoonotische Viren seit 1951 bekannt – Abstände zwischen neu entdeckten Erregern werden kürzer, Ausbreitung über mehrere Kontinente hinweg häufiger – Industrialisierte Viehwirtschaft, Wildtierhandel und Abholzung der Regenwälder als Risiken – Globale Virusgenom-Datenbank nötig – Teure Pandemieprophylaxe – 7.2.2022
KLIMAWANDEL – Eisschicht am Mount Everest-Gipfel wird deutlich dünner – 7.2.2022
DIGITALISIERUNG – HOME-OFFICE: Viele Bürokräfte bewerten ihre Erfahrungen mit der Arbeit im Homeoffice positiv. In einer Erhebung für die Krankenkasse KKH gaben 61 Prozent derjenigen, die ihren Bürojob schon einmal von außerhalb ihres Betriebs erledigt haben, an, sie hätten überwiegend positive Erfahrungen gemacht. – 7.2.2022
POLITOLOGIE – Studie: Grüne Parteien profitieren von Wetterextremen – 7.2.2022

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INTERNATIONAL – SENTIX-Sentimente/Konjunktur-Indices: Blick auf USA und Lateinamerika – 6./7.2.2022
INTERNATIONAL – Kapazitäten ausgelastet: Containerschiffe stauen sich im Roten Meer – 7.2.2022
INTERNATIONAL – Ex-Bundesbankchef Weidmann zum Leiter von IWF-Expertengremium ernannt – 7.2.2022
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – GELDPOLITIK / EZB – STABILITÄTSPAKT: Klaus Regling, Chef des Rettungsfonds ESM, will die Euro-Regeln radikal ändern. „Der Euro-Raum braucht einen permanenten Stabilitätstopf, damit es nicht zu ausgewachsenen Krisen kommt“. – 7.2.2022
ZENTRALBANKEN – Lagarde: Haben Instrumente gegen Fragmentierung – Seit letzter EZB-Ratssitzung vorige Woche sind Anleihe-Spreads einiger Euro-Länder gestiegen – 7.2.2022
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – Lagarde will keine spürbare Straffung – nur Normalisierung in Richtung auf das Inflationsziel von 2 Prozent – 7.2.2022
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – EZB/Lagarde: Euroraum-Inflation weniger nachfragegebtrieben – 7.2.2022
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – Knot erwartet EZB-Zinserhöhung für viertes Quartal – 7.2.2022
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – Berenberg: EZB sollte Auswirkungen von Liquiditätsentzug abwarten – 7.2.2022
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – Nordea: EZB-Negativzins bald Geschichte – 7.2.2022
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – GELDPOLITIK / EZB – Klaas Knot hat sich in einem Interview im niederländischen Fernsehen als erstes Mitglied des Rates der Europäischen Zentralbank öffentlich dafür ausgesprochen, die Zinsen noch in diesem Jahr anzuheben und vor auf 4 Prozent steigender Inflation gewarnt. – 7.2.2022
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – EZB-Ratsmitglied Knot sieht Zinsanhebung in diesem Jahr – 7.2.2022
ZENTRALBANKEN – EUROPÄISCHE UNION – Rabobank: EZB-Offizielle mit unterschiedlichen Nuancen bei Ausblick – 7.2.2022
USA – EUROPÄISCHE UNION – Brüssel prüft Datenschutz: Meta warnt vor EU-Aus für Facebook und Instagram – 1:34-min-Video – 7.2.2022
USA – EUROPÄISCHE UNION – Meta erwägt Schließung von Faceboook und Instagram in Europa – 7.2.2022
USA – USA: Verbraucherkredite legen schwächer als erwartet zu – 7.2.2022
CHINA – Stimmung in Chinas Servicesektor im Januar gesunken – 7.2.2022
RUSSLAND – UKRAINE – DEUTSCHLAND – USA – US-Regierung bestreitet anlässlich von Scholz-Besuch Differenzen in Ukraine-Krise – 7.2.2022
RUSSLAND – UKRAINE – POLEN – FRANKREICH – DEUTSCHLAND – Treffen des „Weimarer Dreiecks“: Scholz, Macron und Duda beraten über Ukraine-Konflikt – 7.2.2022
RUSSLAND – UKRAINE – LITAUEN – DEUTSCHLAND – Offenbar Verdopplung der Bundeswehr-Präsenz in Litauen im Gespräch – 7.2.2022
RUSSLAND – UKRAINE – USA – FRANKREICH – Macron telefoniert vor Reise nach Moskau und Kiew erneut mit Biden – 7.2.2022
RUSSLAND – UKRAINE – GROSSBRITANNIEN – Großbritannien entsendet 350 weitere Soldaten an polnische Ostgrenze – 7.2.2022
RUSSLAND – UKRAINE – DEUTSCHLAND – Baerbock: Im Ukraine-Konflikt zur Zahlung von „hohem wirtschaftlichem Preis“ bereit – 7.2.2022
RUSSLAND – UKRAINE DEUTSCHLAND – Lambrecht kündigt 350 weitere Bundeswehr-Soldaten für Litauen an – 7.2.2022
RUSSLAND – DEUTSCHLAND – Russisches Ministerium lädt Leiter von Deutsche-Welle-Büro zu Gespräch – 7.2.2022
EUROPÄISCHE UNION – EU-Finanzbehörden wollen bessere Überwachung im digitalen Wandel – 7.2.2022
NIEDERLANDE – ENERGIEWENDE: Atomausstieg und mögliche Sanktionen gegen Nord Stream 2 im Falle einer Eskalation der Ukraine-Krise werden die Niederlande zu spüren bekommen. – 7.2.2022
DEUTSCHLAND – Ifo-Institut: Unternehmen wollen Preise erhöhen – 7.2.2022
DEUTSCHLAND – Sentix-Konjunkturindex für Deutschland steigt leicht – Nachhaltiger Abriss der Wirtschaftsdynamik aktuell kein Thema. – Stabile Konjunktur im Euroraum: Index für Lage und Erwartungen steigt – Konjunktur befindet sich mutmaßlich im ‚mid-cycle-slowdown‘ – 7.2.2022
DEUTSCHLAND – Kiel Trade Indicator deutet auf steigende deutsche Exporte – Harte Null-Covid-Politik: Omikron drückt auf Chinas Handelszahlen – Weitere Lieferprobleme wegen China möglich – 7.2.2022
DEUTSCHLAND – Deutsche Produktion sinkt im Dezember um 0,3 Prozent – 7.2.2022
DEUTSCHLAND – Umfrage: Zu Jahresbeginn wieder mehr Optimismus im Mittelstand – 7.2.2022
ÖSTERREICH STATISTIK – Außenhandel im November 2021: starker Zuwachs gegenüber dem Vergleichsmonat 2020; Import +23,9%, Export +19,0% – 7.2.2022
ÖSTERREICH – STATISTIK – Großhandelspreise im Jänner 2022 um 15,5% höher als vor einem Jahr – 7.2.2022
ÖSTERREICH – IHS-Präsident Fischler für Forschungs-Finanzierung wie in Deutschland – 7.2.2022
ÖSTERREICH – Designierter IHS-Chef Feld sagt ab – Fischler äußert Unverständnis – IHS hat Verhandlungen mit Guntram Wolff (Bruegel-Institut, Brüssel) aufgenommen – 7.2.2022
ÖSTERREICH – SORA-Schulstudie Jänner 2022: 39 Prozent der Eltern sehen Kinder mit Lernstoff überfordert – Mehr Eltern orten schlechtere Notenentwicklung als Februar 2021, insbesondere jene ohne akademischen Grad – Psychische Gesundheit hat sich weiter verschlechtert – 7.2.2022

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bookmark_borderTagesblick 20.1.2022, Donnerstag

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CORONA – VAKZINOLOGIE – Nach COVID-19-Erstimpfung mit Johnson & Johnson wirkt ein mRNA-Booster am besten – 20.1.2022
Rotterdam – Nach einer Erstimpfung mit dem COVID-19-Vakzin Janssen von Johnson & Johnson ist so­wohl eine homologe Boosterung mit dem Vektorimpfstoff selbst als auch eine Auffrischung mit einem mRNA-Vakzin mit einer ausreichenden Immunogenität verbunden. Die beste Wirkung verspricht aller­dings ein mRNA-Impfstoff, wie eine randomisiert-kontrollierte Studie im New England Journal of Medicine zeigt (2022; DOI: 10.1056/NEJMoa2116747) .
Die einfach verblindete Studie schloss Gesundheitspersonal ein, das mit dem COVID-19-Vakzin Janssen von Johnson & Johnson erstgeimpft war. Die Auffrischungsimpfung erfolgte entweder erneut mit dem Vektorimpfstoff Ad26.COV2.S oder den mRNA-Vakzinen von Biontech/Pfizer (BNT162b2) und Moderna (mRNA-1273).
*** Stärkere Immunantwort als bei Erstimpfung
Roos S.G. Sablerolles und ihre Kollegen vom Erasmus University Medical Center, Rotterdam, berichten, dass sowohl die homologe als auch die heterologe Auffrischungsimpfung bei den 434 Studienteilneh­mern zur Ausbildung höherer Konzentrationen an Antikörpern gegen das Spikeprotein sowie an neutra­lisierenden Antikörpern und einer stärkeren T-Zell-Antwort als die Erstimpfung mit Ad26.COV2.S geführt habe.
Die beste Immunität wurde mit einem mRNA-1273-Booster erreicht. Der Impfstoff von Moderna war mit einer höheren Reaktogenität assoziiert als eine Auffrischungsimpfung mit BNT162b2 oder Ad26.COV2.S.
*** Leichte bis mittelschwere, vorübergehende Nebenwirkungen
Das Nebenwirkungsprofil der Auffrischungsimpfungen bot keine Überraschungen: Die lokalen und syste­mischen Nebenwirkungen seien im Allgemeinen leicht bis mittelschwer ausgefallen und hätten sich auf die ersten beiden Tage nach der Impfung beschränkt, schreiben Sablerolles und ihre Kollegen.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass es zwar gewisse Unterschiede zwischen den Auffrischungs­impfungen gegeben habe, aber „eine Boosterung mit irgendeinem verfügbaren Vakzin ist besser als nicht zu Boostern“, betonen sie.
In Deutschland gelten Personen mit einer 1-Mal-Impfung mit dem Vakzin von Johnson&Johnson seit Kurzem nicht mehr als vollständig geimpft – sie erfüllen auch nicht mehr die Kriterien für die 2G-Regel. Für eine vollständige Grundimmunisierung ist eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erforder­lich, außerdem wird auch ihnen eine 3. Impfdosis zur Auffrischung empfohlen. © nec/aerzteblatt.de
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/131099/Nach-COVID-19-Erstimpfung-mit-Johnson-Johnson-wirkt-ein-mRNA-Booster-am-besten

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bookmark_borderTagesblick 4.1.2022, Dienstag

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CORONA – VIROLOGIE – Neue Variante B.1.640.2: Noch keine größere Besorgnis bei Experten – 4.1.2022
Berlin – Eine in Frankreich entdeckte neue Coronavariante von SARS-CoV-2 sollte Experten zufolge be­ob­achtet werden – eine große Gefahr können sie bislang aber nicht erkennen.
„Wir sollten diese wie auch andere Varianten beobachten, aber es besteht kein Grund, speziell über diese Variante besorgt zu sein“, sagte Richard Neher, Experte für Virusvarianten an der Uni Basel. Der US-Epi­demiologe Eric Feigl-Ding schrieb auf Twitter: „Ich mache mir wegen B.1.640.2 noch keine großen Sor­gen. Ich bezweifle, dass sie sich gegen Omikron oder Delta durchsetzt.“
Französische Forscher um Didier Raoult vom Institut IHU Méditerranée Infection hatten die neue Varian­te bei 12 Patienten im Südosten Frankreichs nachgewiesen, wie das Team Ende Dezember in einem so­genannten Preprint-Paper schrieb (medRxiv, 2021; DOI: 10.1101/2021.12.24.21268174 ) . Der Patient, der in Frankreich wohl zuerst infiziert war, sei von einer Reise aus Kamerun zurückgekom­men. Die Studie wurde bislang nicht von Fachleuten begutachtet und in einem Fachjournal veröffent­licht.
Das Team um Raoult schreibt als Fazit: „Es ist zu früh, um über virologische, epidemiologische oder kli­nische Eigenschaften der neuen Variante zu spekulieren.“ Ihre Daten seien aber ein weiteres Beispiel dafür, wie unvorhersehbar Varianten des Coronavirus auftreten könnten. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte merkur.de: „Wir wissen noch zu wenig, um etwas Brauchbares sagen zu können.“
B.1.640.2 hat einige Mutationen im Spikeprotein, die Experten bereits von der besonders ansteckenden Omikron-Variante kennen, wie Raoult und sein Team schreiben. Das Spikeprotein ist bei der Beurteilung von Varianten von besonderer Bedeutung, weil das Virus damit an menschliche Zellen bindet und auch, weil Impfstoffe auf dieses Protein ausgerichtet sind. Mutationen am Spikeprotein können zu einer schnelleren Ausbreitung des Virus führen. Zudem ist es möglich, dass Impfstoffe ihre Wirkung verlieren.
Allerdings scheine sich B.1.640.2 bislang nicht stark auszubreiten, meint der Basler Experte Neher. Sie sei „damit „eine unter vielen“, die sich gegen Omikron und Delta zumindest bislang nicht durchsetzt“.
B.1.640.2 gehört zu einer Art Variantenfamilie, die seit November auf dem Radar der Weltgesundheits­organisation (WHO) ist. Darauf verwies WHO-Epidemiologe Abdi Mahamud in Genf. B.1.640 wurde nach WHO-Angaben zuerst im September aus der Demokratischen Republik Kongo gemeldet und im Novem­ber unter Beobachtung genommen, habe sich seitdem nach den vorliegenden Daten aber nicht erheblich ausgebreitet, sagte Mahamud. „Wir werden sie im Auge behalten.“
Die WHO unterscheidet bei potenziell gefährlichen Coronavarianten drei Kategorien: (1) besorgniserre­gende Varianten, (2) Varianten von Interesse und (3) Varianten unter Beobachtung.
B.1.640 ist in Kategorie 3, ebenso wie 2 weitere Varianten, Omikron in Kategorie 1. Insgesamt 17 Varian­ten, die die WHO seit Beginn der Pandemie beobachtet hat, haben sich als kurzlebig oder wenig bedroh­lich erwiesen und stehen nicht mehr unter besonderer Beobachtung. © dpa/aerzteblatt.de
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/130568/Neue-Variante-B-1-640-2-Noch-keine-groessere-Besorgnis-bei-Experten

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CORONA – WISSEN – Jahresrückblick: Im 2. Jahr von Alpha bis Omikron – 3.1.2022
Berlin – Die Impfungen gegen COVID-19 haben im vergangenen Jahr vielen Menschen das Leben geret­tet. Die hohe Mutationsrate des Virus SARS-CoV-2 hat jedoch mehrere Varianten hervorgebracht, die den Immunschutz von Geimpften und Genesenen untergraben haben.
Omikron gefährdet auch den Einsatz der gerade zuge­lassenen Antikörperpräparate. Die Entwicklung der 1. oralen Virustatika könnte künftig die Behandlung erleichtern. Long COVID und die Herkunft des Virus dürften auch 2022 ein Thema bleiben.
[Es folgt eine Reihe von Meldungen]
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/130525/Jahresrueckblick-Im-2-Jahr-von-Alpha-bis-Omikron

CORONA – EPIDEMIOLOGIE – Biontech-Chef im Interview: „Das Virus wird fitter werden“ – 11:21-min-Video – NACHTRAG: 22.12.2021
Ab dem 27. Dezember soll die Verabreichung des Impfstoffs von Biontech und Pfizer zeitgleich in allen EU-Staaten beginnen. Über den Ausnahme-Kraftakt für das Entwicklerteam und den besonderen Prozess der EU-Zulassung spricht ntv mit Biontech-Chef Ugur Sahin.
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Das-Virus-wird-fitter-werden-article22251722.html

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bookmark_borderN+C – Zeitenblick KW 50/51 – Teil 1

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Zu Teil 2: https://www.news-and-comment.at/2021/12/20/nc-zeitenblick-kw-50-51-teil-2/

Zur freundlichen Erinnerung:

………………………………………….

Nicht ein, gleich mehrere Hoffnungsschimmer glimmen, besser: leuchten auf, folgt man den Aussagen der Wirtschaftsinstitute Deutschlands und Österreichs. Motto: die Hoffnung stirbt zuletzt. Der Wirtschaftsrückgang der letzten Wochen wird nicht übersehen, aber “weggesteckt”, dafür glänzen die Äuglein der Forscher, geht es um Voraussagen in 2022 und insbesondere 2023. Gerade auch Österreichs Institute tun sich hervor, speziell das WIFO, vertreten durch Herrn Felbermayer. Und dieser ist – richtig! – geborener Österreicher.

Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

Ist sie wirklich hoffnungslos?

Nein, das zuletzt eingebremste Wirtschaftswachstum bremst sich – Basiseffekt hin oder her – auf relativ hohem Niveau ein. Das macht die hoffnungsvollen Prognosen, auch wenn ein paar Stirnfalten im Gesicht aufziehen, letztlich nachvollziehbar.

Das Damoklesschwert, das über all diesen Prognosen schwebt, hat einen Namen: Omikron. Und wie fest das Seil oder der Faden ist, an dem dieses Schwert hängt, lässt sich noch nicht ausmachen.

Das zweite Damoklesschwert, das schon länger über unseren Köpfen schwebt, trägt den Namen Inflation – und da gibt es auch in der zurückliegenden Wochen einige Meldungen, die von einem Anschwellen der Teuerung ebenso berichten wie von Zentralbanken, die den Pfad der Tauben zu verlassen beginnen, allen voran die Federal Reserve Bank der Vereinigten Staaten von Amerika.

Anderes zaubert aber eher Sorgenfalten auf die Stirn: die zunehmende Fragmentierung der Gesellschaften Österreichs und Deutschlands und überhaupt in den europäischen Staaten, ja, in vielen Staaten der Welt. Der Demokratiemonitor des Sora-Instituts liefert dafür ein beredtes Beispiel.

Hier könnte sich ein Aggressionspotential aufbauen, dass über gehässige und untergriffige Worte handgreiflich hinausgeht.

Dazu kommen aus den weltpolitischen Gegenden nicht gerade Glückswallungen hervorrufende Meldungen, wie im Zeitenblickt KW 49/50 summarisch aufgezählt.

Angst und Unsicherheit – ein geniales Geschwisterpaar – lassen nach dem starken Staat rufen, der in seiner so erwünschten Totalität endlich einmal “aufräumt” – den Augiasstall nämlich, wie Jörg Haider einst meinte. Auch ein gewisser Herr A.H. versprach in martialischem Tonfall aufzuräumen und auszumisten.

Angst und Unsicherheit könnte sich auch an den Börsen ausbreiten. Betrifft das nun nur jene, die als Professionelle oder Private an den Börsen handeln?

Mitnichten. Börsen sind feine, seismographisch empfindliche Gradmesser mit der Neigung, stark nach oben oder unten auszuschlagen. Sie zu beobachten, dazu muss man an Börsen nicht aktiv sein. Aber sehen, was dort vorgeht, ist lehrreich und lässt besser abschätzen, wohin die Reise geht.

Um es klarer auszudrücken: der Gang der Börsen betrifft den Wirtschaftsgang mit all seinen internationalen Verflechtungen und damit die Gesellschaft mit all ihren Interdependenzen mit anderen Gesellschaften rund um die Welt auf das Nachhaltigste. Börsenspekulant oder Börsenspekulantin braucht man wirklich nicht zu sein, um den Sturm, der von den Finanzmärkten ausgeht – sei es vorwärts oder zurück, gen Norden oder Süden – wahrnehmen zu können.

Börsen und Warenterminmärkte abschaffen? Kein Problem. Besagter Herr A.H. schloss die Bremer Kaffeebörse. Fortan tranken die deutschen Volksgenossen Blümchenkaffee. So teuer wurde der Kaffee, dass sein dünner Sud die Blümchen am Grunde der sonntäglichen Kaffeetassen sichtbar werden ließ.

Aus der Corona-Welt kommen Meldungen, die eher apokalyptischen Charakter tragen – Gradmesser der kakophonischen Hysterie, die sich inzwischen landauf, landab meldungsüberreich breit macht. Omikron, oh Omikron, dich haben wir zu unserem Glück noch gebraucht. Wie war das doch mit der Hoffnung: diese stürbe zuletzt? Womit ich meinen hoffnungsvollen Schlusspunkt setze.

…oooOOOooo…

Die Parlamentswochen vom 20. Dezember 2021 bis 7. Jänner 2022
Bundesrat, BR-EU-Ausschuss, Hauptausschuss, Jahresbilanz-Pressekonferenz
https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2021/PK1485/index.shtml

Inflationsmonitor des IHS
https://www.myinflationtool.com/
Thema Inflation – Sebastian Koch vom IHS erklärt die Teuerung – 5:53-min-Video
https://www.youtube.com/watch?v=w4NNuwGVbGw&t=129s

…oooOOOooo…

ÜBERSICHT – Teil 1: Montag, 13.12., bis Mittwoch, 15.12.2021

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bookmark_borderN+C – Zeitenblick KW 50/51 – Teil 2

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Zu Teil 1: https://www.news-and-comment.at/2021/12/20/nc-zeitenblick-kw-50-51-teil-1/

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KOMMENTAR WIE IN TEIL 1: Nicht ein, gleich mehrere Hoffnungsschimmer glimmen, besser: leuchten auf, folgt man den Aussagen der Wirtschaftsinstitute Deutschlands und Österreichs. Motto: die Hoffnung stirbt zuletzt. Der Wirtschaftsrückgang der letzten Wochen wird nicht übersehen, aber “weggesteckt”, dafür glänzen die Äuglein der Forscher, geht es um Voraussagen in 2022 und insbesondere 2023. Gerade auch Österreichs Institute tun sich hervor, speziell das WIFO, vertreten durch Herrn Felbermayer. Und dieser ist – richtig! – geborener Österreicher.

Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

Ist sie wirklich hoffnungslos?

Nein, das zuletzt eingebremste Wirtschaftswachstum bremst sich – Basiseffekt hin oder her – auf relativ hohem Niveau ein. Das macht die hoffnungsvollen Prognosen, auch wenn ein paar Stirnfalten im Gesicht aufziehen, letztlich nachvollziehbar.

Das Damoklesschwert, das über all diesen Prognosen schwebt, hat einen Namen: Omikron. Und wie fest das Seil oder der Faden ist, an dem dieses Schwert hängt, lässt sich noch nicht ausmachen.

Das zweite Damoklesschwert, das schon länger über unseren Köpfen schwebt, trägt den Namen Inflation – und da gibt es auch in der zurückliegenden Wochen einige Meldungen, die von einem Anschwellen der Teuerung ebenso berichten wie von Zentralbanken, die den Pfad der Tauben zu verlassen beginnen, allen voran die Federal Reserve Bank der Vereinigten Staaten von Amerika.

Anderes zaubert aber eher Sorgenfalten auf die Stirn: die zunehmende Fragmentierung der Gesellschaften Österreichs und Deutschlands und überhaupt in den europäischen Staaten, ja, in vielen Staaten der Welt. Der Demokratiemonitor des Sora-Instituts liefert dafür ein beredtes Beispiel.

Hier könnte sich ein Aggressionspotential aufbauen, dass über gehässige und untergriffige Worte handgreiflich hinausgeht.

Dazu kommen aus den weltpolitischen Gegenden nicht gerade Glückswallungen hervorrufende Meldungen, wie im Zeitenblickt KW 49/50 summarisch aufgezählt.

Angst und Unsicherheit – ein geniales Geschwisterpaar – lassen nach dem starken Staat rufen, der in seiner so erwünschten Totalität endlich einmal “aufräumt” – den Augiasstall nämlich, wie Jörg Haider einst meinte. Auch ein gewisser Herr A.H. versprach in martialischem Tonfall aufzuräumen und auszumisten.

Angst und Unsicherheit könnte sich auch an den Börsen ausbreiten. Betrifft das nun nur jene, die als Professionelle oder Private an den Börsen handeln?

Mitnichten. Börsen sind feine, seismographisch empfindliche Gradmesser mit der Neigung, stark nach oben oder unten auszuschlagen. Sie zu beobachten, dazu muss man an Börsen nicht aktiv sein. Aber sehen, was dort vorgeht, ist lehrreich und lässt besser abschätzen, wohin die Reise geht.

Um es klarer auszudrücken: der Gang der Börsen betrifft den Wirtschaftsgang mit all seinen internationalen Verflechtungen und damit die Gesellschaft mit all ihren Interdependenzen mit anderen Gesellschaften rund um die Welt auf das Nachhaltigste. Börsenspekulant oder Börsenspekulantin braucht man wirklich nicht zu sein, um den Sturm, der von den Finanzmärkten ausgeht – sei es vorwärts oder zurück, gen Norden oder Süden – wahrnehmen zu können.

Börsen und Warenterminmärkte abschaffen? Kein Problem. Besagter Herr A.H. schloss die Bremer Kaffeebörse. Fortan tranken die deutschen Volksgenossen Blümchenkaffee. So teuer wurde der Kaffee, dass sein dünner Sud die Blümchen am Grunde der sonntäglichen Kaffeetassen sichtbar werden ließ.

Aus der Corona-Welt kommen Meldungen, die eher apokalyptischen Charakter tragen – Gradmesser der kakophonischen Hysterie, die sich inzwischen landauf, landab meldungsüberreich breit macht. Omikron, oh Omikron, dich haben wir zu unserem Glück noch gebraucht. Wie war das doch mit der Hoffnung: diese stürbe zuletzt? Womit ich meinen hoffnungsvollen Schlusspunkt setze.

…oooOOOooo…

Die Parlamentswochen vom 20. Dezember 2021 bis 7. Jänner 2022
Bundesrat, BR-EU-Ausschuss, Hauptausschuss, Jahresbilanz-Pressekonferenz
https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2021/PK1485/index.shtml

Inflationsmonitor des IHS
https://www.myinflationtool.com/
Thema Inflation – Sebastian Koch vom IHS erklärt die Teuerung – 5:53-min-Video
https://www.youtube.com/watch?v=w4NNuwGVbGw&t=129s

…oooOOOooo…

ÜBERSICHT – Teil 2: Donnerstag, 16.12., bis Sonntag, 19.12.2021

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bookmark_borderN+C – Zeitenblick KW 49/50

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Ein Hoffnungsschimmer glimmt auf: England und Israel weisen darauf hin, dass Boosterimpfungen gegen die Omikron-Variante des Coronavirus einen gewissen Schutz bieten. Die Wirksamkeit soll zwischen 70 und 75 Prozent liegen – zumindest in der ersten Zeit nach der Boosterung. Israel sieht gar ein Ende der Pandemie kommen, ausgelöst durch die stark infektiöse, aber wenig krankmachende Omikron-Variante. Ich träumte davon hier schon vor zwei Wochen. Wie auch immer: Pandemien kommen, Pandemien gehen. Es gibt keinen Grund zur Panik.

Lichtblicke auch hinsichtlich der Lieferketten: Hinweis dafür gibt unter anderem die deutsche Exportwirtschaft, die im Oktober kräftig expandierte; die Blockaden für deutsche Exporteure seien gelöst, heißt es. Der Wermutstropfen kommt allerdings in Gestalt einer schwächeren deutschen Auftragslage – ebenfalls im Oktober.

Wo man hinblickt, die Wirtschaftsnachrichten halten mäßig Erfreuliches und Unerfreuliches nebeneinander bereit – aber das auf relativ hohem Niveau.

Störfeuer gibt es allerdings von der Inflationsfront, insbesondere der US-amerikanischen und der deutschen. Die Anlegerstimmung bezüglich Aktien und Anleihen ist ebenfalls durchwachsen. Droht ein stärkerer Ausverkauf von Anleihen? Sollte dies eintreten, steigen die Sekundärmarktrenditen, in zunehmenden Maße werden Aktienveranlagungen uninteressant. Es geht dabei nicht um Kleinanleger*innen und Kleinstspekulanten*innen im privaten Bereich, hier ist die Rede von professionellen Vermögensverwalter*innen von Fonds und speziell von Pensionsfonds, die große, von der Potenz her Index-verändernde Volumina bewegen.

Ein weiterer Aspekt liefern die Staatsverschuldungen: diese spielten keine Rolle, für Europa wird die Anhebung der Neuverschuldungsrate gefordert, ebenso die Anhebung der Obergrenze der staatlcihen Gesamtschuldenstände in der Europäischen Union von 60 auf 80 Prozent. Freuen dürfen sich die Kapitalhalter: deren Vermögen wird zunehmen. Eine Umverteilungspolitik via Schuldenmachen, welche die Ungleichheit weiter befördern wird.

Vom weltpolitischen Parkett erschallen vermehrt aggressivere Töne. Das nährt die Unsicherheit: Ukrainekonflikt, USA-China-Konflikt in doppelter Hinsicht: Handel und Taiwan. Wie steht es um das Verhältnis Russland-China? Zwischendrin ringt die Europäische Union um Positionierung: zwischen Drohen und – aus wirtschaftlichen und machtpolitischen Gründen – Gewährenlassen. Heikel: die EU ist weder mit den USA oder China gleichzusetzen, wohl auch nicht mit Russland. Aus der weltpolitischen Ecke drohen somit weitere Störfeuer für Anleger*innen.

Ein drittes Störfeuer bilden die großen Immobilienunternehmen Chinas, welche finanziell am Rande des Grabes wanken. Werden sie zum Auslöser einer Weltfinanzkrise? Experten verneinen dies.

Dauerbrenner ist der Klimawandel. In dieser Hinsicht gibt es Unerfreuliches: die Einhaltung der Klimaziele ist nicht gewährleistet, die Zerstörung von Korallenriffen schreitet weiter fort. Umwelttechnologisches tut sich Gutes: Batteriebau ohne Lithium. Das beflügelt vermutlich die Elektromobilisierung und würde so den Klimawandel mit einbremsen.

Deutsche Betriebswirtschaftler haben sich dem Thema Studienabbrecher gewidmet: Studienabbruch bedeute eine Verlustposition für Studienabbrecher und den kostentragenden Staat. Betriebswirtschaftliche Perspektiven sind m.E. nicht alles: es gibt auch Gewinne für die Gesellschaft in Form eines höheren Bildungsgrades derjenigen, die vor einem erfolgreichen Abschluss eines Studiums eine Hochschule verlassen. Aber: wie lässt sich das messen?

Mit dieser Frage setze ich meinen hochschulpolitisch kritischen Schlusspunkt.

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bookmark_borderN+C – Zeitenblick KW 47/48

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Oh Omikron! 

Die Woche fing für Österreich mit sinkenden Inzidenzen recht gut an. Dann aber kam Mittwoch die Omikron-Meldung der WHO – und schon war ein medialer Hype um etwas entstanden, das man in seinen Folgen noch nicht abschätzen kann; dies offenbart die Meldungsübersicht. Panik ist keinesfalls angesagt. Aber üblicherweise gilt: Ungewissheit macht Angst.

Die Finanzmärkte reagierten rasch deutlich nach unten. Vermutlich werden sie sich bald fangen. Ist die Zeit für eine nachhaltige Korrektur schon reif? M.E. nein.

Von der „normalen“ Corona-Front machen sich die medizinischen Meldungen eher rar, dafür gibt es Berichte über sehr merkwürdige Verhaltensweisen: ein Theologe impft, ein Arzt verimpft selbstentwickelten Imfpstoff, gefälschte Corona-Impfpässe u.a.m. Vor allem „erschrecken“ die kakophonischen Meldungen aus Europa zur Pandemie: Impflicht, 2G, 3G, PCR-Tests – ja oder nein? All dies angesichts sich füllender Intensivstationen mit Covid-Erkrankten: die Triage stünde bevor, zumindest tönt es so vernehmlich aus Deutschland, andernorts ist sie schon verwirklicht.

Erschütternd auch die Zunahme an Selbstötungsabsichten insbesondere unter Jugendlichen: “ Depressionen und Essstörungen sind gestiegen. Und Suizidversuche haben sich laut AKH Wien im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Im ersten halben Jahr sind dort 110 Fälle behandelt worden.“ So heißt es lapidar in einer APA-Meldung.

In Österreich stehen die Schulen im Mittelpunkt der Corona-Diskussionen: auf oder zu? Und wie?

Zentralbanken streiten intern um die Position zur Inflation – das hatten wir schon in deutlicherer Manier vorletzte Woche, nun köcheln die Streitereien weiter: bleibt die Inflation, gar Stagflation, oder ist sie nur eine vorübergehende Erscheinung. Manche Zentralbanken erhöhen indessen die Leitzinsen.

Ominöses ist auch von chinesischen Küsten zu hören: die Frachtschiffe sind nicht erfaßbar – ein Datenloch oder ein tatsächliches? Auswirkungen auf die Lieferketten könnte es allemal haben.

Für die weltwirtschaftliche Entwicklung wäre das kein gutes Omen. Tatsächlich schwächen sich Erwartungen für die Zukunft eher weiter ab.

Unangenehme Meldungen zum Klimawandel bleiben im Hintergrund, zu sehr beherrscht das Tagesgeschehen die neue Omikron-Variante. Im Hintergrund bleiben medial auch die Bestrebungen der Europäischen Union, privaten Nachrichtenverkehr zu überwachen – ein seit Monaten kontrovers diskutiertes Thema. Ein Dauerbrenner bleiben die cyberkriminellen Risiken, die im Homeoffice anscheinend in Vergessenheit geraten. Ein weiteres gut bekanntes Thema sind sterotype Einstellungen in Hinsicht auf die Berufswahl: MINT-Fächer Studieren für Frauen? Warum, bitte, nicht? Glänzende Mathematikerinnen, Physikerinnen und Informatikerinnen gibt es allemal.

Weltpolitisch bleibt die Lage fragil: Ukraine, Weißrussland, China und das chinesische Meer; Russland, China und die USA im Zusammen- oder besser Gegeneinanderspiel. Auch innerhalb Europas knistert es: Frankreich und Großbritannien streiten, Polen will eigene Wege gehen u.a.m. Die österreichischen innenpolitischen Untiefen sind bekannt.

Positives tut sich an der Front klimaschonender Technikinnovationen: von nützlichen Bakterien und Ressourcensparen ist u.a. die Rede.

Gibt es katastrophale Entwicklungen nur heute? Ein Blick zurück verrät: der Contergan-Skandal brachte viel Leid für Familien und die betroffenen Kindern; davon handelt eine Bilderstrecke, auch davon, wie mit allen Rechtsmitteln ein Unternehmen sich aus der Affäre zu ziehen versucht.

Neues aus Virologie und Bakteriologie – HIV, Influenza (Grippe) und Antibiotikaresistenzen im Blickpunkt.

Fertig ist das Potpourri, das Welttheater hält uns auf Trab, womit ich meinen gar nicht panischen Schlusspunkt setze.

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Zur freundlichen Erinnerung:

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Oh Corona! Die vergangene Woche dominierte die Pandemie meine Informationsquellen auf gewohnt kakophonische Weise, Wirtschaftsmeldungen gerieten geradezu in den Hintergrund.
Impfpflicht, Impfzwang, Sanktionen bei Zuwiderhandeln: ein demokratiepolitisches Problem tut sich auf. Wenn es brennt, dann werden nicht komplizierte und langwierige basisdemokratische Vorgangsweisen in Gang gesetzt; allenfalls berät ein ausgesuchtes und erfahrenes Expertenteam – die Elite! – wie der Feuersbrunst zu begegnen sei. So geschehen bei der Löschung des Brandes von Notre Dame in Paris: mit gutem Erfolg – Rettung in letzter Minute.

Was epidemiologisch-medizinisch relativ einfach zu beantworten ist, ist es in Hinsicht auf die Impfpflicht nicht so ohne Weiteres. Wie ist das mit dem Tuberkulose-Gesetz? Siehe dazu §§ 14 bis 20 des österreichischen Tuberkulosegesetzes i.d.g.F., insbesondere den §18 dieses Gesetzes, sowie die §§ 7 und 7a des österreichischen Epidemiegesetzes i.d.g.F. Aber diese Paragraphen betreffen Krankheitsverdachtsfälle und diagnostisch gesicherte Krankheitsfälle.

Demokratie – eine Schönwetter-Regierungsform?

Vorsicht! Das frugen auch Hermann Heller und Carl Schmitt, wie auf diesen Seiten bereits andernorts ausgeführt: macchiavellisch aus Staatsräson die Verfassung beugen, zur Rettung der Demokratie? Angelehnt an Schmitt: Der Souverän jener, der den Ausnahmezustand beherrscht? Souverän gar der, der den Bürgerkrieg verhindert?
Heller und vor allem Schmitt öffneten mit ihrem Demokratierettungsdenken die Büchse der Pandora. Ihr entstieg das Ungeheuer des Nationalsozialismus. Wehret den Anfängen der Auflösung verfassungsbasierter Demokratie. Wann liegt ein Notstand vor, wann darf ein demokratischer Staat über Notstandsgesetze verfügen? Wie ging man 1968 in der Bundesrepublik Deutschland mit der Frage der Notstandsgesetzgebung um? Welche Folgen hatte dies 1968? Ging man da nicht auch auf die Straße, brannten da nicht Autos, wurden da nicht Schaufenster eingeschlagen? Kam es da nicht zur Rebellion?

Aber Halt! Kann man die 1968er Jahre mit heutigen Anti-Corona-Demonstrationen legitimer Weise vergleichen?

Wir dürfen gespannt sein, ob und wie man in Österreich die Corona-Impfpflicht verfassungsgemäß verankern wird. Die Zukunft wird es zeigen. Österreichische Juristen und Verfassungsjuristen zeigen sich diesbezüglich schon jetzt optimistisch.

Nach zurückhaltender Diskussion im Sommer (pars pro toto hier; 25.7.2021) meldeten sich neben anderen einige prononcierte Stimmen in jüngerer und jüngster Zeit zu Wort, so der Verfassungsjurist Heinz Mayer hier (23.8.2021), hier (7.9.2021) und speziell hier (20.11.2021: Zwangsisolierung), hier (21.11.2021: Zwangsisolierung) und hier (21.11.2021: hohe Geldstrafen) sowie der steirische Star-Jurist Hubert Niedermayr hier (2.11.2021), der vor Kurzem über seine beruflichen Füße stolperte (hier; 10.11.2021).

Ist die Regierung unfähig, die Pandemie zu meistern? Und falls sie sich erst jetzt zu sachnotwendigen Maßnahmen aufschwang: warum erst jetzt, warum nicht schon früher?

Wie mir zugetragen wird aus regierungsfernen und im politischen Apparat tätigen Personen: seit den Zeiten sachlich über Parteigrenzen hinweg zusammenarbeitender Sozialpartnerschaft noch bis in die 1980er Jahre dominierten – so meine Zuträger*innen – zunehmend Unfähigkeit und mangelnde Kommunikation zwischen den einzelnen Einrichtungen unserer schönen Republik, vor allem: zwischen ihnen und der Regierung. Stattdessen gebe es einen der Sache nach nicht dienlichen Hang zu Glanz und Glamour, zu Schönredereien und so etwas wie Fake News.

Doch zurück: mehr oder weniger eng stehen demokratiepolitische Bedenken, mehr aber noch covidiotische Bestrebungen hinter Krawall-begleiteten Demonstrationen nicht nur in Österreich. Dabei bedienen sich aufwiegelnder Weise rechtsextreme, nationalistische und antisemitische Kräfte der Instrumentalisierung geistesarmer Covidioten. Hier liegen mehr oder weniger gute Anknüpfungspunkte zur 1968er-Bewegung in Deutschland.

Die Masse ist verführbar, das wissen die der Massenpsychologie nicht unbaren Propagandisten und Indoktrinierer. Es empfiehlt sich für das nähere Verständnis eine Lektüre, die aus der Frankfurter Schule Horkheimer’scher und Adorno’scher Prägung hervorgegangen ist, nämlich die der „Studien über Autorität und Familie“ und dort ab Seite 77 die des „Sozialpsychologische[n] Teil[s]“, verfasst von Erich Fromm (1936) (Text hier). Ein Licht wird aufgehen! Die erleuchtende Sonne gibt hier die Psychoanalyse Fromm’scher Prägung – gut verständlich und lesenswert! In einer Art gekürzter Version auch hörenswert!

Was brachte die vergangene Woche noch an Meldungen?

Die Geldentwertung schreitet in mehreren europäischen Ländern und in den USA fort, die Kaufkraft sinkt entsprechend. Diese Erscheinung geht nach monetaristischer Theorie mit einer Erhöhung, einem „Aufblasen“ (inflare, lat.; aufblasen) der umlaufenden Geldmenge einher, eine Sicht, die neuere Geldtheorien ablehnen. Inflationär im engen Sinn ist die Entwicklung nicht, will man diesen neuen Geldtheorien glauben. Was aber die Preise treibt und damit die Kaufkraft erniedrigt, das ist die Warenknappheit in Folge der Lieferengpässe einerseits und die nach längeren Lockdown-Entbehrungen hinaufschnellende Nachfrage nach allerlei Waren – vom Rohstoff über Halbfabrikate und Investitionsgütern bis hin zu Dingen des täglichen und des Luxusbedarfs. Der zurückgedrängten Kaufmöglichkeiten halber haben sich die Ersparnisse in den privaten und Unternehmenshaushalten erhöht, vermehrt ströme Nachfrager-Geld in den Markt. So die verbreitete Sicht der Ökonomen. Also dreht doch ein Geldmengen-Überhang an der Preisschraube, aber eben nicht über die Druckerpresse der Zentralbanken – so die Modern Monetary Theory. Nun ja.

Abermals steht im Raum die Furcht vor einer Stagflation. Entsprechend reichlich die teils sehr widersprüchlichen Äußerungen der Zentralbanken zur Inflationsfrage: sie sei vorübergehend, so die einen; sie könne durchaus bleiben so die anderen.

Unter den Zentralbank-Aussagen stechen jene zu den Risiken hervor: Blasenentwicklungen auf den Immobilien- und Finanzmärkten werden nur stärker als je thematisiert – allen voran mit erfrischender Deutlichkeit von der US-amerikanischen Notenbank in ihrem jüngsten Finanzstabilitätsbericht vom heurigen November; die europäische Zentralbank äußert sich verhaltener: langfristig könnten Risiken entstehen. Wie letzte Woche schon ist es das Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel, das zur verstärkten Inflationsbeobachtung rät. Zaghaft stimmt Generallissima Lagarde ein, um wenige Tage danach rasch zu beschwichtigen: nicht zu schnell brauche man die Inflation bekämpfen, die Geldpolitik straffen; aber vielleicht 2023.

Doch Blasenentwicklungen bedürfen eines, um im Absturz zu enden: Kreditaufnahmen auf Aktienbeständen und Immobilien. Geht die Wirtschaft schlecht, steigt die Zinserhöhungs-gebietende Inflation, dann ist’s Oha mit der Aktien- und Immobilienparty. Baissen auf beiden Märkten sind angesagt, die sich gegenseitig verstärken – schon ist ein eindrücklicher Immobilien- und Aktienkrach im Gange. Was sagen uns diesbezügliche Margin-Debt-Statistiken? Nichts Gutes. Wenn ich richtig höre, so höre ich ein Knistern im Gebälk hoch hinaufgepreister Immobilien und Unternehmensanteile. Das hören auch die Damen und Herren in den Notenbanken – daher u.a. die Unruhe dort.

Wer zahlt dann die Misere? Alle, allen voran die kleine Frau, der kleine Mann auf der Straße.

Die bösen Börsenspekulanten*innen aber auch, weg mit ihnen!

Ok, nehmt sie an die Kandare, schon versiegt die vornehmste und wichtigste Aufgabe von Börsen und Märkten, nämlich die, Informationen und Transparenz zu ernötigen. In den Hinterzimmern staatlicher Zentralplanung wird dann wieder intransparent „interveniert“ und auf der Vorderbühne Pseudo-Parlamentarismus zelebriert werden. Wohin das führte, das konnte die Welt in allen Staaten zentralplanerischen Wirtschaftens erleben.

Davon war nicht nur die historisch gewordenen UdSSR betroffen, sondern auch die ach so marktaffinen Vereinigten Staaten von Amerika. Finanzkrisenauslösend waren politische Wünsche Reagans und Clintons, allen US-Amerikaner*innen den Erwerb von Grund und Boden zu ermöglichen, den amerikanischen Traum zu verwirklichen. Schließlich wollten beide Herren wiedergewählt werden, Greenspan erwies sich als willkommener Begünstiger solcher Träume. Aber um welchen Preis? Nun, der ist inzwischen bekannt.

Doch zurück zu den Blasen: was bringt sie zum Platzen? Oftmals Kleinigkeiten. Die weltpolitische Lage hält allerdings schon eher Großigkeiten denn Kleinigkeiten parat, wie die weiter unten versammelten Meldungen erzählen.

Eine davon ist diese: Blähung, Aufblasen auch von Staatsschulden, und dies nicht erst seit der Coronakrise. Nun ist es in den USA wieder einmal so weit: Mitte Dezember ist die mächtige USA zahlungsunfähig, wenn nicht, tja, wenn nicht die US-Verschuldungsgrenze angehoben werden wird. Wozu kann eine Theorie, vor allem eine ökonomische, dienen? Um zu begründen, was politisch gewollt ist. Staatsschulden sind wurscht, also hinauf mit der Verschuldensgrenze, das ist gut für die Wirtschaft.

Noch nicht ganz in den Gehirnen der Entscheidungsträger angekommen ist aber dies: geht’s der Wirtschaft gut, geht’s dem Klima mies.

Womit wir beim dilemmatösen Zustand sind, in den sich die Welt seit Jahren, nein: seit Jahrzehnten interventionistisch schuldentreibend und ungleichheitsfördernd aktiv hineinbemüht hat: Wirtschaft rauf, Lebensqualität auf der Erde infolge fortschreitenden Klimawandels runter. Oder: Konsum- und Energieeinschränkung rauf, Wirtschaft runter. Schon stehen die Arbeitslosen auf den Straßen. Sie werden aber kaum Freudenlieder anstimmen, sondern ihre Fäuste schwingen – und dreinschlagen. An Stelle einer Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der üblichen Defintion bedarf es einer ökologisch-ökonomisch ausgerichteten Gesamtrechnung. In dieser bekäme das Sparen im Sinne einer Ressourcenschonung anderen „Klang“, anderes Gewicht. Diese Art der Gesamtrechnung aber ist noch nicht Allgemeingut in den Volkswirtschaftslehrbüchern geworden.

Dilemmata aller Arten fördern Unsicherheiten und Ängste, ein großes Dilemma wie das geschilderte große Unsicherheiten und Ängste. Diese wiederum fördern – je größer, umso mehr – Aggressionen und Faschismus, und zwar bei allen Beteiligten.

Sehr hoffe ich, dass meine Sichtweise viel, viel zu schwarz ist. Und glücklicherweise: ich könnte mich ja irren.

Und ja: … die vornehmste und wichtigste Aufgabe von Börsen und Märkten, nämlich die, Informationen und Transparenz zu ernötigen. Eine blauäugige Sicht?

Ist es diese auch: Straßen werden gebaut, um geordneten Waren- und Personenverkehr zu ermöglichen – und dies spätestens und in gekonnter Weise seit römischen Zeiten? Werden Straßen gebaut, damit sich dort Verkehrsrowdys auf asoziale Weise austoben können? Nach langem historischen Prozess: Sind Börsen und Märkte eingerichtet, damit gierig-schmierige Spekulanten*innen sich dort auf asoziale Weise bereichern können?

Hier wie dort bedarf es Regelungen, um die soziale Funktion von Verkehrswegen und Märkten sicherzustellen. Im Falle der Wirtschaft gewährleistet dieses meines Erachtens noch am ehesten der Ordoliberalismus, die Soziale Marktwirtschaft, womit ich meinen (ordo)liberalen Schlusspunkt setze.

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bookmark_borderN+C – Zeitenblick KW 45/46

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Gleich eingangs zur Erinnerung: hier gibt es keine üblichen tagesaktuellen Mainstream-Meldungen, die in der Regel jeder und jede kennt und begierig verfolgt. Hier gibt es frisches Quellwasser unmittelbar aus den unterschiedlichen Agenturquellen. Dazugemischt werden die in meinen Augen interessanten Kommentare „mit Weitblick“.

Die Übersicht reiht die Schlagzeilen auf, wer Näheres dazu lesen möchte, sei auf die Suchfunktion seines Browsers verwiesen; denn: die Schlagzeilen werden selbstredend am Anfang der Meldungen wortgleich wiederholt – das Auffinden in Sekundenschnelle des entsprechenden Artikels ist garantiert.

Was tat sich in der abgelaufenen Woche?

Die Inflationswolken werden dunkler, die Wirtschaftseintrübungen stärker. Es wird sich zeigen, ob Inflation und schlechterer Wirtschaftsgang Dauergäste für viele Monate bleiben werden. Kommt es zu einer Stagflation? Lösen sich die Lieferkettenprobleme tatsächlich rasch anfangs 2022 auf?

Börsianer und Ökonomen sind diesbezüglich optimistisch – und die Damen und Herren der Zentralbanken auch.

Nicht ganz. Unruhe vor und hinter den Kulissen der Zentralbanken schlägt sich in entsprechenden Meldungen nieder: Inflationswarnungen und Inflationsbeschwichtigungen stehen teils schroff nebeneinander.

Bemerkenswert die Rede von Isabell Schnabel in Hinsicht auf den Beitrag der Europäischen Zentralbank zur fortwährenden Verschärfung der sozioökonomischen Ungleichheit in der Eurozone. Lesenswert!

Kritisch äußert sich auch „Der Chefökonom“ zur EZB-Geldpolitik. Das war von Bert Rürup auch nicht anders zu erwarten. Die EZB als „prudenzpolitische“ Instanz zwecks Erleichterung der Staatsfinanzierung auf Pump? Ist das mit den Aufgaben einer Zentralbank vereinbar? Und erzeugt das nicht unerwünschte Umverteilungseffekte? Letztere Frage knüpft an Schnabels „EZB-Selbsterkenntnis“ an. Ebenfalls durchaus lesenswert.

Nochmals sei es deutlich gemacht: wir hängen alle, alle an den geldpolitischen Marionettenfäden der Zentralbanken. Und diese sind keineswegs demokratisch gewählte Institutionen. Ihre angebliche Unabhängigkeit von jeglicher Politik ist es Wert, hinterfragt zu werden.

Ach ja, die Corona-Pandemie sorgt ebenfalls und wieder einmal für zunehmende Unruhe unter Politiker*innen. Nur die Covidioten sind sich sicher, es handele sich bei den offiziellen Pandemie-Meldungen um Fake-News. Ihr Argumentationsschatz ist bemerkenswert, wie man in der Rubrik „CORONA-LEUGNER …“ einem 1:36-min-Video entnehmen kann. Man gönne sich dazu gleich das Satire-Video der Kabarettistin Kroymann. Viel Spaß dabei! Weniger Spaß bereiten die nicht ganz so optimistischen Aussagen zur Weiterentwicklung der Pandemie in der nächsten Zeit.

Welttheater life: was kommt als Nächstes?

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