Tagesblick KURZAUSGABE – 11.11.2024 Montag

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COMMENT – FAZIT – oder: Nachrichten aus dem irrwitzigen Weltzirkus

  • Israel-Hamas-Hisbollah-Krieg: Israel in der Bredoullie – seit Wochen eskaliert der Krieg zu einem Mehrfrontenkrieg.  
  • Ukraine-Krieg: Ukraine in wahrhafter Bredouille; mehr dazu siehe den Lagevortrag von Oberst Dr. Reisner im gestrigen Tagesblick – Prädikat: Sehens- und hörenswert!
  • China in der Bredouille: China gleitet in Deflation, was Hoffnungen auf Zinssenkungen und auf lockere Geldpolitik nährt. Jedoch drohen höhere Staatsschulden.
  • Deutschland in der Bredouille: Trump-Zölle schwächen deutsche Wirtschaft weiter, wenn sie denn kommen. Dies in Zeiten von strukturell bedingter Wirtschaftsschwäche.
  • Österreich in der Bredouille – gemeinsam mit Deutschlands Wirtschaft.
  • Russland nicht in der Bredouille bezogen auf seine Devisenreserven und sein wenn auch langsames Vorrücken an den Fronten.
  • Weitere COMMENTS vorhanden

Märkte – Report – SENTIX: Droht den Märkten Ungemach?

Israel, Ukraine

Meldungen

Viel Stoff – Nutze die Suchfunktion!

Apropos Weltzirkus: Zirkus ist was für Kinder und Junggebliebene, Staunen und Lachen über die Clowns! Im Weltzirkus tummeln sich viele Zauberkünstler und Clowns. Lachen wir also, Lachen ist die beste Medizin gegen Depressionen. 

EMPFEHLUNG

INFORADIO als Nachrichtensender am laufenden Band ist mit einem DAB-fähigen Radio zu empfangen. Es wird betrieben von RTR – KommAustria.

Das INFORADIO ist eine wertvolle Ergänzung zu anderen Agenturmeldungen und zum ORF.

Dazu allerdings ca. 15 bis 20 Minuten Zeit für konzentriertes Zuhören einplanen.

MÄRKTE

DJI – BAHA *** DJI – KGV *** Rendite 10-jg. US-Anleihen

DAX Deutsche Börse *** DAX – KGV *** Rendite 10-jg. Bundesanl. *** Euro-Bund Futures

HELLMEYER (Märkte u.a.m.)

  • Märkte: „Trump Deals“ bleiben favorisiert
  • Hüther zu Folgen von US-Zöllen
  • Solidaritätszuschlag vor dem „Aus“?
  • Stimmung der Autoindustrie sinkt
  • Lkw-Verkehr legt zu

Märkte: „Trump-Deals“ bleiben favorisiert

Der Finanzmarkt ist geprägt von den sogenannten „Trump-Deals“. So profitiert der Bitcoin mit

neuen Allzeithochs, der USD profitiert, US-Aktienmärkte stellen den Rest der Märkte in den

Schatten.

Trump legt los. Aufbruchstimmung kommt auf. Neben der Personalplanung für die kommende

Präsidentschaft folgten Ankündigungen bezüglich der Innenpolitik (Maßnahmen gegen „Deep

State“, keine Chance für Neocons/Kriegstreiber, Gesundheitspolitik etc.). Zudem telefonierte er mit Putin wegen der Ukraine-Krise und warnte vor einer Eskalation in diesem Konflikt.

Laut NY-Times bereitet Trump den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen vor.

Das Datenpotpourri (siehe unten) unterstreicht die Tendenz der allgemeinen Gemengelage. Das Verbrauchervertrauen in den USA nimmt unerwartet zu. Die weiteren Daten aus dem Westen zugehörigen Ländern konnten dagegen nicht überzeugen.

Die Inflationslage (Verbraucherpreise) ist in China noch entspannter. Der Vorlaufindikator der Erzeugerpreise signalisiert zunehmend Deflationsrisiken. Das eröffnet Chancen auf eine aggressivere Zinspolitik.

Aus Deutschland erreichen uns mit der Ausnahme zunehmender LKW-Verkehre ernüchternde

Nachrichten. Das IFO-Barometer der Automobilindustrie sinkt. Die voraussichtlichen US-Zölle

treffen das Land in einer Strukturkrise, die unsere Konjunktur ohnehin ins Wanken brachte. Die

Haushaltslage ist angespannt und wird dank Konjunkturlage und Urteil zum Soli wohl kritischer.

Aktienmärkte: Late Dax -1,01%. EuroStoxx 50 -1,20%, S&P 500 +0,39%, Dow Jones +0,56%, US

Tech 100 +0,08%.

Aktienmärkte in Fernost Stand 05:53 Uhr: Nikkei (Japan) -0,01%, CSI 300 (China) -0,14%,

Hangseng (Hongkong) -2,12%, Sensex (Indien) -0,04% und Kospi (Südkorea) -1,07%.

Rentenmärkte: Die 10-jährige Bundesanleihe rentiert heute früh mit 2,36% (Vortag 2,44%),

während die 10-jährige US-Staatsanleihe eine Rendite in Höhe von 4,35% (Vortag 4,33%) abwirft.

Devisenmärkte: Der USD (EUR -0,0067) gewann nach der vorherigen Korrektur gegenüber dem

EUR an Boden und näherte sich zwischenzeitlich dem Höchststand letzter Woche bei 1,0683.

Gold (-24,60 USD) und Silber (-0,57 USD) gaben in Folge der USD-Stärke nach

Nachrichten in Kurzform:

• Berlin: Laut aktueller INSA-Umfrage käme die CDU/CSU auf 32%, die AFD auf 19%,

die SPD auf 15%, die Grünen auf 10%, das BSW auf 7%, die FDP auf 4%, die Linke auf

4% (Rest 9%).
=> Interessant

• Berlin: Die Sozialabgaben steigen 2025. Der Pflegebeitrag soll um 0,2% auf 3,6%

steigen (für Kinderlose 4,2%). Der Krankenkassenbeitrag steigt um 0,8% auf 17,1%

(Zusatzbeitrag). Die Summe aller Beitragssätze stiege von 40,9% auf 41,9% und

damit per 2025 auf ein 21-Jahreshoch (Rekord 2003 42,0%).
=> Macht uns das attraktiver als Standort für Investitionen und qualitative Zuwanderung?

• Washington. Trump hat auch im US-Bundesstaat Arizona gewonnen. Er hat damit

alle sieben „Swing-States“ für sich entschieden.
=> Breite Mehrheit

• Washington: Laut NY-Times bereitet Trump den Ausstieg der USA aus dem Pariser

Klimaabkommen vor.
=> Zunehmende internationale Absatzbewegungen …

• Peking: China und Indonesien (4. größte Bevölkerung der Welt) wollen Beziehungen

in den Bereichen Lithium, E-Mobilität, grüne Energie und Tourismus verbessern.
=> Man globalisiert sich weiter, wir bauen Mauern …

Deutschland: Hüther (IW Köln) zu Folgen voraussichtlicher US-Zölle

Nach Einschätzung des IW wird die neue US-Regierung das Wachstum in Deutschland

schwächen. IW-Direktor Hüther sagte, wenn Trump seine Drohungen wahr machte und

einen Zoll von 10% auf die Einfuhren aller Handelspartner und einen Zoll von 60% auf

chinesische Einfuhren durchsetzte, würde dies die exportorientierte deutsche

Wirtschaft hart treffen. Solche Zollerhöhungen könnten das BIP per 2025 um etwa 0,3%

und in den nachfolgenden Jahren bis zu 1,2% reduzieren.


KOMMENTAR: Auch Folgen der undiplomatischen Hybris deutscher Außenpolitik

Dieses Risiko ereilt uns in einer strukturellen Schwächephase. Die despektierliche

und undiplomatische, als auch in Teilen feindselige Art des politischen und medialen Umgangs mit Trump in Deutschland und den größten Teilen Europas stellt eine schlechte Ausgangslage für Europa dar. So ist es, wenn man bismarcksche Grundsätze der Diplomatie ignoriert! Gab es mahnende Stimmen?

Deutschland: Solidaritätszuschlag vor dem „Aus“?

Auf die Regierung kommt möglicherweise ein großes Haushaltsloch zu. Das

Bundesverfassungsgericht verhandelt am Dienstag darüber, ob der Solidaritäts-

zuschlag weiter erhoben werden darf. Zum Jahresende 2019 lief der Solidarpakt II aus.

Trotzdem wurde die Abgabe 2020 noch erhoben. Das halten die Kläger für

verfassungswidrig. Mit einem Urteil ist erst in einigen Monaten zu rechnen.
KOMMENTAR: Interessant.
Das Thema Haushaltskrise wird umfänglicher. Sollten wir ein unverbrüchlicher

Rechtsstaat sein (das dürfen wir erwarten), ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts

absehbar.

Deutschland: Frühindikator Lkw-Verkehr auf Autobahnen legt zu

Der als Vorbote für den künftigen Konjunkturverlauf geltende Lkw-Verkehr auf Autobahnen hat sich laut Statistischem Bundesamt im Oktober um 1,4% im Monatsvergleich und 1,6% im

Jahresvergleich erhöht.

KOMMENTAR: Wir freuen uns über jeden positiven Indikator. Um belastbar zu sein, bedarf es der Bestätigung dieser Tendenz in den kommenden Monaten

Deutschland: Stimmung der Autoindustrie sinkt auf dem tiefsten Stand seit 2022

Der Index für das Geschäftsklima der Autoindustrie ist laut IFO-Umfrage im Oktober von zuvor -23,4 auf -27,7 Punkte gefallen. Laut Ifo setze der deutschen Autoindustrie der intensiver werdende Wettbewerb vor allem aus dem außereuropäischen Ausland zunehmend zu.

KOMMENTAR: Der Stress für die gesamtdeutsche Wirtschaft legt weiter zu. Die

Schlüsselindustrien, die uns tragen, wanken.

Angemerkt sei, dass es politisch geplant ist, die Struktur des Gasnetzes zurückzubauen. Das würde das energetische Risikocluster dynamisch erhöhen und erinnert an die Intelligenz der „Energiewende ohne Netz“! Sind wir bei Trost? [Fettdruck von Hellmeyer]

Datenpotpourri der letzten 24 Handelsstunden

Eurozone: Daten der zweiten Reihe überwiegend unerbaulich

Italien: Die Industrieproduktion sank per Berichtsmonat September im Jahresvergleich um 4,0% nach zuvor -3,2%.

Italien: Die Einzelhandelsumsätze stiegen per September im Jahresvergleich um 0,7% nach zuvor 0,9%.

Finnland: Die Industrieproduktion stieg per September im Jahresvergleich um 1,0% nach zuvor 2,3% (revidiert von 2,6%).

Österreich: Die Industrieproduktion sank per September im Jahresvergleich um 0,4% nach zuvor -2,2% (revidiert von -2,4%).

Frankreich: Die Handelsbilanz wies per September ein Defizit in Höhe von 8,27 Mrd. EUR nach zuvor -7,72 Mrd. EUR aus.

Schweiz: Verbrauchervertrauen im 4. Quartal rückläufig

Der Index des Verbrauchervertrauens stellte sich per 4. Quartal 2024 in der saisonal

bereinigten Fassung auf -34,43 nach zuvor -31,93 Punkte.

USA: Verbraucherstimmung (Michigan) höher als erwartet

Der Index des Verbrauchervertrauens nach Lesart der Universität Michigan nahm laut

vorläufiger Berechnung per November von zuvor 70,5 auf 73,0 Punkte (Prognose 71,0). Es war der höchste Wert seit April 2024.

KOMMENTAR Unter Umständen erste Reaktionen auf die Wahl Trumps?

Japan: Stimmung bezüglich Wirtschaft eingetrübter

Der Index „Economy Watcher‘s Poll“ sank per Berichtsmonat Oktober von 49,0 auf 47,5 Zähler.

Die Handelsbilanz wies per September ein Defizit in Höhe von 2,11 Mrd. USD nach zuvor 1,79 Mrd. USD aus.

China: Erzeugerpreise etwas deflationärer, Verbraucherpreise etwas disinflationärer

Die Erzeugerpreise sanken per Oktober im Jahresvergleich um 2,9% (Prognose -2,5%) nach zuvor -2,8%.

Die Verbraucherpreise stiegen per Oktober im Jahresvergleich um 0,3% (Prognose 0,4%) nach zuvor 0,4%.

KOMMENTAR: Viel Raum für zinspolitische Entspannung!

Russland: Devisenreserven legen zu

Die Devisenreserven stellten sich per 28. Oktober auf 632,7 Mrd. USD nach zuvor 628,5 Mrd. USD.

KOMMENTAR: Das Niveau der Devisenreserven ist nahe den Allzeithochs, die im März 2022 bei 643,2 Mrd. USD erreicht wurden.

Hier den Hellmeyer Report lesen!

SENTIX

Allzeithoch im US-Aktiensentiment – sentix Survey Essentials (45-2024)

Der Wahlsieg Donald Trumps löst einen wahren Freudentaumel aus. Das Sentiment für US-Aktien erreicht einen phänomenalen Wert von +53 Prozentpunkten und markiert damit ein neues Allzeithoch (Datenhistorie seit 2001)! Der Optimismus fokussiert sich sehr stark auf die US-Märkte. Andere Aktienmärkte senden besorgniserregende Signale. Auch die Bondsmärkte bekommen dies zu spüren. Die Konsolidierung bei Edelmetallen verläuft konstruktiv.

Weitere Ergebnisse

  • Aktien: Üble Daten für deutsche Aktien
  • Bonds: Bias-Implosion

ISRAEL-HAMAS-HISBOLLAH-KRIEG

WEITERE ISRAEL-MELDUNGEN

ROUNDUP/Behörde: 38 Tote nach israelischen Angriffen im Libanon

BEIRUT (dpa-AFX) – Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach Behördenangaben mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Bei den Angriffen auf verschiedene Gebiete in dem Mittelmeerstaat habe es auch mehrere Verletzte gegeben, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit.

Allein bei einem Angriff auf den Ort Almat, etwa 15 Kilometer östlich der Hafenstadt Byblos, seien mindestens 23 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien auch sieben Kinder gewesen.

Israels Armee teilte auf Anfrage mit, es seien Waffenlager der Hisbollah angegriffen worden. Zuvor seien Maßnahmen wie Luftaufklärung zur Vermeidung ziviler Opfer ergriffen worden. Die Details des Angriffs würden zurzeit noch untersucht.

Übereinstimmenden libanesischen Medienberichten zufolge waren in einem getroffenen Gebäude Binnenvertriebene aus der östlichen Bekaa-Ebene untergekommen. Laut dem TV-Sender TV Al-Dschadid hielten sich dort 35 Geflüchtete mehrerer Familien auf. Die Zeitung „L’Orient Le Jour“ berichtete, am Samstag hätten Bewohner ein junges Familienmitglied beerdigt, das als Kämpfer der Hisbollah getötet worden sein soll.

Mit bloßen Händen nach Überlebenden gesucht

Ein Mitarbeiter der islamischen Zivilschutzvereinigung bezeichnete den Angriff als „Massaker“. Die Menschen hätten in dem Ort Zuflucht gesucht, sagte der Rettungsmitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur. Retter hätten mit bloßen Händen versucht, Überlebende aus den Trümmern zu bergen. Der Rettungsdienst steht der mit der Hisbollah verbündeten Amal-Bewegung nahe. Als die Hoffnung schwand, noch Überlebende zu finden, hätten Bulldozer schließlich größere Trümmerteile beseitigt, berichteten Augenzeugen.

Bei einem weiteren Luftschlag in der südlichen Stadt Adlun kamen dem Gesundheitsministerium zufolge drei Sanitäter ums Leben. Die Behörde verurteilte den Angriff als „Kriegsverbrechen“. Bei verschiedenen Angriffen im Nordosten des Landes wurden den Angaben zufolge zudem zwölf Menschen getötet.

Bei Angriffen in der vergangenen Nacht im Osten des Landes seien weitere vier Menschen getötet worden. Einen genauen Zeitpunkt nannte das Ministerium nicht.

Israel führt parallel zum Krieg im Gazastreifen auch einen Krieg mit der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon. Diese beschießt Israel seit einem Jahr; nach eigener Darstellung zur Unterstützung der islamistischen Hamas im Gazastreifen, die wiederum am 7. Oktober 2023 ein Massaker mit mehr als tausend Toten in Israel angerichtet hatte./arb/DP/zb © 2024 dpa-AFX

Israel: Terror-Kommandeur im Gazastreifen getötet

TEL AVIV/GAZA (dpa-AFX) – Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den Militärchef der Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Dschihad (PIJ) im Gazastreifen, Mohammed Abu Sachil, getötet. Er hatte das Amt erst im Mai übernommen, nachdem auch sein Vorgänger von der israelischen Armee getötet worden war.

Der Islamische Dschihad bestätigte der Deutschen Presse-Agentur den Tod Abu Sachils. Nach Angaben der Armee kam er bei einem Angriff auf eine ehemalige Schule im Norden des Gazastreifens ums Leben. Dabei seien auch sein Sohn und seine Tochter sowie drei weitere Personen getötet worden.

Der PIJ gilt als eine der radikalsten militanten Gruppierungen im Nahen Osten. Ihre Mitglieder feuern Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel ab. Die Organisation gilt jedoch als weniger schlagkräftig als die Hamas.

Auslöser des Kriegs war das Massaker der Hamas und anderer Gruppen wie dem PIJ in Israel am 7. Oktober 2023 mit 1.200 Toten und rund 250 Verschleppten./edr/ro/DP/zb © 2024 dpa-AFX

SONNTAG, 10.11.2024

Israel: Hisbollah-Tunnel mit Waffen unter Friedhof entdeckt

TEL AVIV (dpa-AFX) – Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben im Südlibanon ein mit Waffen gefülltes Tunnelsystem der Hisbollah-Miliz entdeckt, das teilweise unter einem Friedhof angelegt gewesen sei. In dem Komplex unter den Gräbern seien Kommando- und Wohnräume sowie Lager mit Waffen und Kampfausrüstung gefunden worden, teilte die Armee mit. Weitere Angaben zum Ort gab es zunächst nicht.

Normalerweise sprengen israelische Soldaten solche Tunnel. In diesem Fall sei die etwa einen Kilometer lange Anlage jedoch mit etwa 4.500 Kubikmetern Beton versiegelt worden, die mit Hunderten Betonmischer-Lastwagen herangeschafft worden seien.

Israel führt parallel zum Krieg im Gazastreifen auch einen Krieg mit der Hisbollah-Miliz. Diese beschießt Israel seit mehr als einem Jahr, nach eigener Darstellung zur Unterstützung der Hamas, die am 7. Oktober 2023 ein Massaker mit 1.200 Toten in Israel angerichtet und damit den Krieg ausgelöst hatte./ro/DP/he © 2024 dpa-AFX

ROUNDUP/Aktivisten: Sieben Tote nach israelischem Angriff in Syrien

DAMASKUS (dpa-AFX) – Die Zahl der Todesopfer nach einem israelischen Luftangriff in Syrien ist nach Angaben von Aktivisten auf sieben angestiegen. Es habe außerdem mindestens 14 Verletzte gegeben, berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Darunter sollen auch Frauen und Kinder gewesen sein.

Bei dem Angriff auf den Ort Saida Zainab südlich der Hauptstadt Damaskus sei eine Wohnung in einem Gebäude getroffen worden. In dem Gebäude sollen Mitglieder der proiranischen Hisbollah und libanesische Familie gelebt haben, teilte die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien mit. Zuvor hatten die Aktivisten berichtet, dass zwei Hisbollah-Standorte getroffen worden seien.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana bestätigte den Angriff. Ersten Informationen zufolge sei ein Wohngebäude getroffen worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht.

Israels Luftwaffe bombardiert immer wieder Ziele im benachbarten Syrien und will damit verhindern, dass der Iran und mit ihm verbündete Milizen ihren militärischen Einfluss in dem Land ausweiten. Seit Beginn des Gaza-Kriegs im vergangenen Jahr hat das israelische Militär die Angriffe verstärkt./arj/DP/he © 2024 dpa-AFX

MELDUNGSNACHTRÄGE UND WIEDERHOLUNG ZU ISRAEL

WIEDERHOLUNG: Verhandlungen auf Eis? Katar weiter zu Gaza-Vermittlung bereit – ORF, Samstag, 9.11.2024

Das Golfemirat Katar hat Berichte über ein Ende seiner Vermittlerrolle zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas für eine Waffenruhe im Gaza-Krieg am Samstag teilweise zurückgewiesen. Man habe die Konfliktparteien vor zehn Tagen informiert, dass das Land seine Vermittlerrolle aussetzen werde, falls es keine Einigung gebe.

Grundsätzlich sei man aber weiter zur Vermittlung bereit, so der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari. …

Katar gilt als wichtiger Vermittler dank der Beziehungen zur Hamas, die bis in die 1990er Jahre zurückreichen. 2012 eröffnete die Hamas ein politisches Büro in Katar nach den Unruhen der arabischen Aufstände in der Region. Schon vorher war aus Katar viel Geld an die Hamas geflossen, die 2007 die Macht im Gazastreifen übernahm. Nach dem Terrorangriff der Hamas im Oktober 2023 auf Israel wurden Forderungen an die Regierung Katars, das Büro zu schließen, aber lauter.

Das Außenministerium dementierte nun Berichte, wonach diese Forderung vor der Umsetzung stehe. „Das Hauptziel des Büros in Katar ist, ein Kommunikationskanal zwischen den betroffenen Parteien zu sein“, teilte al-Ansari mit. Dieser habe in vorigen Phasen der Verhandlungen dazu beigetragen, zeitweise eine Waffenruhe im Gaza-Krieg zu erreichen.

Berichte über erhöhten Druck aus USA

Zuletzt forderten die USA vor rund zehn Tagen Katar zur Schließung des Hamas-Büros in Doha auf, wie unter anderem das Nachrichtenportal Times of Israel und die „Financial Times“ berichteten. „Die Hamas ist eine Terrorgruppe, die Amerikaner getötet hat und Amerikaner weiterhin als Geiseln hält. Nachdem sie wiederholt Vorschläge zur Freilassung von Geiseln abgelehnt hat, sollten ihre Anführer nicht länger in den Hauptstädten amerikanischer Partner willkommen sein“, so ein hochrangiger US-Regierungsvertreter laut dpa. …

red, ORF.at/Agenturen

Links:

NACHTRAG: Katar: Waffenstillstandsgespräche zwischen Israel und Hamas ausgesetzt – BAHA, Samstag, 9.11.2024

Das katarische Außenministerium kündigte in einer Erklärung vom Samstag die Aussetzung der Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas über einen neuen Waffenstillstand und einen Gefangenenaustausch an, da die beteiligten Parteien diese durch ihre Weigerung, Kompromisse einzugehen, blockiert hätten.

Das Emirat teilte außerdem mit, es habe beschlossen, seine Rolle als Vermittler aufzugeben, und fügte hinzu, es sei bereit, „diese Bemühungen mit seinen Partnern wieder aufzunehmen, wenn die Parteien ihre Bereitschaft und Ernsthaftigkeit zeigen, den brutalen Krieg und das anhaltende Leiden der Zivilbevölkerung aufgrund der katastrophalen humanitären Bedingungen im Gazastreifen zu beenden“.

Außerdem bestritt das Ministerium, dass die Hamas aufgefordert wurde, Katar und die Gespräche zu verlassen. * Baha Breaking News (BBN) / JR

NACHTRAG: USA drängen Katar zur Ausweisung von Hamas-Führern wegen Geiselnahme – BAHA, Samstag, 9.11.2024

Wie die Financial Times unter Berufung auf hochrangige US-Beamte berichtet, hat Katar die Hamas-Führer auf Druck der Vereinigten Staaten aufgefordert, das Land zu verlassen.

Die Aufforderung sei erfolgt, nachdem die Hamas einen Vorschlag zur Freilassung der im Gazastreifen festgehaltenen israelischen Geiseln abgelehnt habe. Die USA seien der Ansicht, dass Hamas-Vertreter nicht in den Hauptstädten verbündeter Staaten empfangen werden sollten, hieß es in dem Bericht.

Dem Bericht zufolge könnten die Hamas-Führer ihr politisches Büro in die Türkei verlegen. * Baha Breaking News (BBN) / NL

URAINE-KRIEG

 Ausführliche Berichterstattung bei n-tv.

WEITERE UKRAINE-MELDUNGEN

Scholz will ‚demnächst‘ mit Putin über Ukraine sprechen

BERLIN (dpa-AFX) – Bundeskanzler Olaf Scholz will mit Blick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine „demnächst“ wieder den Gesprächsfaden mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin aufnehmen. „Ja, ich habe mir vorgenommen, mit dem russischen Präsidenten zur richtigen Zeit zu sprechen“, sagte der SPD-Politiker in der ARD-Sendung „Caren Miosga“. „Aber ich bin ein verantwortlicher Politiker, ich mache das nicht im Alleingang“, fügte er hinzu. Ein Gespräch mit Putin setze viele Kontakte und Gespräche mit sehr vielen anderen voraus.

Auch mit der Ukraine müsse über die Situation gesprochen werden, sagte Scholz. Auf die Frage, wann der richtige Zeitpunkt für ein Gespräch mit Putin wäre, antwortete Scholz: „Demnächst.“

Der SPD-Politiker betonte, es müsse Sorge dafür getragen werden, „dass sich die Ukraine auf uns und andere verlassen kann und nicht befürchten muss, dass sie alleine gelassen wird. Und dass wir gleichzeitig alles dafür tun, dass dieser Krieg nicht eskaliert“.

Und natürlich müsse man gucken, ob es nicht Möglichkeiten gebe, herauszufinden, ob dieser Krieg immer so weiter gehen müsse oder man Wege finden könne, wie er beendet werden könnte.

Scholz hatte bereits Mitte Oktober seine Bereitschaft betont, mit Putin über einen gerechten Frieden in der Ukraine zu sprechen. Er hatte zuletzt im Dezember 2022 mit Putin telefoniert. Dabei hatte er eine diplomatische Lösung und den Rückzug russischer Truppen aus der Ukraine gefordert. Im Juni wollte Scholz ein Gespräch mit Putin für die Zukunft nicht ausschließen, sagte damals aber, ein Gespräch mache nur Sinn, wenn etwas konkret zu bereden sei. Moskau wiederum hatte Anfang Oktober erklärt, Putin sei offen für einen Dialog, auch wenn die Beziehungen zwischen Moskau und Berlin faktisch auf dem Nullpunkt seien./hme/DP/zb © 2024 dpa-AFX

PRESSESTIMME – ‚Stuttgarter Nachrichten‘ zu Lage der Ukraine nach US-Wahl

„Nach aller Erfahrung mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zeugt die Vorstellung, nach einem Siegfrieden mit der Ukraine sei die russische Aggression beendet, von Dummheit. Außerdem würde dieser Sieg Millionen Ukrainer in die Flucht treiben.

Diejenigen, die wie Orban ein Preisgeben der Ukraine für zweckmäßig und finanziell so wunderbar entlastend erklären, spekulieren offenbar darauf, eine solche Fluchtwelle treffe nur Deutschland. Weit gefehlt.

Ehrenwert, dass Bundeskanzler Olaf Scholz widerspricht. Noch besser, er würde US-Präsident Joe Biden folgen und vor seinem Abgang die Ukraine mit aller Kraft darin unterstützen, mehr Signale der Stärke zu setzen.“/yyzz/DP/he © 2024 dpa-AFX

SONNTAG, 10.11.2024

Trump warnt Putin angeblich vor Eskalation in der Ukraine – BAHA, Sonntag, 10.11.2024

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert und ihn vor einer Eskalation des Ukraine-Konflikts gewarnt, berichtete die Washington Post am Sonntag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die beiden Staatsoberhäupter sprachen über die Bedeutung des Friedens in Europa, und Trump bekundete sein Interesse an weiteren Gesprächen, um „eine baldige Beilegung des Krieges in der Ukraine“ zu besprechen, so die Quellen.

Während seiner Präsidentschaftskampagne versicherte Trump, dass er den Krieg in der Ukraine sofort beenden werde, obwohl er keine Einzelheiten darüber verriet, wie er dieses Ziel zu erreichen gedenkt. * Baha Breaking News (BBN) / JJ

WIRTSCHAFTSMELDUNGEN IM ÜBERBLICK

MoWOCHENEND-ÜBERBLICK Wirtschaft, Politik/9. und 10. November 2024Dow Jones News

WEITERE MELDUNGEN

US-WAHLKAMPF – Predict it

ASIEN

China in der Deflation – nur Lebensmittel teurer

China steckt in der Deflation. Die Verbraucherpreise sind im Oktober im Monatsvergleich um 0,3 Prozent zurückgegangen. Im Jahresvergleich sind sie im Oktober lediglich mit einer Jahresrate von 0,3 Prozent gestiegen, erwartet worden war ein Plus von 0,4 Prozent.

NAHER OSTEN – MENA WATCH (Mena-Watch auf Wikipedia)

EUROPA

Fitch hält Hochstufung Spaniens für möglich

Die Rating-Agentur Fitch hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Spaniens auf „positiv“ angehoben. Die Einstufung „A+“ für das langfristige Ausfallrisiko wurde aber zunächst bestätigt.

DEUTSCHLAND – WAHLUMFRAGEN

IW: US-Zollerhöhungen dämpfen Wachstum um 0,3 bis 1,2 Prozent

Die neue Trump-Regierung wird nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) das Wachstum in Deutschland schwächen. „Wenn der designierte Präsident Trump seine Drohungen wahr macht und einen Zoll von 10 Prozent auf die Einfuhren aller Handelspartner und einen Zoll von 60 Prozent auf chinesische Einfuhren durchsetzt, würde dies die exportorientierte deutsche Wirtschaft hart treffen“, sagte IW-Direktor Michael Hüther den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Solche Zollerhöhungen würden „das BIP in Deutschland nächstes Jahr um etwa 0,3 Prozent und die Jahre danach um bis zu 1,2 Prozent reduzieren“.

IG Metall Bayern: Am Montag Zehntausende im Warnstreik

Die IG Metall Bayern hat zehntausende Beschäftigte in 117 Betrieben zu Arbeitsniederlegungen am Montag aufgerufen. Allein bei einer Großkundgebung bei Audi in Ingolstadt erwartet die IG Metall eine fünfstellige Teilnehmerzahl. In München finden laut der Gewerkschaft zwei große Warnstreikveranstaltungen gleichzeitig statt: Die BMW-Mitarbeiter sollen in einem Demozug zum BMW-Forschungs- und Innovationszentrum ziehen sich dort mit den BMW-Entwicklern zu einer gemeinsamen Kundgebung treffen. Im Münchener Norden kommen laut IG Metall unter anderen die Beschäftigten von MAN Truck & Bus und MTU zu einer Kundgebung zusammen.

Wirtschaftsminister fordern Umdenken bei Flottengrenzwerten

Die Wirtschaftsminister aus Hessen, Kaweh Mansoori (SPD), und Niedersachsen, Olaf Lies (SPD), fordern angesichts der Krise der Automobilindustrie insbesondere mit Blick auf Volkswagen ein Aussetzen oder eine Verschiebung der verschärften CO2-Flottengrenzwerte. „Die Umsetzung der geltenden EU-Regelung würde nicht nur zu einer weiteren Destabilisierung sorgen, sondern auch unzählige Arbeitsplätze gefährden“, so die beiden Wirtschaftsminister in einem gemeinsamen Statement.

ÖSTERREICH – WAHLUMFRAGEN  

UNTERNEHMEN